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Die Zukunft mit Fragezeichen: So steht es um die angeschlagenen Schweinfurter Sportvereine


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Die Schweinfurter Sportvereine haben derzeit mit massiven Problemen zu kämpfen. Aufgrund der aktuellen Situation kommen gleich mehrere negative Entwicklungen zusammen, die ihre Zukunft gefährden. Egal ob im Fußball oder im Hockey, die Probleme sind in jedem Club dieselben:

  • Die Einnahmen schwinden
  • Die Übungsleiter und Trainer verlassen die Vereine
  • Es finden kaum oder keine Trainings statt
  • Der soziale Austausch fehlt
  • Die Mitglieder schwinden

Fehlende neue Mitglieder sind das größte Problem der Vereine


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Hinsichtlich des Mitgliederschwunds ist das größte Problem nicht, dass bestehende Mitglieder austreten. Vielmehr kommen keine neuen mehr hinzu. Die Vereine können nicht bei Veranstaltungen für sich werben, es gibt keine Probetrainings und keine Gelegenheit, sich kennenzulernen. Große Turniere, die nicht nur lokal, sondern auch überregional Interesse wecken, bleiben erst recht aus.


Das wird in vielen Bereichen spürbar und führt nicht nur dazu, dass den Journalisten die Sportthemen ausgehen. Auch die Wettanbieter mit deutscher Lizenz haben deutlich weniger Spiele abzubilden, was sich zusätzlich auf die Attraktivität des Sports niederschlägt.

Für die Vereine bedeutet die aktuelle Entwicklung, dass sich immer weniger Menschen anmelden. Zwar kann von einem gewissen Nachholeffekt ausgegangen werden, wenn es in einigen Monaten wieder mehr Möglichkeiten gibt. Allerdings zählt gerade in der Kinder- und Jugendförderung jedes Jahr. Zudem sind insbesondere die kleinen Vereine häufig so knapp bei Kasse, dass es auf jedes einzelne Mitglied ankommt. Und wenn Neuzugänge ausbleiben, dann wird es in der Vereinskasse schnell dünn.

Viel Austauschbedarf auf der digitalen Sportkonferenz der Schweinfurter SPD-Stadtratsfraktion

Auf der digitalen Sportkonferenz der Schweinfurter SPD-Stadtratsfraktion gab es im April das erste Mal seit einem Jahr wieder die Gelegenheit für den Austausch zwischen den verschiedenen Vereinen zusammen mit der Fachkonferenz Sport der SPD-Fraktion.

Jede Seite konnte ihre Bedenken äußern und die bezogen sich neben den fehlenden Geldern insbesondere auch auf die soziale Situation. So stellen die digitalen Trainingsangebote für viele Sportarten keinen adäquaten Ersatz dar, da das Teamgefühl ausbleibt. Schließlich geht es beim Sport nicht nur um die Betätigung an sich, sondern auch um das soziale Vorher und Nachher in der Kabine sowie das Gemeinschaftsgefühl auf dem Platz.

Kommen mit der Erholung die nächsten Probleme?

Viele Vereinsvertreter gehen jedoch davon aus, dass die großen Probleme auch erst noch kommen könnten. So gibt es Bedenken, dass es einen Teil der Mitglieder gibt, der trotz des sozialen Aspekts nicht mehr zurückkommen will. Schließlich könnten einige Menschen nach einem Jahr des digitalen Trainings merken, dass es ihnen genügt, Sport nur für sich zu machen. Wenn sie dann in Zukunft ihre Mitgliedschaften kündigen, verschärfen sich die Probleme zunehmend.

Eine große Herausforderung für die Vereine ist es daher, den Kontakt zu ihren Mitgliedern nicht zu verlieren und die Bedeutung der Gemeinschaft immer wieder in den Fokus zu rücken. So wird überlegt, für den Sommer immerhin auf Training an der freien Luft umzustellen, sobald es die gesetzlichen Vorgaben wieder zulassen.

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Ohne Unterstützung durch die Kommunalpolitik geht es nicht

Damit es wirklich zum Wiederaufleben der Sportvereine kommt, wünschen sich die Vereinsvertreter die nötige Unterstützung von der Stadt. So haben zum Beispiel Städte wie Würzburg den Sportvereinen mit finanziellen Mitteln unter die Arme gegriffen. Die Schweinfurter, die ihre Stadt häufig als „Sportstadt“ rühmen, fühlen sich da etwas vernachlässigt.

Somit wird die Verantwortung für die Erhaltung und das Wachstum der lokalen Sportvereine ganz klar auch an die Kommunalpolitik gegeben, die die nötigen Mittel bereitstellen muss. So sehen es zumindest die Vereinsvertreter. Sie sind in dieser Zeit so mit der Aufrechterhaltung des Betriebs beschäftigt, dass sie zum Teil gar nicht die Kapazitäten haben, an den Neustart des Vereinslebens mit neuen Ideen und Konzepten heranzugehen.

Nach dem Sommer geht das Umdenken los

Es ist also klar, dass die schwierige Zeit auch nach dem Sommer noch nicht vorüber ist. Vielmehr muss dann das Umdenken beginnen, wie nicht nur die bestehenden Mitglieder gehalten, sondern auch neue gewonnen werden können. Denn die Mitglieder sind das, was die Vereine ausmacht und das, was sie zusammenhält.

Attraktive Angebote, neue Möglichkeiten und der Fokus auf das Wir-Gefühl müssen einige der Bausteine sein, mit denen der Sport im Verein beworben werden muss. Mit der Unterstützung der Politik besteht jedoch Hoffnung, dass auf die Sportvereine auch wieder eine gute Zeit wartet.


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