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Helmuth Weisensels Erlebnisse: Siege beim UEFA-Regions-Cup & in Stadelschwarzach


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SCHLEERIETH / VOLKACH – Helmuth Weisensel hat die letzten Tage einiges erlebt. Der Schleeriether, der in früheren Jahren in der Bezirksliga den Würzburger FV 2 und den FV Karlstadt coachte, war mit der Bayern-Auswahl beim UEFA-Regions-Cup als einer der Trainer höchst erfolgreich. Und nun hat er einen regionalen Kreisligisten übernommen.

Der 55-Jährige ist beim VfL Volkach Nachfolger des zurückgetretenen Spielertrainer-Duos Albert Fischer / Sebastian Otto. Sonntag beim Auswärts-Kellerderby in Stadelschwarzach betreute er seine neue Mannschaft erstmals. Und es gab einen Sieg, mit dem der VfL einen Satz in der Tabelle machte. Gleich danach sprach Weisensel mit anpfiff.info.

Herr Weisensel, erstmal die Frage, wie es zu dem Engagement in Volkach kam?
Helmuth Weisensel: Der Kontakt kam Anfang September durch ein Telefonat mit dem Vorstandsmitglied Peter Lutz zustande.


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Nun konnten Sie die erste Zeit noch nicht tätig sein aufgrund des UEFA-Region`s-Cups. Wie haben Sie Kontakt zum VfL gehalten und wie die Partien verfolgt?
Helmuth Weisensel: Das stimmt so nicht ganz. Ich habe bereits vor dem UEFA-Region`s-Cup die zwei Spiele gegen DJK Hirschfeld und DJK Schwebenried/ Schwemmelsbach 2 gecoacht. Beim UEFA-Region`s-Cup habe ich mich dann voll auf die Bayern-Auswahl konzentriert, aber natürlich mit dem VfL Volkach mitgefiebert.





Offiziell war Felix Weissenseel zuletzt Volkachs Verantwortlicher als Trainer. Offensichtlich trotz Namensähnlichkeit aber kein Verwandter?
Helmuth Weisensel: Felix Weissenseel und ich sind wahrscheinlich sehr weitläufig miteinander verwandt. Vermutlich stammen alle „Weissenseel, Weisenseel, Weisensel etc.“ im Maindreieck von einem Valtin Weissensee ab, der ca. 1578 von der Rhön nach Gernach eingewandert ist.

Wie lief die Partie in Stadelschwarzach?
Helmuth Weisensel: Wir kamen besser in die Partie als die Hausherren und gingen mit einer 2:1-Führung in die Pause. Im zweiten Abschnitt war Stadelschwarzach dominant und wir hatten nur noch einige Konterchancen. Wenn man ehrlich ist, wäre ein Unentschieden gerecht gewesen.

Nun geht´s gegen Nordheim/Sommerach in ein wieder wichtiges Derby, ehe Sie in Grafenrheinfeld spielen. Was macht Sie zuversichtlich, dass diese Spiele erfolgreich enden und dass es klappen kann mit dem Klassenerhalt?
Helmuth Weisensel: Zuversichtlich macht mich, dass sich meine Mannschaft in jedem Spiel Torchancen herausspielt. Sogar gegen Tabellenführer Hirschfeld waren wir in der Anzahl der Torchancen auf Augenhöhe. Und die aus meiner Sicht größte „Baustelle“, die schlechte konditionelle Verfassung einiger Spieler, kann man mittelfristig durch gezieltes Training verbessern. Die Trainingsbeteiligung ist mit ca. 16 bis 20 Spielern ja sehr gut.

Zurück zum UEFA-Regions-Cup: War das ein tolles Erlebnis für Sie?
Helmuth Weisensel: Absolut! Ich als „kleiner Amateurtrainer“ habe in den knapp zehn Tagen mal erleben dürfen, wie quasi unter Profibedingungen gearbeitet wird. Man konnte sich im Tagesablauf voll auf Fußball konzentrieren. Und die Dramaturgie des Turnierverlaufs war wie im Märchen. Mit einer Niederlage startend, doch noch im letzten Spiel den Gruppensieg zu erringen, wird für alle Beteiligten unvergesslich bleiben. Und auch die mediale Beachtung war überraschend groß!

Welche Funktion hatten Sie genau und was macht man in diesen vielen Tagen mit unter anderem drei Partien?
Helmuth Weisensel: Als Mitglied im Trainerstab war ich in die Trainingsplanung und -Durchführung mit eingebunden und wurde auch bei der Mannschaftsaufstellung nach meiner Meinung gefragt, wobei das letzte Wort selbstverständlich Chef-Trainer Engin Yanova hatte. Zudem hatte ich auch die Rolle eines „Scouts“, das heißt meine Spielbeobachtungen sind in den „Matchplan“ gegen den entsprechenden Gegner mit eingeflossen. Außerdem war ich bereits im Vorfeld bei der Spielersuche aktiv.

Darf man als Schleeriether mit Michael Kraus dann einen Spieler aus dem Nachbarort Egenhausen nominieren?
Helmuth Weisensel: Gute Frage (lacht). Michael war nicht umsonst Kapitän und ein ganz wichtiger Spieler. Er hat in der Region ja schon beim FC Schweinfurt 05 seine Fähigkeiten bewiesen, ehe er nach Aubstadt wechselte.

Wie kam es eigentlich zu Ihrer Nominierung als Co-Trainer der BFV-Auswahl?
Helmuth Weisensel: Spätestens durch den Sieg der Franken-Auswahl beim BFV-Regionen-Cup 2017 in Straubing war mein Name als Trainer beim Bayerischen Fußball-Verband ein Begriff. Außerdem habe ich als Inhaber der DFB-A-Lizenz auch die erforderliche Fachkompetenz.

Das heißt also, der UEFA-Regions-Cup, an dem die Bayern-Auswahl nun teilnahm, hat mit dem BFV-Regionen-Cup, in dem Ihre Franken-Auswahl spielte, nichts zu tun?
Helmuth Weisensel: Den UEFA-Region`s-Cup gibt es schon seit 20 Jahren, völlig unabhängig von dem RegioneCup.

Können Sie schon etwas sagen zu der Endrunde 2019, für die sich das „Team Deutschland“ qualifizierte? Wo wird da wohl gespielt, wer sind die Gegner? Und werden Sie wieder dabei sein?
Helmuth Weisensel: Das Gastgeberland steht noch nicht fest, da auch noch nicht alle acht teilnehmenden Mannschaften feststehen. Wenn dies so weit ist, hat jeder der acht Verbände die Möglichkeit, sich als als Austragungsort zu bewerben. Ich hätte nichts dagegen, wenn auch die Endrunde in Bayern gespielt wird. Fest steht nur, dass die Endrunde im Juni 2019 stattfindet. Wenn man mich wieder fragt, bin ich gerne wieder dabei!

Nochmal zur Kreisliga: Kommendes Wochenende steigt das Spitzenspiel Gerolzhofen – Hirschfeld. Sind Sie als Fußball-Kenner überrascht, dass die Gäste bislang durch die Liga marschieren?
Helmuth Weisensel: Die ganz große Dominanz überrascht mich schon etwas, zumal wie im direkten Duell einigermaßen mitgehalten haben. Klar war aber, dass Hirschfeld mit dem neuen Spielertrainer Stefan Nöthling eine sehr gute Rolle wird spielen können.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

anpfiff.info wird am Samstag im Rahmen eines Topspiels groß aus dem Steigerwaldstadion in Gerolzhofen berichten und wird schauen, ob die Hirschfelder ihre Siegesserie weiter fortsetzen können. Diesen Beitrag stellte uns das fränkische Fußballportal ausnamsweise in kompletter Länge zur Verfügung. Dort erschien das Interview bereits am Montag mit vielen weiteren Fotos und Zusatzinformationen.







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