Home / SLIDER / Die Fußballfans des FC 05 zeigen sich solidarisch mit denen der größeren Vereine: „Das Sicherheitspapier der DFL wird auch die Freiheiten und Rechte der Amateurteams einschränken!“

Die Fußballfans des FC 05 zeigen sich solidarisch mit denen der größeren Vereine: „Das Sicherheitspapier der DFL wird auch die Freiheiten und Rechte der Amateurteams einschränken!“


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FRANKFURT / SCHWEINFURT – Auch zehn Schweinfurter FC 05-Fußballfans waren am Mittwoch nach Franfurt gereist, um an der Mahnwache vor dem Sheraton Hotel teilzunehmen. Dort tagte die Deutsche Fußball-Liga (DFL) und verabschiedete ein neues Sicherheitskonzept. Die Fankurven Deutschlands und auch Schweinfurts sind enttäuscht und fühlen sich hintergangen.

„Die DFL sprach davon, dass es eine gute Dialogbereitschaft mit den Fans gab. Falsch! Den gab es nicht. Falls damit der Dialog von Vereinen mit ihren Fans und Mitgliedern gemeint sein soll, ist es traurig, dass Fans ihre Zweifel und Kritik geäußert haben, aber dann genau umgekehrt von den Vereinen entschieden wurde“, heißt es seitens der „Kaputten Moite“, die beim FC 05 federführend war für die Umsetzung der Initiative „12:12“ für Schweinfurt. Beim Auswärtsspiel in Bayreuth schwiegen die mitgereisten Anhänger zwölf Minuten und zwölf Sekunden, brachten auch durch Transparante ihren Unmut zm Ausdruck.

Naht das Ende der Fankultur?: „Das muss abgewartet werden. Dafür geeignet ist das Sicherheitskonzept auf alle Fälle. Vermutlich wird es hohe Anstiege der als Risikospiele deklarierten Partien geben, wo dann die neuen Regelungen und Sicherheitsmaßnahmen auch gleich greifen werden“, äußert sich die Schweinfurter Delegation besorgt. Die DFL bestehe darauf, dass es um täterorientiere Verfolgung geht und keinesfalls um Kollektivstrafen. „Aber da bei Risikospielen ja in Zukunft die Ticketanzahl der Gästefans von zehn auf fünf Prozent reduziert werden soll, bestrafe man ja wieder das Kollektiv. Das gleiche gilt für die Erhöhung der Videoüberwachung und der ausgeweiteten Kontrollen wie schon beim Spiel Bayern München gegen Eintracht Frankfurt geschehen, als die Gästefans durch  ein „Nacktzelt“ mussten.


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Positive Aspekte des Protestes sehen die Umsetzer von „12:12“ natürlich schon: „Positiv ist zu erwähnen, dass die Fankurven Deutschlands geschlossen gezeigt haben, wie mächtig sie sind und wie wichtig ihnen dieses Thema ist. Und mit den Stimmungsboykotten wurde eindrucksvoll bewiesen, wie ungewohnt und langweilig der Fußball ohne die Gesänge und Unterstützung der Fans eigentlich ist. Das ist ein Zustand, den sich sicher keiner wünscht“, denken die Schweinfurter Fußballfans. Die Proteste werden am kommenden Bundesliga- Spieltag beim Großteil der Kurven weiterhin  bestehen und teils sogar ausgeweitet.

Wie es nach der Winterpause weiter geht, könne zum jetzigem Zeitpunkt keiner sagen. „Die aktiven Fangruppen der Gegengerade Schweinfurt werden sich den Protesten weiterhin uneingeschränkt anschließen. Wir zeigen uns damit nicht nur solidarisch gegenüber den Fans der größeren Vereine. Denn dieses Sicherheitspapier wird auf kurz oder lang sicher nicht vor dem Amateurfußball Halt machen und wird die Freiheiten und Rechte der Fans auch bei den kleinen Vereinen  weiter einschränken. Leider sind hiervon all zu oft die Fans der bayrischen Teams mit am stärksten betroffen“, sagen die Jungs der „Kaputten Moite“.







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