13. 12. 2017

Halbzeitbilanz des TV Oberndorf: „Nach dem Türken-Spiel wollte ich hinwerfen!“



SCHWEINFURT – Als Tabellendritter der Schweinfurter Fußball-A-Klasse 2 liegt der TV Oberndorf hinter den beiden Mitabsteigern aus der Kreisklasse. Der Abtand auf Lindach/Kolitzheim und Dürrfeld/Obereuerheim beträgt jedoch schon zehn und sechs Punkte. Ob mehr drin gewesen wäre? Diese und weitere Fragen beantwortete Trainer Heiko Windhagen im Halbzeit-Interview.

Herr Windhagen, nach zuletzt vier Siegen mit 18 geschossenen Toren – kam für den TVO da die Winterpause eindeutig ein paar Wochen zu früh?
Heiko Windhagen: Ja, wegen mir hätte es noch bisschen weiter gehen können. Viele meiner Spieler haben es endlich verstanden, wie in der A- Klasse gekickt wird.

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Nach dem Fehlstart mit drei Niederlagen in den ersten vier Partien – hat Sie danach nur noch die Pleite bei Türkiyemspor Schweinfurt 2 geärgert?
Heiko Windhagen: Das Spiel gegen den Türken hat mich sehr geärgert, da wir diese Spiel nie verlieren hätten dürfen. Aber leider war da die Mannschaft ohne Herz und Leidenschaft in das Spiel gegangen. Die Einstellung hat voll gefehlt und fußballerisch war es unterste Schublade. Nach diesem Spiel wollte ich schon hinwerfen…

Auf einer Skala von 10 (top) bis 0 (Flop) – wie schätzen Sie Ihre Halbserie ein?
Heiko Windhagen: 5! Nach einer überragenden Vorbereitung dachten anscheinend viele, dass wir in der A-Klasse ohne Probleme durch marschieren. Aber man muss halt in der A-Klasse auch kämpferisch dagegen halten. Was viele meiner Spieler vermissen ließen. In Den letzten Spielen haben sie es endlich verstanden.

Welches Spiel war das beste und warum?
Heiko Windhagen: In Herlheim natürlich. An diesem Tag hat alles geklappt und wir haben überragend nach vorne gespielt. Deswegen auch der hohe 8:0-Sieg.

Und welches das schlechteste?
Heiko Windhagen: Sulzheim und gegen den Türken, denn da haben wir alles vermissen lassen, um als Sieger vom Platz zu gehen.

Was machen Ihre Jungs schon richtig gut?
Heiko Windhagen: Das wird schwer zu beantworten, da es an vielen Ecken noch fehlt, dass ich zufrieden wäre. Aber wir arbeiten dran.

Was muss 2018 in jedem Fall besser werden?
Heiko Windhagen: Dass wir besser nach hinten arbeiten und weniger Gegentore bekommen. Vielleicht auch dass Spieler nicht immer die Schuld bei den anderen suchen, sondern sich selbst mal hinterfragen.

An welchen Moment der Hinserie erinnern Sie sich sofort wieder?
Heiko Windhagen: An die schwere Verletzung von Rico Esquibel, der leider die ganze Saison ausfällt, durch eigenes Verschulden.

Unser „Tor des Jahres“ schoss bislang…
Heiko Windhagen: Da gibt’s einige, aber die hat alle Alexander Stelli gemacht, das weiß ich…

Welcher Spieler eines Gegners hat Sie denn am meisten geärgert?
Heiko Windhagen: Ach, geärgert… da gibt’s eigentlich keinen. Ich versuche mit jedem klar zukommen, egal wie er ist – und ärgern tun mich andere Sachen mehr.

Und über welchen aus Ihrem Team haben Sie sich am meisten gefreut? Wer hat sich definitiv ein Lob verdient?
Heiko Windhagen: Da gibt’s es schon einige, aber das hier zu erwähnen, wäre nicht ihm Sinne der Mannschaft.

Der Verband sucht ja immer nach den stillen Helden, ohne die der Verein nicht so wäre, wie er ist! Wer aus Ihrem Verein ist denn für diese Rolle am besten geeignet und warum?
Heiko Windhagen: Da gibt es in Oberndorf schon einige, die das verdient hätten. Wie die Abteilungsleitung und das komplette Betreuer-Team und speziell Mario Burt, der Trainer der zweiten Mannschaft. Leider hört er im Sommer nach sieben Jahre auf.

Gibt es in der Winterpause Zu- oder Abgänge, kehren verletzte oder lange fehlende Spieler zurück?
Heiko Windhagen: Ja, ich hoffe, dass einige verletzte Spieler plus Spieler, die mal eine Auszeit genommen hatten, wieder kommen, wenn die Vorbereitung wieder los geht.

Mit welcher Zielsetzung starten Sie ins Fußball-Frühjahr 2018?
Heiko Windhagen: Wir werden alles dafür tun, um Obereuerheim/Dürfeld vielleicht noch abzufangen. Lindach denk ich wird sich das nicht mehr nehmen lassen.

Wem trauen Sie am ehesten den Meistertitel zu und warum?
Heiko Windhagen: Wie gesagt, Lindach wird sich das nicht mehr nehmen lassen.

Was muss am Saisonende erreicht werden, damit Sie sich zufrieden zurücklehnen können?
Heiko Windhagen: Wenn wir Zweiter werden in der A-Klasse und meine zweite Mannschaft den Aufstieg schafft, da sie ja im Moment Zweiter in der B-Klasse sind.

Ist schon klar, ob Sie über das Saisonende hinaus Trainer bleiben?
Heiko Windhagen: Ja, ich werde noch eine Saison in Oberndorf bleiben.

Wir danken für das Interview und wünschen alles Gute!

Jetzt mal ehrlich!

Neben zahlreichen sportlichen Fragen hat anpfiff.info die Trainer der Liga auch in diesem Jahr wieder mit Fragen konfrontiert, bei denen ausdrücklich Antworten mit einem gewissen Augenzwinkern verlangt waren.

Wonach müsste ein Lederball schmecken, damit Sie ihn küssen?
Heiko Windhagen: Nach Bratwurst

Welcher Ihrer Spieler könnte es auf ein Titelcover des Men´s Health schaffen – und warum?
Heiko Windhagen: Dominik Gläser. Und warum? Egal ob ich ihn zusammen falte oder wir verlieren oder ich hetze ihn beim Training, er hat immer ein riesiges Grinsen im Gesicht…

Was war die kurioseste Verletzung eines Fußballers, die Sie erlebt haben?
Heiko Windhagen: Ein Spieler kam diese Saison zu mir im Sommer und sagte, „bitte wechsel mich aus, ich kann nicht mehr, mich hat was ins Bein gebissen!“ Oh Mann!!

Haben Sie als Sportler schon mal etwas getan, das sie heute bereuen?
Heiko Windhagen: Dass man als Trainer heutzutage nicht immer die Wahrheit den Spieler sagen darf, was man wirklich denkt, da viele Spieler nicht mehr Kritik würdig sind und die Wahrheit nicht vertragen.

Das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info veröffentlicht ab sofort Halbzeit-Bilanzen aller Fußballvereine aus dem Spielkreis Schweinfurt. Diese stellte uns das Portal ausnahmsweise komplett zur Verfügung, Geplant ist, dass von Dezember bis Februar jeden Tag mindestens drei Geschichten von unterklassigen Fußballteams aus der Region in und um Schweinfurt auf anpfiff.info veröffentlicht werden. Winterpause? Sowas kennen die Jungs von anpfiff nicht…. Bei den „Jetzt mal ehrlich!“-Fragen hat man sich übrigens ganz viele weitere ausgedacht…







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