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Die Mighty Dogs verlieren gegen den ESC Hildenbrand – denkwürdige Pressekonferenz nach dem großen Eishockey-Derby – MIT VIELEN FOTOS!


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SCHWEINFURT – Komisch war´s schon, irgendwie: Da retteten die Mighty Dogs zumindest einen Punkt, schoben sich ausgerechnet deshalb vorübergehend an die Spitze der Tabelle der Eishockey-Landesliga. Doch die Siegesserie endete trotzdem im großen Derby gegen Haßfurt. Die Hawks setzten sich nach Penaltyschießen vor der Hammer-Kulisse von über 1500 Fans durch. Was danach bei der Pressekonferenz passierte, gibt allemal zu denken.

Nun ist die Gaststätte „Overtime“ ohnehin nicht der beste Raum für ein Mediengespräch. Man versteht die Teilnehmer schlecht, weil ein Großteil der Besucher in der Wirtsstube ein Bier trinken und sich dabei laut unterhalten will. Am Samstagabend war´s irgendwie krass: Ein Teil der Fans maulte wild herum. So arg, dass ERV-Alt-Vorstand Werner Dietmar mit einem „Das kann ich mir nicht mehr anhören, sorry!“ den Raum bald verließ. „Wir spielen noch die nächsten drei Jahre Landesliga…“, brachte ein Anhänger seinen Frust auf den Punkt und forderte Verstärkungen für die Truppe, der im Derby schlicht ein Torjäger fehlte. Mit den über 1500 Zuschauern, so die Argumentation, müsste ja Geld genug vorhanden sein….


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Doch zunächst erst mal zum Spiel selbst: „Das war sehr gut, sehr schnell. Für die Landesliga war das Niveau sehr hoch“, fasste Haßfurts Coach Lubo Thür die Qualität des Nachbarkampfs zusammen. Das Match hieß irgendwie aber auch: Schweinfurter Mighty Dogs gegen ESC Martin Hildenbrand. Denn Haßfurts Goalie wurde mit zahlreichen Paraden zum Gewinner, ließ nichts zu. Fast nichts. Trotz ständigen Anrennens der Hausherren. Wobei freilich auch die Gäste ein paar gute Gelegenheiten hatten.


Anfangs des Mitteldrittels nutzten sie zwei davon in ihrer besten Phase der Partie. Diesem 0:2-Rückstand liefen die Hausherren nun hinterher. Sie verkürzten zwar relativ schnell auf 1:2. Doch Torschütze Fritz Geuder saß danach eine Zehn-Minuten-Strafe ab, war nicht an Bord, als Andi Kleider per Schlagschuss wenigstens ausglich. Haßfurt wirkte platt. Wäre die Begegnung noch ein paar Minuten länger gegangen, die Mighty Dogs hätten wohl nochmals zugeschlagen. So aber ging es ins Penaltyschießen – und da ließ sich Hildenbrand nicht mehr überwinden. David Franek schoss das entscheidende und finale Tor gegen Goalie Timo Jung.

„Das war ein super Spiel und Werbung für das Eishockey. Aber uns hat heute ein Knipser gefehlt. Es war fehlendes Schussglück“, analysierte für Schweinfurt der sportliche Leiter Frank Genßler, der als Trainer in der vorletzten Saison die Haßfurter noch in die Bayernliga geführt hatte. Genßler vertrat Coach Stephen Heckenberger. Der geriet auf dem Weg in den ersten Stock der Stadiongaststätte mit einem besonders kritischen Fan aneinander. Er musste sich anhören, dass man gegen Haßfurt einfach nicht verlieren darf. Heckenberger platzte der Kragen, er machte sich schnurstracks wieder auf den Weg Richtung Kabine.

Und da stand nun eben Frank Genßler im Visier einiger Anhänger. „Zerfahren und nervös“ hätten die Mighty Dogs in der Phase der Gegentore gespielt, ansonsten aber mächtig Druck gemacht und sich wieder zurückgekämpft. Mit einem Penalty scheiterte Michéle Amrhein schon in der 38. Minute an Hildenbrand, bei einem Break in Unterzahl fand Johannes Weyer in der 49. Minute ebenso seinen Meister in Haßfurts Goalie. Chancen waren genug da für einen Sieg der Mighty Dogs. „Und deshalb sehe ich keinen Grund zur Panik“, weiß Genßler um eine ordentlich besetzte Truppe. Die könne vorne mitspielen. Und das ist das Ziel. Nicht das Durchmarschieren zurück in die Bayernliga.

Doch einige Fans sehen das anders, fordern Verstärkungen. „Wir vertrauen unserer Mannschaft und können ohnehin nicht irgendwelche Superstars engagieren. Wir müssen auch erst noch Schulden abbezahlen“, sagt Genßler mit dem Hinweis, dass die letzten beiden Jahre in der Oberliga in Sachen Eishockey-Begeisterung fast alles schief lief in Schweinfurt. Freilich schaue man sich um bei den Mighty Dogs, ob für Dezember jemand bezahlbar zur Verfügung stehen könnte, der den Kader verstärkt. „Aber es wird keine Harakiri-Aktion geben, keine Verpflichtungen auf Biegen und Brechen“, so Genßler.

„Die Niederlage wird uns nicht aus der Bahn werfen“, glaubt Frank Genßler und hofft schon für Sonntag auf die Rückkehr auf die Erfolgsspur. Dann steht kaum 24 Stunden nach dem Derby das schwere Auswärtsspiel in Vilshofen unter freiem Himmel an bei einem Gegner, der erstmals überhaupt in dieser Saison in den Spielbetrieb eingreift. Die Haßfurter erwarten parallel den ERSC Amberg zu ihrem Wochenend-Heimspiel.

Eishockey-Landesliga Nordost: ERV Schweinfurt Mighty Dogs – ESC Haßfurt Hawks: 2:3 nach Penaltyschießen (0:0; 1:2; 1:0); Tore: 0:1 (20:40) Martin Stelcich (David Franek), 0:2 (24:19) Eugen Nold, 1:2 (26:45) Fritz Geuder (Jonas Knaup, Michéle Amrhein), 2:2 (56:02) Andi Kleider (Jan Slivka); Prenaltyschießen: Geuder, Amrhein und Slivka vergeben – Marcel Schorr und Nold vergeben, Franek triift; Strafminuten: 16 + 10 für Geuder, Haßfurt 14; Zuschauer: 1560.
Mighty Dogs: Timo Jung (Seim Thomas) – Pascal Schäfer, Jonas Knaup – Andi Kleider, Jona Schneider – Steffen Reiser, Kevin Marquardt (Jürgen Stumpf, Christoph Hengst, Jan Eberlein)  —  Fritz Geuder, Johannes Weyer, Michéle Amrhein – Timo Ludwig, Jan Slivka, Maximilian Rabs – Vladislav Belov, Georg Lang, Mcrcel Bendel.


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