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Gold und Silber für Kilian Ort: Zwei Bälle fehlten zum ganz großen Coup


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BUDAPEST / BAD KÖNIGSHOFEN – Fast wie ein Anfüttern für den Bundesliga-Auftakt am morgigen Sonntag, 15 Uhr, gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen wirkt der größte internationale Tischtennis-Erfolg, der dem Lokalmatador des TSV Bad Königshofen Kilian Ort in Budapest gelang.

Bisher hatte er je einen Weltcup-Sieg im Mixed (Spanish Open) und im Doppel (Thailand Open) auf seiner Erfolgsliste. Was er diese Woche beim mit 75000 Euro Gesamt-Preisgeld und 400 Punkten für den Titelgewinn dotierten Turnier der WTT Contender Serie schaffte, überragt alles Bisherige, was ihm in Herren-Konkurrenzen je gelang. Er zog in zwei Endspiele ein, „obwohl ich keine so tolle Vorbereitung hatte wegen einiger Blessuren am Fuß.“ Als es sich abzeichnete, dass er so lange wie nie in zwei Konkurrenzen gleichzeitig dabei sein würde, stellte er, von sich selber überrascht, fest: „Mir gehen die T-Shirts aus.“


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Im Gegensatz zu den direkt fürs Hauptfeld qualifizierten Nationalteam-Kollegen Ruwen Filus (Fulda), Benedikt Duda (Bergneustadt) und Dang Qiu (Düsseldorf) musste Ort ebenso wie sein Doppelpartner Tobias Hippler (Köln) und Fanbo Meng (Fulda) durch die Qualifikations-Mühle und zwischendurch immer im Doppel ran. Im Hauptfeld angelangt, traf er im Achtelfinale auf Benedek Olha (WR.-86.), der zuvor den WR-42. und Olympia-Teilnehmer Benedikt Duda ausgeschaltet hatte. Ort, Nr. 198, ließ den favorisierten Finnen mit Ausnahme des ersten Satzes gar nicht erst zu seinem brachialen Spiel finden und gewann deutlich mit 3:1. „Olah ist ein sehr starker Spieler. Wenn der trifft, dann ist kein Kraut gewachsen. Ich bin glücklich, dass ich die Chance nutzen konnte. Das war mein bestes Spiel hier in Budapest.“ Sagte Kilian Ort etwas voreilig. Es kam nämlich noch besser.


Im Viertelfinale war Englands Nr. 15 der Weltrangliste Liam Pitchford, der an 1 des Turnier Gesetzte, der Topfavorit. Durchsetzen und zwar ganz klar konnte sich aber Kilian Ort, wobei nur der zweite Satz heiß umkämpft in der Verlängerung war, mit 3:0 (11:8/16:14/11:3). Im Halbfinale hatte er es mit dem Tschechen Tomas Polansky (WR-150) zu tun, der ebenso furios aufgespielt und überraschend so weit gekommen war. Und das war ein echter Krimi, ein Tatort Budapest! An Tisch 1 in der Budapest Olympic Sports Hall. Sieben Sätze lang. 0:2- und 1:3-Rückstand. Dann 3:3 und im siebten drei Matchbälle für den für den 1. FC Saarbrücken spielenden Polansky, aber 15:13 für Ort – Einzug ins Finale! Aber nicht gegen seinen Jugendfreund und Neu-Düsseldorfer Dang Qiu. Der unterlag im anderen Halbfinale gegen den neuen Schweden-Star Truls Möregard (19) mit 3:4.

Im Endspiel lieferten sich Ort und Möregard ein ausgeglichenes Match auf höchstem Niveau. Und wieder sah es danach aus, dass der Königshöfer hinten raus der Bessere und Glücklichere sein würde. Beim Stand von 3:3 und 9:9 im siebten Satz wandte sich Fortuna aber dem Schweden zu. Zwei unglückliche Bälle trennten „Killy“ noch von seinem ersten WTT-Turniersieg. Möregard holte sich die 400, Ort 250 WR-Punkte ab – und die Silbermedaille.

Gold hatte es für den TSV´ler drei Stunden vorher bereits im Doppel gegeben. In dieser Konkurrenz landeten Kilian Ort und sein Partner Tobias Hippler vom 1. FC Köln im Achtelfinale gegen die Österreicher Chen/Serdaroglu einen klaren 3:0-Sieg. Durchs Viertelfinale kamen sie mit einem 3:1 gegen die Weißrussen Kanin/Platonov und trafen im Halbfinale auf die Bronzegwinner der Europameisterschaften vom Juni in Warschau, die Lokalmatadoren Nandor Ecseki/Adam Szudi.

„Wir konnten bisher unsere Gegner dominieren. Hier wird es ungleich schwerer. Sie spielen seit vielen Jahren zusammen und haben sich zu einem der besten Doppel in Europa entwickelt. Wir sind die Außenseiter, ich sehe uns aber nicht chancenlos“, war Orts Prognose vorher. Das Ergebnis: 3:1 für Ort/Hippler. Am Freitag ging es um 13.40 Uhr im Finale um den Turniersieg gegen die Russen Vladimir Sidorenko/Kirill Skachkov. „Wir sind wieder Außenseiter, spielen aber bisher ein sehr gutes Turnier. Es ist also alles drin.“ Hier hatte er richtig gelegen, 3:1 gewannen der Königshöfer und der Kölner gegen die Russen.

Text und Foto: Rudi Dümpert für SW1.News


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