Home / Specials / Mighty Dogs / Der nächste Sieg, die nächste Matchstrafe: Gemischte Gefühle bei stark dezimierten Mighty Dogs

Der nächste Sieg, die nächste Matchstrafe: Gemischte Gefühle bei stark dezimierten Mighty Dogs


Sparkasse

SCHWEINFURT – Es gibt richtig Anlass zu Diskussionen nach dem Spiel der Mighty Dogs gegen Regensburg am Freitagabend. Wie stark muss das Team sein, wenn es ohne fünf Stammspieler gegen 22 Mann der Gäste gewinnt? Wie erklären sich jetzt schon drei Matchstrafen nach nur vier Partien? Und wann registriert endlich das Publikum, dass im Icedome heuer wöchentliche Spektakel geboten werden?

Gerade mal 625 Fans sahen Heim-Punktspiel zwei dieser Runde. Wer Eishockey liebt und zuhause blieb, wir sich nachträglich in den Hintern beißen. Denn dramatischer kann Sport kaum sein. Obwohl die Hausherren ohne Ausländer antraten, ohne Lukas Rindos und Jakub Vojta also, dazu ohne Alex Funk, ohne Justin Zilla, ohne Schahab Aminikia und noch ohne den nachverpflichteten Oliver Dam; obwohl sich zu gerade mal einem Dutzend Feldspieler die jugendlichen Eigengewächse Fabian Elbl und Hannes Eller gesellten, die von Beginn an gefordert waren, schlug das Rumpfteam die mit vier Blöcken auflaufenden Gäste.


DB Oktober-November

Doch zu welchem Preis? Nach einem versuchten Schlittschuhtritt gegen Eddy Rinke musste der am Boden liegende Vitali Stähle Ende des zweiten Drittels vorzeitig zum Duschen. Beide Akteure hatten sich vorher schon mehrfach behakt. Schiedsrichter Stefan Franz bedachte Schweinfurts Kapitän mit einer Matchstrafe – der dritten bereits im vierten Spiel nach Lukas Rindos´ und Schahab Aminikias Ausschluss zuvor.

„Sein Schlittschuh ging hoch. Er hat den Gegner nicht getroffen. Aber schon der Versuch ist strafbar“, weiß ERV-Verteidiger Simon Knaup. „Das kann doch gar nicht sein“, dachte sich Knaup angesichts des nächsten dauerhaften Ausschlusses eines Leistungsträgers. Rinke hatte Regensburg früh in Führung gebracht, Stähle glich noch vor der ersten Pause aus und vergab vor Goalie Martin Cinibulk einen Alleingang, was das 2:1 hätte bedeuten können. Dafür traf Knaup dann zur Führung. Binnen nur 16 Sekunden drehten Artur Tegkaev und Nicolas Sochatsky für die Gäste das Match, ehe Igor Filobok das 3:3 gelang und Stähle sogar das 4:3. Damit ging es ein zweites Mal in die Kabinen – aus der Stähle freilich in Zivil wieder heraus kam…


In der 56. Minute gelang Michael Welter das sicher nicht unverdiente 4:4. Doch in der anschließenden Verlängerung sicherten sich die Mighty Dogs durch Simon Knaups Überzahltreffer nach nur 28 Sekunden den Zusatzpunkt. „Zwei Tore in der Oberliga sind mir noch nie gelungen“, sagt der Matchwinner, der von einer „super Ausbeute für unsere kleine Mannschaft“ spricht. „Sieben Punkte mit so wenigen Leuten… Ich klopfe auf Holz. Aber wenn wir mal komplett sind, dann ist diese Saison auf jeden Fall was drin. Wir haben uns an die Liga gewöhnt und können auch die Großen schlagen. Das hat man ja in der Vorbereitung gegen Hannover und Frankfurt schon gesehen“, sagt Knaup.

„Defensiv stehen und so lange wie möglich kein Gegentor bekommen“, so lautet die Devise des 28-Jährigen für die nun folgende Partie der Schweinfurter Rumpfmannschaft am Sonntag in Weiden. „Da wäre ein Punkt natürlich Gold wert. In Peiting am Mittwoch hätte das ja fast schon geklappt“, weiß Eigengewächs Knaup. In Weiden wird Lukas Rindos letztmals fehlen. Nach vier Spielen Sperre darf er dann kommendne Freitag im nächsten Heimspiel gegen Erding im Icedome auf Bewährung wieder auflaufen.

Knaup aber gibt auch zu: „Ich war entsetzt!“ Und zwar über die leeren Ränge im Icedome, die unerklärlich sind für das, was die Mighty Dogs seit Wochen bieten. Ob es an der wirtschaftlichen Situation vieler einstiger Stammzuschauer liegt, die nicht mehr kommen? Ob das Publikum verwöhnt ist und lieber Kantersiege sehen möchte anstelle von heiß umkämpften Matches? „Diejenigen Fans jedenfalls, die im Stadion sind“, weiß Simon Knaup, „die wollen uns sehen und unterstützen.“ Acht der 16 Spieler im Kader am Freitag waren echte Eigengewächse. Was eigentlich will der Schweinfurter Zuschauer noch mehr?

Eishockey-Oberliga Süd: ERV Schweinfurt Mighty Dogs – EV Regensburg: 5:4 n.V. (1:1; 3:2: 0:1)
Schweinfurt: Benjamin Dirksen (Ole Swolensky) – Simon Knaup, Markus Koch – Niklas Zimmermann, Jonas Knaup – Pascal Schäfer, Andreas Kleider  —  Vitali Stähle, Mikhail Nemirovsky, Dimitrij Litesov – Hannes Eller, Michelé Amrhein, Igor Filobok – Niko Fissekis, Fabian Elbl.
Tore für Schweinfurt: Simon Knaup (2), Vitali Stähle (2), Igor Filobok; Strafminuten: Schweinfurt 8 plus 5 + Matchstrafe für Vitali Stähle plus 10 Minuten Disziplinarstrafe für Igor Filobok; Regensburg 16 plus 5 + Spieldauer für Eddy Rinke plus 10 Minuten Disziplinarstrafe für Nicholas Sochatsky; Zuschauer: 625.



Heute mal ausgehen? Wie wäre es mit:
Eisgeliebt
Bei Dimi
Ozean Grill
Pure Club
Gastro-Musterbanner
Pinocchio
Yummy
Du willst hier auch DEINE Werbung sehen?








© 2fly4 - Alle Angaben ohne Gewähr!
Endzeiten der Events sind Schätzungen!
Fotos ggf. beispielhaft!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!

#Schweinfurt #News #Nachrichten #Veranstaltungen #Events

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.