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Drei Jahre nach ersten Bezirksmeisterschaften des TFC: Erneut gute Resultate in Hösbach


Keiler

HÖSBACH / SCHWEINFURT – Fast auf den Tag genau drei Jahre nach den ersten Bezirkstitelkämpfen des Track & Field Club Mainfranken in Hösbach ging es in diesem Jahr erneut an den Bayerischen Untermain. Im Jahr vor Corona waren es noch sieben Teilnehmende des TFC, diesmal – trotz der schwierigen Lockdown-Zeiten dazwischen – ganze zwölf.

Von den acht Titeln, die 2019 gewonnen werden konnten, waren mit Lena Kain und Kevin Adeyemo zwei Aktive mit Doppelsiegen in diesem Jahr nicht mehr dabei. Dennoch konnten insgesamt vier erste Plätze errungen werden und das gegen teilweise starke Konkurrenz. Dass das nicht in allen Altersklassen und Disziplinen der Fall ist, zeigen maue bis zuweilen leere Ergebnislisten.





Titel werden infolgedessen teilweise gar nicht oder an einzelne Teilnehmende konkurrenzlos direkt vergeben. Der dadurch entstehende Sportfestcharakter führt möglicherweise dazu, dass die Attraktivität von solchen Meisterschaften nicht mehr steigen wird. Dennoch darf man stolz feststellen, dass man seitens des TFCs nicht nur so viele Teilnehmende gestellt hat wie alle anderen Schweinfurter Vereine gemeinsam, sondern sogar erneut die meisten Titel für die Kugellagerstadt gewonnen hat. Somit bleibt festzuhalten, dass beim TFC der Übergang in die Jugend- und Aktivenklassen derzeit am besten gelingt.


Enttäuschte Frauenstaffel

Der Wettkampf begann für die Trackster jedoch alles andere als verheißungsvoll. Die Kurzsprintstaffel der Frauen, die in der Besetzung Meike Paulick, Naomi Hemmelmann, Nele Feser und Carolin Brune antrat, konnte die selbst gesteckten Erwartungen einmal mehr nicht erfüllen. Zwar wog der Ausfall der routinierten Elisa Jäger schwer, dennoch ist dies keine Erklärung für die mäßigen bis sehr schlechten Wechsel. In indiskutablen 49,54 Sekunden verfehlte das Quartett nicht nur die anvisierte Zeit von unter 48,50 Sekunden, sondern musste sich obendrein der Staffel der LG Main-Spessart, einem Zusammenschluss von insgesamt vier Leichtathletikabteilungen um die starken Hochburgen aus Karlstadt und Marktheidenfeld, geschlagen geben, die zwar ihrerseits ebenso mit den Wechseln haderten, aber unter dem Strich schlichtweg eine bessere Teamleistung darboten.

Als Randnotiz bleibt festzuhalten, dass die Bezirksmeisterschaften den Niedergang der unterfränkischen Meisterschaften gerade im Staffelbereich einmal mehr eindrucksvoll dokumentierten, denn lediglich acht Kurzsprintstaffeln traten im weiblichen und männlichen Bereich in den Jugend- und Aktivenklassen, also sechs verschiedenen Wertungsklassen, an. Vier von den acht Staffeln stammten dabei von der LG Main-Spessart, während die sogar noch deutlichen größeren Leichtathletik-Gemeinschaften aus Würzburg und Aschaffenburg gerade einmal jeweils eine Jugendstaffel melden konnten.

Paulick siegt erneut, Hemmelmann wieder Doppelmeisterin

Fulminant ging es jedoch weiter, denn Meike Paulick gelang im Anschluss eine Wiederholung ihres Sieges von 2019 über die 100 Meter Hürden der Frauen. Damals war es der erste Bezirkstitel überhaupt, bei der Auflage 2022 somit der erste Titelgewinn der Veranstaltung für den TFC. In starken 14,67 Sekunden konnte sie ihre Bestzeit deutlich steigern. Naomi Hemmelmann sorgte im Anschluss für den zweiten Titelgewinn. In 12,15 Sekunden gewann sie dominant die 100 Meter der Frauen, haderte im Anschluss aber mit der Zeit, da es nach einem schwierigen Winter noch nicht für ein Rennen unter der 12-Sekunden-Marke gereicht hat. Meike Paulick und Carolin Brune belegten die Plätze drei und vier in 12,86 und 13,62 Sekunden. Für Hemmelmann folgte am zweiten Wettkampftag noch der zweite Titel über 200 Meter und damit wieder ein Doppelsieg wie bereits vor Corona in den Jahren 2019 und auch 2018 – damals noch im Trikot der LG Karlstadt-Gambach-Lohr.

Damit bestätigte sie die seit Jahren währende Dominanz im weiblichen Sprintbereich eindrucksvoll. Die Zeit über die halbe Stadionrunde zauberte der Masterstudentin im Fach Biochemie dann doch ein Lächeln auf ihr Gesicht, denn mit 24,98 Sekunden konnte sie immerhin unter der 25-Sekunden-Barriere bleiben. Die Qualifikation für die nationalen Titelkämpfe in diesem Jahr wird dennoch äußerst schwer. Da der Deutsche Leichtathletik-Verband im Erwachsenenbereich mittlerweile auf reduzierte Startfelder setzt und damit vielen Aktiven die Teilnahme versagt, kann es durchaus passieren, dass Hemmelmann nach den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021 ohne jeglichen Wettkampf ein weiteres Jahr auf Deutsche Meisterschaften verzichten muss. Möglichkeiten zur Qualifikation bieten sich allerdings noch bei den anstehenden Wettkämpfen in München und Regensburg an den kommenden beiden Wochenenden.

Hörnlein zwei Mal auf dem Treppchen, Feser Vizemeisterin über 200 Meter

Nach zwei Saisons fast vollständiger Wettkampfpause gelten für Greta Hörnlein und Nele Feser dieses Jahr die Wettkämpfe als Comeback und zum Sammeln weiterer Erfahrungen, die ihnen zwei Jahre verwehrt blieben, zu nutzen. Hörnlein gelang dies eindrucksvoll, denn trotz holprigem Start beim 100-Meter-Hürdensprint der weiblichen U18 konnte sie Platz zwei erringen in neuer persönlicher Bestzeit von 15,93 Sekunden. Sie kann bereits seit ihrem ersten Hürdenrennen in dieser Altersklasse zwei Wochen zuvor in Regensburg für die Bayerischen und Süddeutschen Meisterschaften im Juli planen. Im Finale über 100 Meter ging ihr nach einer Zwangspause aufgrund einer Entzündung am Fuß auf den letzten Metern die Kraft aus – dennoch belegte sie Platz drei mit 13,46 Sekunden. Teamkollegin Nele Feser erreichte knapp dahinter Platz vier mit 13,47 Sekunden und konnte sich am zweiten Wettkampftag noch über den zweiten Platz über 200 Meter freuen. Antonia Saam belegte unterdessen in der weiblichen U20 Platz vier über 100 Meter in 14,40 Sekunden.

Newcomer Lorenz Wieland wird Bezirksmeister über 1500 Meter – Gloria Okeke vielversprechend

Sein Name tauchte in den Ergebnislisten der Bezirksmeisterschaften erstmals auf: Lorenz Wieland. Der ehemalige Biathlet, der zeitweise am Bundesstützpunkt in Oberhof trainierte, ist seit September in der Schweinfurter Trackstergruppe aktiv. Seine Rückkehr in die Heimat beginnt sich nun auch sportlich auszuzahlen. Der U18-Läufer, der noch dem jüngeren der beiden Wertungsjahrgänge angehört, lief am Untermain 1500 Meter und damit eine für ihn verhältnismäßig kurze Strecke. Nach einem couragierten Rennen siegte er in starken 4:26,94 Minuten, gleichbedeutend mit der sicheren Qualifikation für die Landesmeisterschaften im Juli in Erding.

Für den Oberwerrner steht im Juni nun der erste Wettkampf über die favorisierten 3000 Meter bevor. Ein Ausrufezeichen in der Schülerklasse W14 setzte indessen Gloria Okeke. Hochgemeldet aus der W13 konnte die noch 12-jährige Schweinfurterin zunächst ihren Vorlauf über 100 Meter in 14,17 Sekunden gewinnen. Im Finale reichten 14,24 Sekunden für den vierten Platz in der teilweise über ein Jahr älteren Konkurrenz. Einen fünften Platz gab es zudem für ihren Bruder Stephen Okeke (M15), Platz neun für Dimitri Schmauz (U18) und Platz zwölf für Shahd Alkawa (W15) und Cora Schildt (U18) – alle vier sind noch Newcomer und absolvierten ebenfalls die 100 Meter bei ihren ersten Bezirksmeisterschaften.

Die anstehenden Wettkämpfe in München (29.05.), Regensburg (04.06.) und Ingolstadt (16.06.) sollen nun weitere positive Ergebnisse bringen.

Auf den Fotos:

Frauenstaffel auf Platz zwei

Naomi Hemmelmann erneut unterfränkische Sprintkönigin vor Sina Stein und Meike Paulick

Gemeinsame Siegerehrung der Podiumsplatzierten über 200 Meter im Jugend- und Frauenbereich

Fotos: TFC Außenkommunikation


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