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Der Deutsche Rekordmeister und Championsleague-Sieger Borussia Düsseldorf mit einer Weltauswahl in Bad Königshofen


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BAD KÖNIGSHOFEN – Das Topspiel der Saison findet für den Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad Königshofen diesen Sonntag (13 Uhr) in der Shakehands-Arena statt. Keine Frage, wer zu Gast ist, wenn die Halle mit der Maximal-Kapazität von 1000 Zuschauenden gefüllt sein wird: Der Deutsche Rekordmeister Borussia Düsseldorf kommt, das Non-Plus-Ultra des deutschen Tischtennissports der Vergangenheit, Gegenwart und vermutlich auch Zukunft.

Mit der ehemaligen Weltranglisten-Nr.1 Timo Boll, heute Nr. 10, und der Nr. 11, Europas Nummer 1 Dang Qiu. Dass die Gäste mit beiden antreten und höchstwahrscheinlich auch mit Anton Källberg, dem Spieler mit der besten Einzelbilanz der vergangenen Saison, also mit ihrer Top-Besetzung, ist zu erwarten.


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Davon darf hochprozentig ausgegangen werden, da die TTBL diese Saison so stark wie nie eingeschätzt wird und die Borussia nie satt ist. Sondern gierig, ihren Ruhm als Deutschlands erfolgreichster Bundesligaverein mit 74 nationalen (31 Mal Deutscher Meister) und internationalen Titeln zu mehren. Zumindest in jüngster Zeit hat Dang Qiu der Leuchtfigur des deutschen Tischtennis Timo Boll in der Medienpräsenz etwas den Rang abgelaufen. Ohne Boll, Ovtcharov und Franziska, dafür mit Dang Qiu als Leader wurde Deutschland bei der Team-WM im Oktober nur von China im Finale geschlagen. Qiu und Kilian Ort kennen sich seit ihrem zehnten Lebensjahr (siehe eigenen Bericht). Mit Kay Stumper (20) hat sich der Borussen-Manager Andreas Preuß das große Nachwuchstalent vom Rivalen TTC Neu-Ulm geangelt. Er und Dang Qiu sollen die Borussen-Ära in der Nach-Boll-Zeit fortsetzen.


Aktuell sieht es nach einem ungefährdeten Durchmarsch der Düsseldorfer zum 32. Meistertitel aus. Nach sechs Spieltagen führen sie die TTBL-Tabelle mit 12:0 Punkten und 18:0 Spielen an. Stumper hat eine 6:0-Einzel-Bilanz, Källberg 5:0 Qiu 4:0 und Boll 3:0. Deutlicher kann eine Anwartschaft auf den nächsten Titelgewinn nicht zum Ausdruck kommen. Natürlich hat man in Düsseldorf die Sensation von Saarbrücken am 11. November mitbekommen und weiß, dass diese Königshöfer Mannschaft erst besiegt ist, wenn die Zähltafel der Schiedsrichter für den letzten Punkt für den Gegner umgeklappt ist.

Beim 3:2 gegen Grenzau lag das TSV-Team 0:2 zurück und erkämpfte sich noch einen 3:2-Sieg. Und vier Tage später gelang nach 0:1-Rückstand beim Deutschen Pokalsieger und Vizemeister der vergangenen Saison Saarbrücken sogar ohne Schlussdoppel ein sensationeller 3:1-Sieg. In beiden Spielen fehlte der japanische Neuzugang Yukiya Uda aus Japan, der am Mittwoch in der Badestadt eintraf und im siebten Saisonspiel erst zum zweiten Mal eingesetzt werden kann.

Was den Teamcoach Koji Itagaki und den Mannschaftsrat neben Freude darüber auch Kopfzerbrechen bereitet, welches Trio an den Start gehen wird. Auf jeden Fall ohne Martin Allegro, der sich vor eineinhalb Wochen einer Hüftoperation unterzog. Dafür sollte gesichert sein, dass Uda für die bis zur Weihnachtspause anstehenden drei Spiele zur Verfügung steht. Er fehlte wegen diverser Turnierverpflichtungen für sein Heimatland und krankheitsbedingt bisher fünf Mal. Zu viel solle man von ihm immer noch nicht erwarten, dämpft TSV-Manager Andy Albert die Hoffnungen, wie auch schon seine 1:1-Einzelbilanz gegen Grünwettersbach (0:3 gegen Wang Xi, 3:1 gegen Apolonia) bestätigte. An die TTBL gewöhnt man sich nicht im Vorbeigehen.

Doch Filip Zeljko (4:3-Bilanz) ist in der Form seines Lebens, hat aber sein letztes Einzel in Saarbrücken gegen Polansky verloren. Wo Bastian Steger mit seinem Sieg gegen Nuytink andeutete, zu seiner Topverfassung zurückgefunden zu haben. Über jeden Zweifel erhaben dürfte Kilian Ort sein, der seine letzten vier Spiele siegreich gestaltete, drei Einzel und ein Doppel. „Er hat überragend gespielt. Auch mental war er voll auf der Höhe“, lobte ihn der TSV-Manager, sein Firmpate Andy Albert. Der zu bedenken gibt, „wie nahe alles beieinander liegt. Hätten wir gegen Bremen nicht so unglücklich verloren, wären wir in den Top 4.“ Er nennt die heurige Mannschaft „so gut besetzt wie nie.“ Allerdings waren auch noch nie alle fünf gleichzeitig verfügbar.

Ob nach Saarbrücken die nächste Sensation zu erwarten sei? Andy Albert: „Auch im Tischtennis ist der Ball rund. Alles kann passieren. Wir können da auch gewinnen.“ Letzte Information von Kilian Ort aus Düsseldorf: „Dang ist angeblich ein bisschen verletzt am Rücken. Er hat aber gutes Heilfleisch. Ich rechne eher damit, dass er kommt und Källberg nicht.“ Also doch beide Teams mit Luxusproblemen auf unterschiedlichem Niveau.

Text und Foto: Rudi Dümpert für Rhön1.News


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