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Dritter Sieg in Serie, aber so richtig perfekt lief´s für die Schnüdel auch in Seligenporten nicht – MIT VIELEN FOTOS UND VIDEO!


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SELIGENPORTEN / SCHWEINFURT – Mal ganz ehrlich: Eigentlich hätte der FC 05 seine Bilanz gegen Seligenporten am Samstag ausgleichen und sogar in Führung gegen müssen. Jeweils drei Siege fuhren beide Teams nun ein bei sechs Remis. Doch mit 19:17 Toren haben die Klosterer weiter knapp die Nase vorne. Das müsste so nicht sein!

Nun gut, nach einem 4:2-Erfolg, dem dritten Dreier der Schnüdel in Serie, mag das Jammern auf hohem Niveau sein. Doch in der Tat offenbarten die Schweinfurter wieder einige Schwächen, die sie einfach abstellen müssen – spätestens nächste Saison, wenn sie ganz oben mitspielen wollen. „Seligenporten hat es uns in der ersten Halbzeit schwer gemacht, war da sehr giftig, hat uns über die schnellen Außen richtig Probleme bereitet. Zwei Gegentore waren für mich einen Tick zu viel“, gab Gerd Klaus zu, dass er bei der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte (damals wurde aber noch auf einem benachbarten Dorfplatz gespielt und nicht in der schmucken, jedoch traurig mäßig gefüllten MAR-Arena) nicht ganz zufrieden sein konnte.





Wie Keeper David Paulus und Johannes Golla den Elfmeter, der zum 1:0 führte, mit dem Foul an Aykurt Civelek verursachten; wie Civelek nach den Wendetoren von Nicolas Görtler (nach einem verlängerten Ball sahen Seligenportens Abwehr und Keeper Chris Pfeiffer alt aus) sowie Marius Willsch (im Anschluss an einen Krautschneider-Pass von links) freigespielt von Elfmeterschütze Bastian Herzner das 2:2 schießen konnte; wie Görtler oder Willsch dicke Chancen vergaben – das alles ist noch verbesserungswürdig. Lukas Billicks Kopfball kurz vor der Pause, als eine Seligenportener Feldspieler auf der Linie rettete, komplettiert die vielen Szenen der ersten 45 Minuten. „Für die Zuschauer war das ein herrliches Spektakel. Aber wir Trainer haben ein paar graue Haare mehr“, bestätigte Florian Schlicker auf Seiten der Hausherren seinen Kollegen.


Es ging für die Grün-Weißen, die wie in Burghausen mit roten Ersatztrikots und geänderten Nummern, ohne Namen auf dem Rücken antraten, deshalb gut, weil Adam Jabiri (aus kurzer Distanz) und Marco Haller (nach Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Nikola Jelisic) per Doppelschlag das 3:2 und 4:2 erzielten. „Aufgrund der zweiten Halbzeit war´s okay. Es wird schwer, uns zu schlagen“, weiß Gerd Klaus schon seit ein paar Wochen um das Zusammenwachsen der Mannschaft. „Wir haben leider ein paar Mal gepennt. Und dann wird´s gegen Schweinfurt schwierig. Solche Fehler dürfen wir gegen so eine Mannschaft nicht machen“, lobte Schlicker die Schnüdel. Und man bedenke: Mitte September ließ der souveräne Tabellenführer aus Unterhaching beim 0:0 in der MAR-Arena erstmals Punkte liegen.

Schweinfurts Kader hat freilich große Qualität: Herbert Paul fehlte am Samstag gelbgesperrt, Pedro Güthermann, Philip Messingschlager oder Marino Müller saßen 90 Minuten auf der Bank, auf die es beispielsweise Andreas Bauer noch nicht mal schaffte. Dafür feierte Steffen Behr sein Debüt, wengleich das 21 Jahre alte Eigengewächs rund fünf Minuten auf seine Einwechslung warten musste, weil die Partie gegen Ende einfach nicht unterbrochen werden konnte. Mit Lukas Illig zeichneten die Schweinfurter einen Feldspieler als Ersatztorwart aus. Allerdings wäre im Fall der Fälle Stürmer Adam Jabiri in den Kasten gegangen. Nachdem Julian Schneider weiter krank gemeldet ist, sagten für das Wochenende auch die U23-Keeper alle ab, die aufgrund der Spielfreiheit der Reserve langfristig anders geplant hatten.

Mit Marco Haller reagierte vor den Augen von Ex-Kapitän Bastian Lunz und dessen frisch geborenem Nachwuchs einer der unerwarteten Reservisten nach der Einwechslung so, wie es sein sollte. Gezielt schloss der 32-Jährige, der seinen Stammplatz seit einer Gelbsperre verloren hat, per überlegtem Schuss zum 2:4 ab. „Als Fußballer will man immer spielen. Aber die Jungs haben es gut gemacht, als ich nicht dabei war. Da muss ich die Entscheidung des Trainers akzeptieren“, sagt Marco Haller das, was man von einem Teamplayer erwartet. Und weiter: „Bei den vielen Neuen im Sommer brauchte es einfach Zeit bei uns. Aber auch heute kamen wir gut zurück, was für den Zusammenhalt der Truppe spricht!“

Die kann nun bald in die Winterpause gehen. Angesichts der Niederlagenflut und der schon zehn Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz mag man vermuten, dass Schlusslicht Bayern Hof nicht unbedingt am kommenden Samstag in der Grünen Au ab 13 Uhr sein Nachholspiel gegen den FC 05 bestreiten möchte. Angesetzt ist die Partie aber, sie könnte mit Sieg vier in Serie für einen höchst versöhnlichen Jahresabschluss sorgen. Christopher Kracun freilich darf nach der fünften Gelben auf alle Fälle schon mal weihnachtliche Gedanken hegen.

Fußball-Regionalliga Bayern: SV Seligenporten – 1. FC Schweinfurt 05: 2:4 (2:2)
Schweinfurt: Paulus – Janz, Billick, Bechmann (16. Jelisic), Golla – Willsch (88. Behr), Fery (56. Haller), Kracun, Krautschneider – Jabiri, Görtler.
Tore: 1:0 (13.) Bastian Herzner (Foulelfmeter), 1:1 (22.) Nicolas Görtler, 1:2 (25.) Marius Willsch), 2:2 (35.) Aykut Civelek, 2:3 (64.) Adam Jabiri, 2:4 (67.) Marco Haller); Gelb: Fery, Kracun, Bechmann; Zuschauer: 280 (davon 50 aus Schweinfurt).

Und hier vor zahlreichen Fotos noch ein zwei Videos der Schweinfurter Fans.

Aus der MAR-Arena berichten mit Text, Fotos und Videos: Michael Horling und Petra Moritz


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