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Eishockey-Skandal: Königsbrunns Trainer beleidigt die Nordbayern als „Zipfelgesichter“


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SCHWEINFURT / BAD KISSINGEN – Kommenden Sonntag steigt das große Eishockey-Derby: Die Mighty Dogs empfangen Tabellenführer Bad Kissingen, der Platz eins hielt, obwohl die Mannschaft am letzten Wochenende aufgrund Personalmangels nicht in Moosburg antreten konnte. Der Unterfranken-Schlager wird überschattet von unfassbaren Giftpfeilen aus dem Süden Bayerns.

Nachdem sich schon die Pfaffenhofener Verantwortlichen äußerten, dass sie keine Teams aus Nordbayern in der Bayernliga haben wollen, schoss nun der Königsbrunner Co- und Torwartrainer Sven Rampf nach dem Sieg der Schwaben in Buchloe den Vogel ab. „Buchloe und noch irgendeiner aus der Ecke“ solle „mit nauf“ gehen in die Bayernliga – „und die anderen drei soll´n da bei den Preiß´n spieln oder irgendwo. Die Zipfelgesichter will da keiner sehen in der bayrischen Liga! Weil das hat eh nix mit Bayern zu tun.“

Zu sehen und hören ist das alles auf dem offiziellen Video der Pressekonferenz.





Rampf nimmt auch noch die Bad Kissinger explizit auf´s Horn und spricht von seiner Verwunderung, wie die Wölfe denn auch aus beruflichen Gründen keine Mannschaft letzten Freitag zusammen gebracht haben können, wo sie doch elf Profispieler hätten. „Von denen arbeitet keiner. Ich weiß nicht, ob sie in der Pommesbude im Eisstadion arbeiten?“, fragt Rampf und erntet nur noch Hohn und Spott aus Unterfranken. „Ich wusste gar nicht, dass da unten eine ist!“, bezieht Michael Rosin das auf das Eisstadion in Königsbrunn.

Der Vorsitzende und Co-Trainer der Bad Kissinger Wölfe hört aus dem Video auch noch eine eindeutige Wettbewerbsverzerrung heraus. Beide Trainer machen mehr oder weniger schon untereinander aus, am letzten Spieltag der Verzahnungsrunde, wenn sie in Königsbrunn wieder aufeinander treffen, so zu spielen, dass man einen Nachteil erwirke für die Vereine Unterfrankens. Verwunderung im Nordbayern löst auch die in den Raum gestellte Absprache aus, wonach die Süd-Bayernligisten nächste Saison gegen Bad Kissingen nicht antreten wollen, sollten die Wölfe aufsteigen.

Auch die Schweinfurter Eishockey-Fans sind geladen. „Wir vermuten einfach mal, dass Sie während des Spiels … einen Puck an den Kopf bekommen haben. Anders kann man Ihre Aussage nicht erklären“, schreiben die Supporters in einem offenen Brief an Sven Rampf im Internet. Kurz vor dem Derby erklärt man sich also ein bisschen solidarisch mit den Saalestädtern, bezieht den Ärger auf die „Süd-Mafia“ freilich in erster Linie auf die generelle Aussage gegen die „Zipfelgesichter“.

Michael Rosin bringt das, was die letzten Wochen mit dem Interview des Münchner Merkur mit Marc Hindelang, dem BFV-Obmann und DEB-Vizepräsidenten, ins Rollen kam, auf den (ausführlichen) Punkt. „Was für eine Eishockeywelt: Ein Offizieller des Verbandes in München und des DEB bringt zusammen mit der Presse des Münchner Merkur einen Stein ins Rollen über eine Angelegenheit, die in den Durchführungsbestimmungen explizit erlaubt ist und verursacht damit einen Shitstorm, der eine komplette Region und viele Vereine dort über einen Kamm scheert und die Arbeit der Vereine dort komplett „in den Dreck zieht“ und zunichte macht“, sagt Rosin.

Und weiter: „Die bekannte Eishockeyzeitschrift berichtet eine Woche darauf in einem Artikel über den „Legionärswahnsinn in der Landesliga“, ohne vorab mit den betroffenen Vereinen zu reden. Stellungnahme der Verfasserin: Vom Redakteur so gewünscht! Zwei Wochen später wird der Artikel erneut aufgegriffen und auch hier wieder nur halbherzig über die wahren Hindergründe berichtet. Eine halbherzige Stellungnahme des Offiziellen des Verbandes und des DEB’s führte dazu dass ziemlich jeder Verein im Zuständigkeitsbereiches des Verbandes auf den Zug mit aufspringt. Ehemalige DEL Spieler und Profispieler geben Statements in öffentlichen Pressekonferenzen ab, die wiederrum gegen das Eishockey in einer kompletten Region sind und rufen damit öffentlich dazu auf den Wettbewerb zu verzerren, um ja keine Vereine aus dem Norden in die Nähe der Bayernliga kommen zu lassen“, so der Bad Kissinger Funktionär.

Er hat erfahren: „Sechs- bis siebenjährige Kinder von Nachwuchsmannschaften werden auf Auswärtsturnieren von Eltern und Verantwortlichen anderer Vereine auf übelste Art und Weise beleidigt und als „Söldner“ bezeichnet. Wir fragen uns „Was hat das noch mit Sport zu tun. Was geht in Euren kranken Köpfen vor?“ Ein wenig Treten und Stechen zwischen Vereinen und Fans gehört ohne Zweifel bei jeder Sportart dazu. Aber bei Beleidigungen von Kindern hört der Spaß definitiv auf. “

Michael Rosin: „Diejenigen, auf die dieser Beitrag detailliert abzielt, wissen ganz genau, wie sie Ihre Spielbälle ausspielen müssen, um diesem Wahnsinn endlich ein Ende zu setzen. Ihr könnt uns als Vorstände gerne beschimpfen, müsst aber damit rechnen, dass wir dagegen vorgehen werden. Aber lasst die Kinder aus „Euren kranken Gedanken“ raus!!! Eines sei noch gesagt: Bad Kissingen wird diese Saison sportlich und fair zu Ende spielen, ganz egal welcher Gegner kommt. Uns ist es egal, gegen wen oder wann wir spielen. Wir machen keine Unterschiede zwischen Süd, Nord, West, oder Ost.
Sportlich zählt die Leistung, die die Mannschaften auf dem Eis abliefern, und der Bessere möge gewinnen. Nicht mehr und nicht weniger.“

Besagte „bekannte Eishockeyzeitschrift“ ist die in Straubing im Süden ansässige Eishockey NEWS. Julia Carsten, Mitarbeiterin der Erding Gladiators, die laut Facebook bei Kaiser´s Tengelmann arbeitet, verfasste einen ersten Beitrag über die Problematik nur mit den Aussagen von Marc Hindelang, hörte sich erst 14 Tage später in Teil zwei des Beitrages die betroffenen Vereine an. „Schön dass vorher mit Kanonen auf die Spatzen geschossen wurde, ohne sich wehren zu können… Und wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, dann werden nur einzelne Vereine gehört“, ärgert sich Michael Rosin.

Die Haßfurt Hawks hätte man beispielsweise gar nicht gefragt. Auch die Schweinfurter nicht. Dafür aber die Königsbrunner, die selbst als EHC gar keinen eigenen Nachwuchs haben, sondern der auf einen Kooperationvertrag mit dem EV Königsbrunn angewiesen ist. Ohne dessen Jugendmannschaften dürften die Königsbrunner noch nicht mal mit einer ersten Mannschaft antreten. Und in der spielen überwiegend ausrangierte Augsburger und mittlerweile auch schon zahlreiche Ex-DEL-Cracks…







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3 Kommentare

  1. Sehr ärgerlich, dass sich Vereine wie Pfaffenhofen und auch Königsbrunn zu solchen Aussagen hinreißen lassen.
    Selbst sind diese Vereine kein Deut besser, mit z.B. 4 Kanadiern im Team (Pfaffenhofen) oder 3 Legionären + EX-Profis (Königsbrunn). Von daher sollte man zuerst vor der eignen Haustüre kehren, bevor andere verurteilt werden.

    • Sehr geehrter Herr Schmidt,

      Pfaffenhofen hatte während der ganzen Bayernliga Sasion nur 2 Kontigentspieler. Um mit den Landesliga Vereinen mithalten zu können sind die Trainer zurück getreten um 2 weitere Kontigentspieler verpflichten zu können. Und damit hat Paffenhofen immer noch weniger Kontigentspieler als andere Landesliga Vereine. Ich kann Pfaffenhofen keinen Vorwurf machen der zu diesen Maßnahmen gezwungen wurde.

  2. Jahrelang mit ausgedienten DEL-Profis vom AEV überlebt und so zu schmarren, einfach lächerlich, aber auch ich bin der Meinung das eine Selbstbeschränkung der Vereine mit dem Verband zu Profispielern (egal ob DEL-, Tschechische- Canadische- oder Russische Spieler), aber jetzt so eine Diskussion anzufangen lächerlich Herr Rampf

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