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Einen Heimsieg ins Geschenkpapier: Was gegen Düsseldorf nicht klappte, soll gegen Werder Bremen gelingen


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BAD KÖNIGSHOFEN – Der etwas sonderbar zerrissene Spielplan der Tischtennis-Bundesliga ist dem nationalen und internationalen Turnierplan der rund 60 gemeldeten Spieler aus elf Vereinen geschuldet. Das bezieht sich sowohl auf die lange Spanne zwischen Saisonende Mitte März (für die hinter den Playoff-Rängen 1 bis 4 Platzierten) bis Mitte August als auch auf die eingeschobenen Turnierpausen.

Für den TSV Bad Königshofen kommt noch etwas besonders Unrhythmisches hinzu: Kein Heimspiel vom 14. Oktober bis 25. November, dann gleich drei an drei Sonntagen (Düsseldorf, Bremen, Grenzau) hintereinander. Für manche der 1207 Zuschauer, die vor einer Woche die ShakehandsArena gegen Düsseldorf füllten, mag das etwas viel sein. Die meisten werden es bei der aktuell hervorragenden Verfassung der Mannschaft sogar begrüßen und sich auf die nächsten Weltklasse-Ballwechsel freuen.

Zumal die Mannschaft nach drei Niederlagen in Folge besonders gierig auf den vierten Saisonsieg sein sollte. Dass es gegen Düsseldorf nicht geklappt hat, mag man drehen und wenden wie man will: ob Können oder Kondition, Technik oder Taktik, Erfahrung oder Fügung nach 200 Minuten Hochspannung. Bei den fehlenden zwei nach 369 gespielten Ballwechseln, bei all den Kantenbällen, Netzrollern und Fehlaufschlägen zwischendurch: Übrig bleiben wahrscheinlich doch nur Glück und Pech als oberste Richter. In keiner zweiten Ball-Sportart entscheiden zwei Mal fünf Sekunden über Sieg und Niederlage. Als Sieger lässt sich´s leicht so schön formulieren, wie es der Borussia-Manager Andy Preuß hinterher tat: „Eigentlich hätte es heute zwei Sieger geben müssen.“ Acht Tage vorher war es für ihn beinahe genau so eng beim 3:2-Sieg gegen Werder Bremen.


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Also treffen hier zwei Düsseldorf- und Pech-Geschädigte aufeinander, zwei Tabellennachbarn zudem. Bremen (8.), vor Königshofen (9.), Grenzau (10.) nächsten Sonntag, dahinter: Im besten Fall könnten die Ort, Oikawa und Majoros noch vor Weihnachten den Klassenerhalt in Geschenkpapier einwickeln. Gegen beide konnte der TSV Bad Königshofen in der Vorrunde auswärts gewinnen. Was auf alles andere als eine klare Favoritenrolle der Gastgeber schließen lässt. Bremen hat zwei Wochen zuvor eine fast identische Rolle gegen Düsseldorf gespielt. Und gegen Grenzau lief es vorigen Sonntag nicht besser, wurden bei der 1:3-Niederlage in zwei der drei verlorenen Spiele Matchbälle vergeben. Werders Absturz vom Pokalfinalisten im Januar 2018 über die verpassten Playoffs als Tabellenfünfter (18:18) setzte sich in dieser Saison fort, begann bereits mit der damals sensationellen 0:3-Heimniederlage (2:9 Sätze) gegen den TSV Bad Königshofen.

Mit acht Punkten Rückstand auf die Playoff-Plätze dürfte die Saison gelaufen sein für die Mannschaft von der Weser. Doch Tischtennisspieler haben in solchen Situationen weitere, individuelle Ziele. Es geht auch um einen Arbeitsplatz in der nächsten Bundesliga-Saison und den gibt es unter anderem über die Weltrangliste, mehr noch über die persönliche Bilanz in der TTBL. Momentan steht das Werder-Trio in der Summe in der Weltrangliste immer noch weit vor den Königshöfern. Worauf sich auch Kilian Ort in seiner Einschätzung bezieht: „Auf dem Papier sind sie immer noch der Favorit.“ Um dann einzugrenzen: „Außenseiter sind wir auch diesmal, aber nur noch leichter, schon auf Grund des Hinspiels.“

Ort bringt zudem die Bedeutung von Bastian Steger (37 Jahre, WR 47), zweifacher Olympia-Medaillengewinner, für die Mannschaft zum Ausdruck. Aber auch deren Abhängigkeit von ihm. „Die anderen Drei sind solide Bundesligaspieler.“ Hunor Szösc, Rumäne, 26, WR 79, Gustavo Tsuboi, Brasilianer, 33, WR 49, Florent Lambiet, Belgier, 22, WR 114. „Wenn Basti zwei Punkte macht, dann sind sie für jede Mannschaft gefährlich.“ Denn mit Lambiet/Tsuboi haben sie ein gut eingespieltes Spezialisten-Doppel. Steger, ein typischer Teamplayer, ist mit 12:5 einer der erfolgreichsten Punktesammler der Liga.

Ort rechnet sogar damit, dass Werders Jüngster Lambiet eine Chance im Einzel bekommt, „weil es bei den zwei anderen nicht so toll gelaufen ist bisher.“ Gern blickt er zurück zum 19. August. „Da haben wir beim Hinspiel unsere bisher beste und geschlossenste Leistung gezeigt und bewiesen, dass wir sie schlagen können. Wir hoffen natürlich, das am Sonntag wiederholen zu können. Wir haben uns fest vorgenommen, in der Rückrunde noch für die eine oder andere Überraschung zu sorgen.“ Einen Heimsieg gegen Bremen gab es bisher nicht.

Tischtennis, 1. Bundesliga Herren:
Sonntag, 2. Dezember, 15 Uhr:
TSV Bad Königshofen – SV Werder Bremen

Auf dem Bild: Kilian Ort (links) und Bence Majoros mussten in den bitteren Apfel der hauchdünnen Niederlage gegen Borussia Düsseldorf beißen. Diesen Sonntag wollen sie im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen den Spieß umdrehen.

Rudi Dümpert für sw1.news







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