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Ex-Fußballprofi Dr. Reiner Wirsching wird am Freitag 50 Jahre alt: Ungeschlagen gegen den FC Bayern München!


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SCHWEINFURT / VOLKACH – Am Freitag, den 18. Januar, wird einer der ganz großen Fußballer der Region 50 Jahre alt. Der aus Stammheim stammende und heute mit der Familie in Volkach lebende Reiner Wirsching hätte 1990 beinahe noch den Sprung in die Nationalmannschaft geschafft, die später in Rom Weltmeister wurde. Vier Jahre später war dann die „Flasche leer“, weil Wirsching im Dress des TSV Vestenbergsgreuth Giovanni Trapattonis FC Bayern München aus dem Pokal schmiss. Was Dr. Reiner Wirsching heute macht? Wir fragten ihn….

50 Jahre – was bedeutet für Sie diese Marke?
Dr. Reiner Wirsching: Die Zahl 50 an sich bedeutet nichts besonderes für mich. Generell stört es mich allerdings, dass man bestimmte Dinge nicht mehr so machen kann, wie man es gerne möchte.


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Was speziell?
Dr. Reiner Wirsching: Bestimmte Belastungen sind einfach nicht mehr möglich, zum Beispiel intensives Fußballspielen.


Es juckt also noch?
Dr. Reiner Wirsching: Ja natürlich.

Wie weit ist die Karriere als Fußballer nun für Sie weg?
Dr. Reiner Wirsching: Ziemlich weit. Es sind ja schon mehr als 20 Jahre. Und so fühlt es sich auch an.

wikipedia hat ein „Loch“ bei der sportlichen Laufbahn und endet nach dem Pokaltriumph 1994 mit Vestenbergsgreuth gegen Bayern München. Was haben Sie alles danach noch gemacht als Spieler?
Dr. Reiner Wirsching: Ich habe mich in dem Spiel gegen die Bayern nochmals am Knie verletzt und habe danach eine Saison Regionalliga in Weismain gespielt. 1996 bis 1997.

2002 gab´s die Trainerstation beim Würzburger FV. Warum nur dort und so kurz?
Dr. Reiner Wirsching: Das hat mich damals gereizt. Wir hatten auch ein interessantes Konzept. Das ließ sich aber mit den damals Verantwortlichen nicht umsetzen.

Konzept welcher Art?
Dr. Reiner Wirsching: Konzept war, mit einer jungen Mannschaft aus der Umgebung Bayernliga-Fußball zu spielen. Im taktischen Bereich mit einem intensiven Forechecking den Gegner unter Druck zu setzen. So wie das heute ja eigentlich üblich ist.

Reiner Wirsching und Fußball – das bedeutet heute…..
Dr. Reiner Wirsching: Ab und zu noch selbst spielen, manchmal samstags Bundesliga schauen und manchmal Champions League. Je nachdem, wie es die Zeit erlaubt.

Was machen Sie momentan als Arzt?
Dr. Reiner Wirsching: Ich arbeite als Chirurg, Orthopäde und Sportmediziner in Schweinfurt in eigener Praxis in der Stresemannstraße 11. Schwerpunkt ist die Arthroskopische Chirurgie mit Gelenkspiegelungen und Kreuzbandersatzplastiken. Und ich bin dort Durchgangsarzt für Arbeitsunfälle.

Und da gehen dann überwiegend Fußballer ein und aus?
Dr. Reiner Wirsching: Unter meinen Patienten sind sehr viele Fußballer. Das bringt das Spiel schon mit sich.

Warum betreuen Sie als Mannschaftsarzt die Eishockeyspieler der Mighty Dogs?
Dr. Reiner Wirsching: Das mit den Mighty Dogs hat sich schon vor zehn Jahren ergeben. Mich hat es damals gereizt, Spieler eine Sportart zu betreuen, die ich damals nicht kannte und der ERV Schweinfurt hat einen Vereinsarzt gesucht. Im Fußball betreue ich einige höherklassige Mannschaften aus der Umgebung zum Beispiel die Würzburger Kickers oder den TSV Aubstadt.

Was war der Höhepunkt Ihrer Karriere? Das 1:0 im Pokal gegen Bayern München?
Dr. Reiner Wirsching: Das mit Vestenbergsgreuth gegen die Bayern war schon ein Highlight. Das 4:0 in Nürnberg gegen die Bayern war sicherlich ein weiterer Höhepunkt. Ich bin wohl einer der wenigen Bundesligaspieler, die noch nie gegen die Bayern verloren haben…. Der heutige Schweinfurter Trainer Gerd Klaus war übrigens damals in Vestenbergsgreuth mein Teamkollege genauso wie später in Weismain.

1988 bis 1990 lief´s ja richtig rund im Dress des 1. FC Nürnberg. Wie dicht waren Sie davon entfernt, noch auf den WM-Zug 1990 aufzuspringen?
Dr. Reiner Wirsching: Das kann ich schlecht beurteilen. Da müsste man den Franz Beckenbauer fragen. Aber es war wohl ziemlich knapp.

Gab´s mal einen Kontakt zum „Kaiser“?
Dr. Reiner Wirsching: Nein nichts Konkretes.

Was blieb aus der Zeit als Profi: Viele Freundschaften zu einstigen Teamkollegen?
Dr. Reiner Wirsching: Nein, da ist nicht viel übrig geblieben.geblieben. Die ehemaligen Teamkollegen sind in alle Winde verstreut.

Gibt´s noch Verbindungen zum Club?
Dr. Reiner Wirsching: Ja, ich spiele ab und zu in der Traditionsmannschaft mit.

Und für das eine oder andere Tor reicht es da noch?
Dr. Reiner Wirsching: Eher selten, da gibt es mittlerweile jüngere, die dafür zuständig sind.

Wer waren damals in der Bundesliga die besten Kumpels?
Dr. Reiner Wirsching: Christian Hausmann und Hansi Heidenreich.

Wie sind die Kontakte zum FC 05?
Dr. Reiner Wirsching: Dr. Reiner Wirsching: Soweit gut. Ich versuche regelmäßig in der FC 05-Traditionsmannschaft mitzuspielen. Ansonsten kenne ich sowohl Sportdirektor Rüdiger Mauder wie eben auch Gerd Klaus von früher. Und ganz aktuell hat es sich ergeben, dass ich als Mannschaftsarzt bei den Schnüdeln zur Rückrunde einsteigen werde.

Demnächst wird Ihr Bruder Dieter 40, feiert also auch runden Geburtstag. Wie würden Sie sich beide – vergleichend – als Fußballer beschreiben?
Dr. Reiner Wirsching: Ich würde sagen, ich war eher für die Offensive, Dieter eher für die Defensive zuständig.

Und was die die Berufe betrifft: Reiner Wirsching als Bankkaufmann und Finanzberater wie Ihre Brüder Dieter und Günter – wäre das denkbar gewesen?
Dr. Reiner Wirsching: Nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Ich habe früher selbst zwei Semester Betriebswirtschaftslehre studiert, das hat mir aber keinen Spaß gemacht.

Ist es gerecht, dass ein Fußballer mehr Geld verdienen kann als ein Arzt?
Dr. Reiner Wirsching: Finde ich nicht ungerecht. Ist doch eine außergewöhnliche Leistung, wenn man so gut Fußball spielen kann, dass man in der Bundesliga spielen darf. Und der Markt gibt es aktuell her, dass die Spieler entsprechend verdienen können.

Was machen die Kinder, sind die mit sportlichem Talent gesegnet?
Dr. Reiner Wirsching: Schon, sie spielen vor allem alle drei Golf und sind heute schon 18 und 19 und 22 Jahre alt. Sebastian ist 2012 in Mainsondheim Clubmeister geworden. Daniel und Nadja haben sehr viel Talent, haben aber derzeit andere Interessen und spielen zu wenig.

Ihre Frau ist ja auch Ärztin. Haben Sie sich beim Studium kennengelernt?
Dr. Reiner Wirsching: Wir haben zusammen studiert, ich kannte sie jedoch schon von der Schule. Wir sind zusammen ins Gymnasium gegangen.

Wie war das mit der Ü 40 des TSV Bergrheinfeld und der Meisterschaft bei den Senioren vor wenigen Jahren? Auch ein besonderes Erlebnis?
Dr. Reiner Wirsching: Das war nochmal Fußball auf hohem technischen Niveau. Und mit einer Truppe, in der das Fußballspiel richtig Spaß gemacht hat.

Immerhin können Sie sich seitdem Deutscher Meister nennen. Vom Club damals hat das keiner geschafft. Sie haben ja bis 25 beim Heimatverein Stammheim gespielt. Wäre rückblickend mehr drin gewesen, wenn Sie mit 14, 15 schon in eines der heutigen Fußball-Leistungszentren gekommen wären?
Dr. Reiner Wirsching: Das ist gut möglich. Heute sind die Spieler in den Leistungszentren deutlich besser ausgebildet als früher, beispielsweise was taktische Dinge angeht. Ich musste mich in meiner Spielweise doch erheblich umstellen nach dem Wechsel in die Bundesliga. Das hat einige Zeit in Anspruch genommen.

Zur Person: Reiner Wirsching spielte bis 1988 für seinen Heimatverein SV Stammheim überwiegend in der Bezirksliga, wechselte erst mit 25 Jahren zum FC Schweinfurt 05. Nach einer überragenden Vorrunde sicherte sich der 1. FC Nürnberg die Dienste des Medizinstudenten, der beim Club den nach Frankfurt gewechwelten Dieter Eckstein ersetzen sollte. Wirsching gelangen schon im ersten Spiel beim 5:3 gegen St. Pauli zwei Tore. Sechs waren es am Saisonende. Das wichtigste des offensiven Mittelfeldspielers war das 1:0 beim 2:1 gegen Bayern München, das den Klassenerhalt bedeutete. Sechs Treffer gelangen ihm auch in der Vorrunde der Saison 1989/90, dann aber nur noch ein weiteres bis Saisonende. 1990/91 war Wirsching lage verletzt und schoss in 26 Partien nur ein Tor. Nach 72 Spielen und 14 Treffern wechselte er zurück zum FC Schweinfurt 05, verpaste mit den Schnüdeln 1994 aber den Sprung in die neu gegründete Regionalliga. Zahlreiche Leistungsträger verließen den Verein. Reiner Wirsching ging wie auch Wolfgang Hüttner oder Ralf Scherbaum zum TSV Vestenbergsgreuth, promovierte 1996 zum Doktor der Medizin, spielte bis 1997 noch beim Regionalligisten SC Weismain und war 2001 für kurze Zeit neben Trainer Jochen Seuling als Teamchef verantwortlich für den Würzburger FV in der Bayernliga. In dieser Zeit spielte der WFV in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den TSV 1860 München und verlor am Dallenberg vor 10.000 Zuschauer mit 0:10. Reiner Wirschings Bruder Dieter wird am 14. März diesen Jahres 40 Jahre alt.

Den Beitrag stellte uns das fränkische Portal anpfiff.info zur Verfügung, das seit 1. Januar diesen Jahres kick-ticker.de übernommen hat und das in und um Schwienfurt und den angrenzenden Spielkreisen nahezu alle Ligen abdecken möchte mit immer wieder lesenswerten Reportagen, Interviews, Spiel- und auch Hintergrundberichten.


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