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Deutsche Faustball-U21 direkt im Finale: Aber Österreich holt den Titel des Europameisters


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JONA / SCHWEINFURT – Bei der Europameisterschaft der U21 hat die deutsche Faustball-Auswahl mit den beiden Oberndorfern Jaro Jungclausen und Johann Habenstein direkt das Endspiel erreicht. Bei der in Form eines Drei-Länder-Turniers ausgetragenen EM gewann das Team beide Vorrundenspiele.

Gegen Österreich setzte sich der Titelverteidiger am Freitag mit 3:0 Sätzen durch (13:11, 15:14, 11:8). Deutlich mehr Arbeit hatte die U21 dann mit dem Gastgeber Schweiz. Das Spiel geht über die vollen fünf Sätze. Deutschland liegt schnell 0:2 zurück, gleich dann aus und auch den entscheidenden Durchgang holen die Deutschen in der Verlängerung.  8:11, 7:11, 11:7, 11:4, 12:10 heißt es am Ende.

Das Qualifikationsspiel zwischen Schweiz und Österreich muss den Finalgegner der deutschen Nachwuchs-Asse ermitteln. Das Spiel gewinnt Team Austria mit 3:1 Sätzen. Damit gibt es die Neuauflage des letzten EM-Finals.


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Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat bei den Europameisterschaften in Jona (Schweiz) das Endspiel verloren. In einem packenden Duell unterlag der Titelverteidiger Österreich mit 1:4 (9:11, 11:5, 5:11, 7:11, 8:11).





Bereits zum vierten Mal stehen sich im EM-Endspiel der männlichen U21 Deutschland und Österreich gegenüber. In den bisherigen drei Duellen hat das Team Deutschland jeweils mit 3;2 gewonnen – und auch die Neuauflage in Jona versprach Spannung.

In der Vorrunde hatte Deutschland zwar mit 3:0 gewonnen – alle drei Sätze waren aber hart umkämpft. Im Deutschen Team starten Kapitän Rouven Kadgien, Hauke Rykena (Angriff), Johannes Jungclaussen (Zuspiel), Jakob Kilpper und Philipp Kübler (Abwehr).

Los geht´s mit einer Angabe von Martin Pühringer, den ersten Punkt markiert aber der Titelverteidiger. Auf deutscher Seite serviert Hauke Rykena die Angaben – und startet wie Pühringer mit vielen kurz gespielten Bällen. Der Österreichische Angreifer aus Vöcklabruck ist bei seinen Versuchen aber deutlich erfolgreicher als sein deutscher Gegenüber. Zur Mitte des Satzes steht es noch ausgeglichen (5:5), dann baut Team Austria die Führung aus. Nach einem Abstimmungsproblem zwischen Johannes Jungclaussen und Hauke Rykena hat Österreich drei Satzbälle (10:7). Zwei wehrt Deutschland ab, den dritten verwandelt Martin Pühringer.

Durchgang zwei startet mit einem Schockmoment. Bei 4:1-Führung für Deutschland verletzt sich Jakob Kilpper bei einer Abwehraktion, bleibt am Boden liegen und wird etwa zehn Minuten lang behandelt. Für ihn ist die Partie beendet, Oie Brune ersetzt ihn in der deutschen Defensive. Das Team von Hartmut Maus zeigt sich aber nicht beeindruckt. Beide Seiten liefern sich immer wieder spektakuläre Rettungsaktionen, nach einem Punkt von Hauke Rykena führt Deutschland 9:5, Kapitän Kadgien holt gleich mit der nächsten Aktion Satzbälle – Deutschland gleicht aus.

Den besseren Start in Abschnitt drei erwischt Österreich. Beim 4:1 für das Team von Trainer Klemens Kronsteiner übernimmt Kadgien die Angabe bei Deutschland, doch auch nach einer Auszeit (1:5) findet Deutschland nicht mehr in den Satz. Karl Mühllehner beendet mit einem Ass zum 11:5 und holt die 2:1-Satzführung für den Herausforderer.

Die erneute Führung scheint Österreich zu beflügeln. Hauke Rykena kommt mit seiner Angabe nicht durch, Österreich führt 5:1. Nach einer Auszeit scheint sich das in grün gekleidete Team um Kapitän Rouven Kadgien wieder in der Spur zu befinden. Doch zwei Eigenfehler von Kadgien bringen Österreich die Satzbälle, Karl Mühllehner spielt einen perfekten Ball an der Leine entlang in den Dreimeterraum – 11:7.

Deutschland Coach Hartmut Maus fordert zehn Minuten Pause. Und aus der kommen beide Teams ausgeglichen (3:2 Deutschland). Danach gibt wieder Österreich den Ton an. Deutschland wechselt, bringt Jaro Jungclaussen für Hauke Rykena – Johannes Jungclaussen übernimmt den Platz vorne links. Gerade Karl Mühllehner ist jetzt für den Silbermedaillengewinner der letzten EM am Drücker. Er punktet zum 9:5, dann schlägt Johannes Jungclaussen ins Aus (6:10). Nach einem langen Ballwechsel wehrt Rouven Kadgien den ersten Satzball für Österreich ab, Österreich nimmt Auszeit. Doch auch zwei weitere Mühllehner-Angaben wehrt Deutschland spektakulär ab, lässt die Zuschauer bereits an ein deutsches Comeback glauben. Dann schließt Mühllehner lang über die Mitte ab und macht den ersten österreichischen EM-Erfolg der U21 seit 2003 perfekt.

Im Rahmen der U21-Euro in Jona hat die Männer-Nationalmannschaft um den Oberndorfer Fabian Sagstetter am Freitag erfolgreich ein Test-Länderspiel gegen die Schweiz bestritten. Das vorletzte Match vor Beginn der Heim-Euro in Adelmannsfelden gewann das Team von Bundestrainer Olaf Neuenfeld mit 4:1 Sätzen relativ deutlich. 11:7, 7:11, 11:5, 11:7 und 12:10 hieß es am Ende.

Der komplette deutsche Euro-Kader bekam  am Zürichsee noch ein letztes Mal Matchpraxis, bevor es bei der Euro ernst wird. Im Rahmen der Schweiz-Woche bestreiten beide Nationen noch ein weiteres Testmatch, dann wird das Aufgebot allerdings leicht verändert an den Start gehen.

Fotos: DFBL







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