Home / SLIDER / Die BFV-Elf um Kapitän Michael Kraus aus Egenhausen triumphiert beim UEFA Regions Cup

Die BFV-Elf um Kapitän Michael Kraus aus Egenhausen triumphiert beim UEFA Regions Cup


Sparkasse

RAIN AM LECH / EGENHAUSEN – Der bayerische Traum vom Gewinn der europäischen Amateurfußballkrone geht in die nächste Runde! Deutschland hat sein „Finale dahoam“ gewonnen und sich den Gruppensieg in der Zwischenrunde des UEFA Regions Cup gesichert: Die Elf von Trainer Engin Yanova setzte sich im dritten und letzten Spiel der Gruppe 5 mit 2:0 (1:0) gegen die bis dato verlustpunktfreien Serben durch und gewann damit auch den direkten Vergleich in der Konstellation mit den punktgleichen Mannschaften aus Israel und Serbien.

Die Treffer vor 469 Zuschauern in Rain am Lech erzielten Marco Luburic (8.) und David Bauer (50.) – beide Akteure laufen in der Bayernliga für den TSV Rain auf. Durch den Erfolg im Zwischenrundenturnier hat die Auswahl des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) auch das Ticket für die Teilnahme am Endturnier der besten acht Teams aus Europa im kommenden Jahr gelöst. Der Austragungsort steht noch nicht fest. In der Geschichte des Turniers konnte bis dato mit Baden-Württemberg nur eine deutsche Mannschaft die Endrunde erreichen.

„Das ist ein Wahnsinn“, freute sich der deutsche Delegationsleiter Jürgen Faltenbacher: „Dieser Turniersieg bildet den perfekten Abschluss dieser Zwischenrunde, die der BFV gemeinsam mit den Vereinen in Perfektion organisiert hat. Darauf können wir stolz sein. Unsere bayerische Auswahl hat das gezeigt, was man gemeinhin deutschen Mannschaften bei Turnieren nachsagt: Wir sind von Spiel zu Spiel stärker geworden und am Ende ein verdienter Sieger.“


Infos anfordern





Wie wirst Du beim Bürgerentscheid abstimmen?


„Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft. Ihr habt das riesig gemacht. Wir haben immer an euch geglaubt. Die Endrunde im kommenden Jahr wird nochmals ein echter Höhepunkt“, sagte BFV-Präsident Rainer Koch, der die Partie im Livestream auf der BFV-Facebook-Seite in Katar mitverfolgt hatte, in seiner Videobotschaft direkt nach Schlusspfiff.

Von Verbandstrainer Engin Yanova gab es ein dickes Dankeschön an sein Team: „Die Jungs haben auch heute wieder alles reingehauen und sich für eine erstklassige Leistung belohnt. In diesem Spiel war alles drin, was den Fußball ausmacht. Ich bin stolz auf mein Team, das jetzt auch so richtig feiern darf. In diesen zehn Tagen des Turniers sind wir immer enger zusammengerückt und haben uns heute als echte Einheit präsentiert. Das ist keine Selbstverständlichkeit, denn die Vorbereitungszeit war äußerst knapp.“

Im Vergleich zum 6:0 (1:0)-Erfolg vom Sonntag in Hankofen gegen Malta nahm BFV-Verbandstrainer Engin Yanova gegen die Auswahl Serbiens drei Änderungen in der Startformation vor: Im Tor spielte Lukas Trum (SV Egg an der Grüz), dazu standen David Bauer (TSV Rain/Lech) und der Egenhäuser Michael Kraus (TSV Aubstadt) von Beginn an auf dem Feld. Der 30 Jahre alte Kraus agierte wieder als Kapitän, nachdem er in der Partie gegen Malta aus privaten Gründen hatte passen müssen und von Franz Fischer (FC Garmisch-Partenkirchen) vertreten worden war.

Es war ein perfekter Auftakt für die deutschen Farben im Rain am Lech, wo sonst der TSV in der Süd-Gruppe der Bayernliga nach Punkten und Toren jagt – und einer, der hier sozusagen „daheim“ ist, sorgte für die Führung der BFV-Auswahl: Marco Luburic vom TSV Rain versenkte an „seiner“ Wirkungsstätte einen Freistoß aus 19 Metern im linken unteren Eck des serbischen Gehäuses zur frühen deutschen Führung (8.). Es war der zweite Turniertreffer von Luburic, der bereits in der Auftaktpartie gegen Israel (1:2) einen Foulelfmeter verwandelt hatte. „Natürlich freut mich das Tor, aber letztlich haben wir als Mannschaft gewonnen. Es ist schon ein geiles Gefühl, dass wir hier in Rain, wo ich sonst spiele, den Sack zugemacht haben“, sagte Luburic: „Dieses Turnier war etwas ganz Außergewöhnliches. Als Amateurfußballer durften wir uns wie echte Profis fühlen. Der BFV hat hier einen tollen Job gemacht.“

Eine Viertelstunde danach hatten die Zuschauer den Torschrei schon auf den Lippen, doch da stand das Aluminium dem zweiten deutschen Treffer im Wege. Moritz Heigl hatte sich bis zur Torauslinie durchgetankt und ein Auge für seinen Mitspieler Franz Fischer: Der 29-Jährige vom FC Garmisch-Partenkirchen nahm die Kugel direkt, diese am touchierte den Außenpfosten (23.). Es war ein beeindruckender Auftakt der Deutschen! Erst zehn Minuten vor dem Seitenwechsel verschärften die Serben das Tempo etwas, gelangten aber noch nicht zu zwingenden Abschlussmöglichkeiten, die BFV-Defensive stand sicher. Bis kurz vor dem Halbzeit-Pfiff – da mussten sie zwei brenzlige Situationen überstehen: Zunächst verpasste Milos Milickovic eine scharfe Hereinhabe (38.), dann zielte der Serbe aus drei Metern haarscharf daneben (43.).

Es war zweifelsfrei das Spiel der „Einheimischen“: Denn auch nach der Pause war es einer, der das Geläuf im Georg-Weber-Stadion bestens kennt und ins Schwarze traf: Im Anschluss an eine Ecke schraubte sich David Bauer vom TSV Rain in die Höhe, köpfte die Kugel zum 2:0 in die Maschen (50.). Nach 50 Minuten war die deutsche Auswahl auf Kurs, wäre der Schlusspfiff da ertönt, die BFV-Auswahl hätte den Gruppensieg in der Tasche gehabt. So aber waren noch 40 Minuten auf der Uhr, eine Vorentscheidung ließ auf sich warten. Denn der Kopfball von Franz Fischer strich knapp am Kasten vorbei. Und nach einer knappen Stunde klärte ein serbischer Fuß den Schuss von Niklas Reuthelhuber von der SpVgg Ansbach gerade noch auf der Linie. Deutschland war drauf und dran, den Sack zuzumachen, während die Serben ebenfalls den Vorwärtsgang einlegten. Es war jetzt ein offener Schlagabtausch, bei dem auch die Serben ihre Möglichkeiten zum Anschlusstreffer besaßen. Die Deutschen hatten einige Schrecksekunden zu überstehen – auf der Gegenseite verpasste Patrick Kroiß das 3:0 (71.).

Ab diesem Zeitpunkt sorgten die Yanova-Schützlinge wieder für Entlastung, hielten die Serben so vom eigenen Gehäuse fern und behielten in der hektischen Schlussphase – zwei Serben mussten noch vom Platz – einen kühlen Kopf, brachten den Vorsprung sicher ins Ziel.

„Dieser Sieg ist das i-Tüpfelchen auf einer unvergesslichen Woche. Wir haben immer an uns geglaubt und hatten beste Bedingungen. Da wollten wir auch auf dem Platz etwas zurückgeben, es ist alles andere als selbstverständlich, dass der BFV für uns hier alles tut, um erfolgreich sein zu können“, sagte Torschütze Bauer.

Die Spielstatistik

Serbien: Katanic – Dasic, Skoko, Jovanov, Savija, Arbutina, Bursac (83. Kostic), Matic (55. Pokrajac), Hadinac, Milickovic, Beric (55 Stojanovski).

Deutschland: Trum (SV Egg an der Grüz) – Heigl (TSV 1860 München II), Bauer (TSV Rain/Lech), Fromholzer (FSV Erlangen-Bruck), Luburic (TSV Rain/Lech, 59. Nagengast/SpVgg Jahn Forchheim), Kraus (TSV Aubstadt), Fischer (FC Garmisch-Partenkirchen), Kroiß (SpVgg Ansbach, 74. Müller/Rain/Lech), Reutelhuber (SpVgg Ansbach, 85. Root/SSV Jahn Regensburg II), Gebhart (TSV 1860 München II), Marx (ATSV Erlangen).

Schiedsrichter: Vilkov (Russland).
Tore: 0:1 Luburic (8.), 2:0 Bauer (50.).
Rot: Hadinac (90.+3, Serbien, grobes Foulspiel).
Gelb-Rot: Skoko (90.+5, Serbien, Foulspiel und Unsportlichkeit).
Zuschauer: 469 (in Rain/Lech).

Fotos: BFV







© 2fly4 - Alle Angaben ohne Gewähr!
Endzeiten der Events sind Schätzungen!
Fotos ggf. beispielhaft!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!

#Schweinfurt #News #Nachrichten #Veranstaltungen #Events

Lesen Sie auch

Schweinfurter Handball-Damen verlieren mit zehn Toren Unterschied in Nürnberg

NÜRNBERG / SCHWEINFURT - Am Samstagabend ging es für die Handball-Damen des MHV Schweinfurt 09 zum Post SV Nürnberg. Nach vergangenem Sieg sind die Schweinfurterinnen top motiviert und mit starkem Willen angereist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.