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Gehandicapt, aber hoch motiviert reist Bad Königshofen zum hessisch-bayerischen Derby nach Fulda


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BAD KÖNIGSHOFEN – Angesichts des Etats und der daraus resultierenden Möglichkeiten bei der Kader-Zusammenstellung ist die Position des TSV Bad Königshofen in der Tischtennis-Bundesliga Stand heute eine sehr komfortable. Die Mannschaft von Trainer Koji Itagaki ist als Tabellen-Siebter punktgleich (je 10:14) mit Grenzau, dem letzten Gegner, und Fulda (6.), dem vom Sonntag.

Drei Spiele gingen 2:3 verloren. Hätte man sie gewonnen, stünde man auf einem Play-Off-Platz. So können die Ort, Oikawa, Majoros und Zeljko ohne jeden Druck die letzten acht Spiele der Saison angehen. Dies gilt auch für dieses letzte Spiel 2018 bei einem Gegner, der ebenfalls bereits für die nächste Runde plant, aber aus einem anderen Grund. Der Vergleich dieser beiden Vereine zeigt, dass alles eine Frage der Perspektive ist, woher komme ich, wohin will ich.


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Die Mannschaft um den Nationalspieler Ruwen Filus war am Ende der vergangenen Saison Tabellenzweiter. Da will man nicht Siebter werden. Den Platz des Dänen Jonathan Groth hat der U21-Europameister Tomislav Pucar eingenommen. Im Kader stehen drei Spieler mit chinesischen Wurzeln, aber deutschem Pass: Xi Wang (Nr.1), Fan Bo Meng (Nr. 4, 18-jähriger Deutscher Jugend-Vizemeister 2018) und Qing Yu Meng (Nr. 6, Spielertrainer). Der wahrscheinlich weltbeste Abwehrspieler Ruwen Filus (Nr. 2) und der kroatische Nationalspieler Pucar komplettieren die Auswahl. Der TTC spielt zurzeit seine 16. Bundesliga-Saison. Drei Mal wurde er Deutscher Vizemeister (2014/15/17), vier Mal Pokal-Vizemeister, ein Mal ETTU-Pokal-Vizemeister. Wenn Bad Königshofen noch nie so gut war wie momentan, steht Fulda so schlecht wie seit Jahren nicht in der Tabelle. Der Zug zu den Play-Offs dürfte nach der 0:3-Niederlage gegen Düsseldorf ohne Fulda nach Frankfurt fahren.

Als erste Trotzreaktion folgte aber der 3:1-Sieg in Bremen, just als der TSV seinen zweiten Sieg (nach dem 3:1 gegen Bremen) hintereinander gegen Grenzau feierte. Doch wenn noch so viel nach einem Augenhöhe-Duell aussieht: Es wird es vermutlich nicht sein. Nicht, weil man in den bisherigen Vergleichen (1:3, 2:3, 0:3) noch nie die Nase vorn hatte. Sondern weil Mizuki Oikawa, der seine letzten sechs Einzel gewonnen und mit 14:4 die zweitbeste Bilanz der Liga hat, nicht dabei ist. Der 22-jährige japanische Studenten-Meister hat sich mit diesem Titel die Teilnahme-Berechtigung an einem Qualifikationsturnier erworben, bei dem 20 Japaner einen Platz im Nationalteam für die WM im Frühjahr in Budapest ausspielen. Mit ihm wäre Fulda womöglich reif gewesen, zum ersten Mal geschlagen zu werden. Ohne ihn sinken die Chancen erheblich. Man sollte im Fan-Bus zwei Plätze für Glücksgöttin Fortuna und das Prinzip Hoffnung reservieren.

Eine großer Rolle könnte die Aufstellungs-Taktik spielen. Kilian Ort kennt die wahrscheinlichen Gegner natürlich aus dem Effeff. „Pucar, der Jahrgang von mir und unserem Filip Zeljko, ist ein sehr aggressiver, sehr großer Spieler. Mit ihm gibt’s normalerweise nicht die langen Rallyes, weil er immer schnell auf den Punktgewinn mit brachialen Schlägen geht. Er hat im Hinspiel Mizuki geschlagen und das sagt schon alles.“ Längere, schöne Ballwechsel werde es gegen die beiden Abwehrspieler Xi Wang und Ruwen Filus geben, wobei Fulda die einzige Mannschaft mit zwei Defensivkünstlern ist. Gegen Filus hat Ort bei den DM in Berlin im Viertelfinale erstmals gewonnen. „Ruwens Stärke liegt in seiner Variabilität, plötzlich von Abwehr auf Angriff umschalten zu können. Dagegen wehrt Wang Xi mit mehr Schnitt in der Rückhand ab, umläuft sie aber oft und bringt seinen Vorhandschwinger zum Einsatz.“ Das musste Ort am Ende des fünften Satzes beim Hinspiel (9:11) leidvoll erfahren.

Gegen Fulda haben wir besonders wegen der zwei Abwehrspieler immer unsere Probleme. Schöne Ballwechsel sind aber garantiert. Und so sicher wären zwei Punkte von Mizuki auch nicht gewesen. Wir hätten ihn natürlich gerne dabei gehabt, wollen Fulda aber auch so einen heißen Kampf liefern.“ Manager Andy Albert spricht schon vor diesem Kehraus von einem „sehr erfolgreichen Jahr 2018. Ohne Kilians Verletzung hätten wir noch besser abgeschnitten. Wir werden in der Liga ernst genommen. Man respektiert unsere Leistung. Unsere jungen Spieler werden immer besser und wecken die Begierde der Konkurrenz.“ Dass Oikawa fehlt, sieht Albert deshalb „positiv, weil Kilian jetzt in die Leader-Rolle schlüpfen kann. Wenn er einen guten Tag erwischt, traue ich ihm zwei Punkte zu. Bence und Filip können beweisen, wie gut sie sind und sich womöglich für die nächste Saison anbieten.

TISCHTENNIS – Bundesliga Herren

Sonntag, 23. Dezember, 15 Uhr:

TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell – TSV Bad Königshofen

Auf den Fotos: In dieser Pose sähe sich Kilian Ort oder Filip Zeljko am liebsten nach dem Derby in Fulda. Bence Majoros will wieder mal einen Punkt-Beitrag leisten beim Derby in Fulda.

Text und Bilder: Rudi Dümpert für sw1.news



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