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„Ein Supertyp, bescheiden und umgänglich!“ Vor den so wichtigen nächsten Partien der Mighty Dogs lobt Manager Steffen Reiser den zuletzt so starken Marvin Moch


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SCHWEINFURT – Die nächsten zwei Endspiele stehen an für die Mighty Dogs (10. Platz, 35 Punkte), die weder in Deggendorf (7., 47) und schon gar nicht gegen Erding (11., 32) verlieren dürfen, wollen sie sich Rang acht noch holen. Füssen hat es am Wochenende mit Klostersse und Regensburg zu tun, Weiden ebenso mit Erding und Deggendorf. Der Abstand gerade zu den Allgäuern darf keinesfalls wachsen, sonst wäre der Traum von der Sensation nach dem Sonntag vorbei. Der Erfolg zuhause gegen Deggendorf am 6. Januar leitete die Schweinfurter Serie von sieben Siegen bis heute ein.

Marvin Moch, seit der Verpflichtung des Frankfurter Namenskollegen Bauscher am Dienstag der ältere Marvin im Kader, steht stellvertretend für den Höhenflug der letzten Wochen. Beim Sieg gegen Freiburg traf er, gleich doppelt unlängst in Grafing. Insgesamt sind es in gerade mal 14 Partien sechs Treffer und zwei Vorlagen für das Sturmtalent. „Damit bin ich auf jeden Fall zufrieden“, grinst er. Zwischenzeitlich zwang eine Schulterverletzung Moch („es zieht noch immer leicht“) zum Aussetzen für ein Wochenende. Doch das ist noch gar nichts zu seinem Pech im Sommer. Ausgerechnet beim ersten Training, einem Leistungstest, „habe ich bei einem Sprint eine blöde Bewegung gemacht und mir den Fuß vertreten“. Es bildete sich ein Ödem. Es dauerte Wochen, bis die Flüssigkeit wieder aus dem stets anschwillenden Knochen verschwand. Marvin Moch war, bevor er auch nur ein Mal mit seinen neuen Teamkollegen richtig trainieren konnte, im wahrsten Sinn des Wortes auf´s Eis gelegt.



Doch siehe da: Parallel zu seiner Rückkehr ging es plötztlich aufwärts. Zuletzt stürmte er an der Seite von Mikhail Nemirovsky und Igor Filobok im ersten Angriff. „Das ist gut für mich, da lerne ich daraus. Die beiden können mir ja noch viel beibringen“, sagt Moch und blickt mit mehr als einem Auge auf den noch möglichen achten Platz. „Wir rechnen natürlich alles durch. Aber auch wenn´s nicht reichen sollte, was ja eigentlich recht wahrscheinlich ist, dann wird uns niemand den Kopf herunter reißen. Es hat doch keiner gedacht, dass wir nochmal so eine Serie mit sieben Siegen starten.“


Der bald 22-Jährige, der letzte Saison in 16 Partien für Landesligist Bad Kissingen zwölf Tore selbst schoss und 20 vorbereitete, wurde in Düsseldorf geboren und erlernte bei der DEG auch das Eishockeyspielen, ehe er 2010 für zwei Jahre nach Bad Kissingen wechselte. „Ich war zuvor bei der Düsseldorfer 1b, die aber wurde aus Kostengründen aufgelöst“, erzählt er. Seine Mitspieler Sebastian May und David Bromé waren bereits in der Saalestadt verpflichtet. Der damalige Wölfe-Manager Andreas Goerke wollte auch Moch. „Ich hatte gerade mein Abitur gemacht und plante, mal was anderes zu sehen, wollte auch nicht mehr auf der Eishockey-Profi-Schiene fahren, sondern einfach mal ein, zwei Jahre Spaß haben.“ Dazu kam, dass der Verein einen Ausbildungsplatz anbot: Bei der Firma Seger Transporte lernt er nun gerade aus, steht vor seiner mündlichen Prüfung zum Groß- und Außenhandelskaufmann.

„Ich kenne so viele, die setzen nur auf Eishockey und stehen mit 30 Jahren dann da“, erklärt der mittlerweile in Schweinfurt wohnende Marvin Moch seine Zweigleisigkeit. Damit muss noch nicht Schluss sein. „Vielleicht studiere ich“, sagt der 21-Jährige und nennt Sportwissenschaften als interessantes Fach. Seine Zukunft ist noch gar nicht geklärt. Die Mighty Dogs werden ihn halten wollen, „und da spricht eigentlich auch nichts dagegen. Es sei denn, es kommt ein Riesenangebot. Noch bin ich für alles offen. Mit dem Eishockey erstmal richtig Geld verdienen, das wäre schon super!“ Im gelernten Job erstmal zu arbeiten und nebenbei auf dem Eis aufzulaufen, scheint ebenfalls nicht ausgeschlossen. Seine Familie und viele Freunde leben freilich noch in Düsseldorf. Nach Hause geht´s aber vorerst nur den Sommer über.

Steffen Reiser lobt Marvin Moch in den höchsten Tönen: „Er ist ein Supertyp, bescheiden und umgänglich. Man kann gegen ihn gar nichts sagen!“ Was das Eishockey-Vermögen betrifft, so spricht der Sportdirektor von „einer der positiven Überraschungen in dieser Saison. Dass er das Zeug für die Oberliga hat, das wusste ich ja. Dass er aber nach seiner langen Verletzung den Sprung von der Landesliga so schnell schafft, das ist schon überragend.“ Moch wird auf alle Fälle wieder auflaufen am Freitag. Pascal Schäfer stieg Mitte der Woche wieder ins Mannschaftstraining ein, bei dem Simon Knaup aus beruflichen Gründen komplett fehlte. Ob der Lehrer in Deggendorf mitwirken kann, wird sich kurzfristig ergeben.

Die ganz große Euphorie haben die sieben Siege in Serie noch nicht erzeugt. „Wir gehen die Sache ganz nüchtern an und denken von Spiel zu Spiel. Wir wollen nicht die Konzentration und den Focus verlieren“, sagt Reiser. „Zu viel Euphorie kann tragen, aber auch zu Nachlässigkeiten führen, die können wir jetzt überhaupt nicht gebrauchen.“ Punkte seien am Wochenende „auf jeden Fall“ in beiden Partien möglich. „Wenn die Mannschaft beherzt auftritt wie zuletzt, hat sie jetzt die Leichtigkeit und das Selbstvertrauen, um jeden Gegner zu schlagen. Auch wenn´s gerade in Deggendorf nicht leicht wird.“

Nach dem Heimmatch gegen Erding, das definitiv nicht langweilig wird, alleine schon aufgrund der Rivalität zwischen beiden Vereinen in den letzten Jahren, steht ein (Faschings-)Wochenende Pause an. Wohl diesen Samstag schon, am 2. Februar also, spätestens aber am Montag danach startet der limitierte und exklusive Vorverkauf der MultiCard zum ermäßigten Preis bei den Partnern. „Die Vorfreude auf diese Highlight steigt, dass kann man spüren. Selbst Dauerkartenbesitzer haben schon angekündigt, sich eine MultiCard zu sichern um die Aktion zu unterstützen“, weiß Reiser. Zum Spiel gegen Selb am 15. Februar kostet das Eintrittsticket im Vorverkauf einheitlich sechs Euro – verbunden mit 15 Bonusleistungen der diversen Partner. Nach diesem Derby und vor den abschließendne Partien gegen Regensburg und in Freiburg soll es möglichst noch immer um etwas gehen. „´We never give up´ und bereiten uns auf alle Eventualitäten vor…“, will Steffen Reiser nichts ausschließen.

Eishockey-Oberliga Süd:
Deggendorf Fire – Schweinfurt Mighty Dogs (Freitag, 20 Uhr)
Schweinfurt Mighty Dogs – Erding Gladiators (Sonntag, 18 Uhr, Icedome)

Unsere Bilder zeigen Marvin Moch in Aktion, vor dem Sponsorenwand, im Kreis der Auszubildenden bei der Münnerstädter Firma Seger Transporte und bei einer Behandlung bei Mannschaftsarzt Dr. Reiner Wirsching.

Und hier noch alles Wissenswerte rund um den ERV-Nachwuchs, der diese Berichte selbst schrieb und uns sendete:

ERV Jugend – EV Dingolfing 5:12

TSV Peißenberg – ERV Juniors 11:4 (3:2, 2:2, 6:0)
Am vergangenen Samstag ging es für unsere Juniors zum zweiten Mal in dieser Saison nach Peißenberg. Leider standen für diese Begegnung nur 9 Feldspieler plus zwei Torhüter zur Verfügung. Wer weiß was möglich gewesen wäre, wenn man hier mit ein paar Jungs mehr hätte auflaufen können. Peißenberg hatte bereits am Vortag ein Match zu absolvieren, dies war dem Team das den erzielten  Erfolg wohl etwas ausgiebig gefeiert hatte auch angemerkt.
Peißenberg begann munter und erspielte sich reihenweise Chancen. Es sollte aber bis zur 5 Minute dauern ehe die Gastgeber auch das erste Mal einnetzen konnten. Den Ausgleich für unsere Jungs erzielte in der 9. Spielminute Marcel Bendel nach einem Konter. Die Peißenberger rannten weiter auf das Gehäuse der Schweinfurter und konnten in der 13. Minute auch wieder in Führung gehen. Nur knapp 30 Sekunden später erhöhten sie auch noch auf 3:1. Wer nun dachte die Gäste fügen sich in ihr Schicksal, der hatte sich getäuscht. Hannes Eller konnte noch im ersten Abschnitt auf 3:2 verkürzen. Dieses knappe Ergebnis wurde vom Team auch mit in die erste Pause genommen.
Im zweiten Abschnitt gleichen sich die Bilder, Peißenberg macht enormen Druck und traf auch in der 23. Minute zum 4:2. Nur eine Minute später war es wieder Hannes Eller der auf 4:3 verkürzte. Die erneute Antwort von den Gastgebern folgte in der 26. Spielminute. Nach diesem Treffer zum 5:3 folgte der vereinbarte Torhüterwechsel bei den Juniors. Christian Lehmann machte Platz für Tizian Korb. In der 33. Minute machte schließlich Hannes Eller seinen Hattrick perfekt und verkürzte wieder auf 5:4. Weitere Treffer sollten in diesem Abschnitt nicht mehr folgen.
Die Geschichte des letzten Drittels ist dann schnell erzählt. In der Peißenberger Kabine dürfte es wohl aufgrund des knappen Ergebnisses nach zwei Abschnitten ordentlich laut geworden sein. Zumindest hat das Gastgeberteam die Schlagzahl nochmals merklich erhöht. Der zunehmende Kräfteverschleiß unserer Jungs führte dann mit zum deutlichen 11:4 das aber um drei bis vier Tore zu hoch ausfiel. Zu erwähnen war noch ein astrein geblockter Schlagschuss. Ca. 10 Minuten vor Schluss hatte Marcel Heurung den Schuss des Peißenberger Verteidigers geblockt und blieb zuerst auf dem Eis liegen. Er biss anschließend die Zähne zusammen und stellte sich bis zum Ende der Partie in den Dienst der Mannschaft.

ERV Schüler – SG Selb/Bayreuth 3:7   (1:2, 1:4, 1:1)
Nach mäßiger Leistung geben die ERV-Schüler verdient beide Punkte ab nach Selb bzw. Bayreuth. Konnte man das erste Drittel zumindest vom Ergebnis noch ausgeglichen gestalten, ging es trotz Ausgleichstreffer zu Beginn des zweiten Drittels „dahin“. Spätestens mit dem Doppelschlag zum 2:5 und 2:6 in der 35. und 36 Minute war das Spiel endgültig entschieden.
Gegen weitgehend vollzählige Gäste waren die Ausfälle von zwei Centern (gesperrt bzw. verletzt) zu schwerwiegend.
Glückwunsch an die Gäste, die mit diesem Erfolg weiter in der Spitzengruppe der Landesliga dabei bleiben, während sich die ERV-Schüler nach nun zwei Niederlagen in Folge mit einem Platz im Mittelfeld der Landesliga-Tabelle zurecht finden müssen. Vielleicht gelingt es mit Erding und Lindau andere Mannschaften der Spitzengruppe, die noch nach Schweinfurt kommen müssen, noch zu ärgern.
Tore/Assists für den ERV: Leon Müller 2/0, Luca Dumor 1/0, Lukas Zänglein 0/1, Dennis Lobach 0/1

ERV Schweinfurt – SG Höchstadt/Würzburg 3:2 (1:2, 2:0, 0:0)
Endlich mal ein knappes, spannendes Spiel für die Knaben. Das war für viele im Schweinfurter Lager das Fazit nach dem knappen Heimsieg über die SG Höchstadt/Würzburg.
Wie kam es, dass man erstmals nicht zweistellig siegen konnte. Ganz einfach. Drei Spieler bei der BEV-Maßnahme in Chemnitz, drei weitere 99er aus privaten Gründen verhindert. So verteilte sich heute die Verantwortung auf die verbleibenden Knabenspieler, die um Kleinschülerspieler ergänzt wurden, die alle erstmals bei den Knaben aushelfen durften. Die Kleinschüler, am gleichen Tag zu Gast in Augsburg, konnten selbst nur in begrenztem Maße Spieler abgeben.
Eine Anfrage wegen Spielverlegung hatte der zuständige Abteilungsleiter des Höchstädter EC rundweg abgelehnt, wohl in der Hoffnung die Situation ausnutzen zu können. Umso mehr freut der knappe Erfolg die Verantwortlichen in Schweinfurt, die das Verhalten auf Höchstädter Seite sicher nicht so schnell vergessen werden, da dies im Nachwuchseishockey absolut unüblich ist. So kam es zu einem niveauarmen Spiel, in dem die Gäste im ersten Drittel zweimal in Führung gehen konnten. Wurde die erste Führung noch in der gleichen Spielminute durch die ERV-Knaben egalisiert, musste man auf den zweiten Ausgleichstreffer bis zur 26. Spielminute warten.
Der Führungstreffer der ERV-Knaben in der 38. Spielminute sollte dann bis zum Ende Bestand haben. Auch weil die Gäste beste Einschussmöglichkeiten im letzten Spielabschnitt ausgelassen haben. Letztlich bleiben die Knaben auch nach dem heutigen Tag Verlustpunkt frei an der Spitze der Gruppe. Bei noch fünf ausstehenden Partien und 10 Punkten
(Minuszähler) Vorsprung (Tordifferenz im Vergleich zum Zweitplatzierten +208!) sollte wohl nicht mehr allzu viel schief gehen bei der Mission Gruppensieg.
Tore/Assists für Schweinfurt : Akers Jamie 2/1, Pretzer Kevin 1/0, Pfister Tilman 0/1, Terletzki Linus 0/1

Augsburger EV II – ERV Kleinschüler 6:7 (1:1, 3:1, 2:5)
Am Samstag früh um 6 Uhr startete das Rumpfteam der Kleinschüler ihren Weg zum Augsburger EVII. Scheinbar steckte den Jungs die frühe und lange Anfahrt noch in den Knochen, denn das erste Drittel wurde zwar überlegen geführt aber vorm Tor ohne Konzentration. So musste unser Torhüter Leon Holzheimer einen von Leon Häring unglücklich abgefälschten Schuss zum 0:1 hinnehmen. Alexander Asmus konnte durch einen satten Schuss aus der Drehung zwar noch zum 1:1 ausgleichen, aber mehr war nicht drin. So ging es leider auch im 2.drittel weiter. Sogar ein Penalty konnte von unserem Stürmer Edgar Simon nicht verwandelt werden, und so stand es 4:2 nach 40 Minuten. Trainer Andreas Kleider stellte in der Pause die Reihen um, was sich auszuzahlen schien. Kurz vor Schluss konnte man den verdienten 6:6 Ausgleich schießen. Der Jubel war groß , doch der Trainer wollte mehr und nahm eine Auszeit. Zur Überraschung aller mitgereisten Schweinfurter Spielereltern nahm er den Keeper vom Eis, der nun von Lucas Kleider als 6.Feldspieler ersetzt wurde. Die Augsburger kamen noch zu 2 Einschussmöglichkeiten, welche aber durch den starken Einsatz der Spieler abgewehrt werden konnten. Christian Beetz zog sich dabei sogar eine Schnittwunde zu, und musste draußen bleiben. 10 Sekunden vor der Schlusssirene bekam Edgar Simon einen schönen Pass aus der eigenen Abwehr, nahm den Puck an und umfuhr den Keeper um das Siegtor zum 7:6 zu schießen. Am Ende stand also ein verdienter aber glücklicher 14. Sieg im 14. Spiel der Saison. Dies ist für einen Aufsteiger schon ein toller Ergebnis, und bestätigt immer mehr die Arbeit des Trainergespanns.

Die nächsten Begegnungen im Icedome
Sa. 09.02.2013 11:30 Uhr ERV Kleinschüler – EV Weiden
Sa. 09.02.2013 17:00 Uhr ERV Juniors – VER Selb
So. 10.02.2013 12:00 Uhr ERV Knaben – EV Pegnitz

Weitere Infos gibt es unter www.ervsw-nachwuchs.de


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