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Hitchcock in der Humboldt-Halle: Neues vom Handball, vom Hockey und vom Korbball


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SCHWEINFURT – Neues vom Handball, vom Hockey und vom Korbball: Im Schulzentrum West, der Humboldt-Halle also, war am Samstag anscheinend Alfred Hitchcock zu Gast. Spannender hätte die Handballpartie des MHV 09 nicht verlaufen können.

Wer nach den letzten sehr spannenden Begegnungen des MHV Schweinfurt 09 gegen Etwashausen, Ochsenfurt und letzte Woche in Marktsteft dachte, dass der Spannungsbogen nicht weiter gespannt werden kann, der sah sich am vergangenen Samstag in der Halle des Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt einer weiteren Zerreißprobe ausgesetzt. Etwa zwanzig Minuten vor Spielbeginn stand – rein quantitativ gesehen – der Sieger der Begegnung fest: Dem „Häufchen“ von 7 Feldspielern und 2 Torhütern auf Seiten des MHV Schweinfurt standen 14 Feldspieler und 2 Torhüter auf Seiten der Gäste aus Volkach gegenüber. Gott sei Dank erklärten sich noch Florian Schmidt und der teilweise wieder genesene Johannes Sauer bereit – nach einem kräftezehrenden „Vorspiel“ der 2. Mannschaft gegen die HSC Bad Neustadt II (26:27) – das Trikot der 1. Männermannschaft überzuziehen. Dennoch fehlten den Schweinfurtern mit dem Kreisläufer und Top-Torjäger Tobias Karl (gesperrt), dem Spielstrategen Georg Guggenberger und Manuel Schmitt (beide verletzt) drei Stammspieler. Auch auf Seiten der Gäste musste man – laut Matthias Seitzer – auf drei wichtige Rückraumspieler verzichten. All diese Vorgaben schienen sich auf das Spielgeschehen auszuwirken.


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Beide Mannschaften begannen äußerst vorsichtig und ziemlich wirkungslos im Angriff. Die Ergebnistafel zeigte nach sieben Spielminuten einen Spielstand von lediglich 1:1 Toren an. Während beide Abwehrreihen sehr diszipliniert und aggressiv agierten, zeigten die Angriffsreihen eine eher schwache Leistung. Keine der beiden Mannschaften konnte in der 1. Halbzeit mit mehr als einem Tor in Führung gehen und die Führung wechselte ständig. In der sehr fairen Partie gab es jedoch für die Hausherren nach knapp 17 Minuten die erste Hiobsbotschaft, da mit Benny Stark ein weiterer Ausfall drohte. Er hatte zu diesem Zeitpunkt schon das zweite Mal eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten und verbrachte den Rest des Spieles größtenteils auf der Auswechselbank.


Die gute taktische Variante der Volkacher, von Spielbeginn an Alexander Bitsch mannzudecken zeigte großen Erfolg. Sowohl über die ansonsten starke rechte Seite mit Jochen Bauer als auch über den Kreis mit Jakob Nielsen und teilweise Daniel Bitsch wurden nicht die erwünschten Akzente gesetzt. Der wiedergenesene Alexander Schmitt hatte zwar über die gesamte Spielzeit hinweg in der Abwehr den Top-Torjäger der HSG Volkach Thorsten Klinger bestens im Griff, im Angriff jedoch konnte er als Aufbauspieler kaum Akzente setzen. Da griff der neue Trainer des MHV Schweinfurt 09 in seine Trickkiste und ließ den jungen Florian Schmidt als dritten Shooter auflaufen. Dies zeigte sofort Wirkung: In den darauffolgenden Minuten traf der 19-jährige bei seinen Angriffen nach Belieben und hielt die Hausherren im Spiel. Mit einer glücklichen 12:11-Führung ging man in die Kabinen und die Zuschauer hofften auf eine bessere 2. Halbzeit.

Doch es blieb bei der Hoffnung. Nur aufgrund einer hervorragenden Abwehr- und guten Torwartleistungen konnten die Schweinfurter im Spiel bleiben, nachdem die Quote an technischen Fehlern im Angriffsspiel hoch blieb. Insgesamt sah der objektive Betrachter an diesem Abend von beiden Mannschaften zu viele – im Tennis würde man sagen – „unforced errors“. Jetzt schlossen sich auch die beiden oberfränkischen Schiedsrichter dem Spiel der beiden Mannschaften an. Unverständliche Entscheidungen belasteten das Spiel noch zusätzlich. Die Partie wurde hektischer. Nachdem auch in der zweiten Halbzeit bis zur 50. Minute keine Mannschaften mit mehr als einem Treffer in Führung lag, konnte erstmals der Gastgeber eine Zweitore-Führung mit 20:18 erzielen. Wer jetzt dachte, das Blatt würde sich zu Gunsten des MHV wenden, sah sich abermals getäuscht. Nur fünf Minuten später lagen die Kugelstädter plötzlich mit 20:21 im Rückstand und der Schweinfurter Trainer nahm eine Auszeit.

Nach dem Weggang von Harun Tucovic im Dezember 2012 hat die Mannschaft aber eines in jedem der oben erwähnten Spiele gezeigt: Absoluten Teamgeist, höchste Einsatzbereitschaft und den unbändigen Siegeswillen. Würde das auch heute wieder den Ausschlag zugunsten der Schweinfurter geben? Nach der Auszeit glich man sofort zum 21:21 aus und in den letzten vier Minuten versagten bei beiden Angriffsreihen die Nerven. So kam es in der 60. Spielminute zu einem „Déjà vu“ der Vorwoche. Wie in Marktsteft erhielt man in den letzten 40 Sekunden die Möglichkeit, bei eigenem Angriff den Siegtreffer zu erzielen. Man hatte sichtlich aus dem Fehler der Vorwoche gelernt. Der letzte Angriff wurde durchdacht gespielt und drei Sekunden vor Schluss kam Alexander Bitsch mit einem Sprungwurf zum erwünschten Torwurf. Diesmal war es Thorsten Klinger aus Volkach, der den Angreifer sehr unsanft in den Wurfarm griff.

Gab es letzte Woche noch – für ein deutlich harmloseres Foul von Tobias Karl – die Rote Karte für den Abwehrspieler, so kam der Volkacher Spieler diesmal mit einer Zwei-Minuten-Strafe davon. Wieder zeigte die Hallenuhr 59:57 und der Gastgeber erhielt einen Freiwurf. Hier zeigte sich diesmal die Cleverness der Schweinfurter Spieler. Nicht der an diesem Tag beste Torschütze des MHV Schweinfurt 09 Florian Schmidt bekam den Ball zugespielt, sondern der als Kreisläufer umfunktionierte Daniel Bitsch, der nur durch ein Foul und Abwehr im Kreis gestoppt werden konnte. Die Hallensirene läutete. 60 Spielminuten waren vorbei und die Schiedsrichter gaben – einen 7-Meter. Aber wer sollte antreten? Der etatmäßige 7-Meter-Schütze Tobias Karl war gesperrt, Alexander Bitsch hatte sich bei der letzten Aktion an der Schulter verletzt, Jochen Bauer wollte gegen seine „alten Teamkollegen“ nicht antreten. Der Ball landete schließlich bei Jakob Nielsen, welcher keine Nervosität zeigte. Sicher verwandelte er zum Endstand von 22:21.

Der Jubel bei den MHV-Spielern und -Fans war grenzenlos. Den Tabellennachbarn aus Volkach glücklich besiegt und zwei sehr, sehr wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg errungen. Damit erhöht sich das Punktekonto der Kugellagerstädter in der Rückrunde auf 5:1 Punkte, die auch äußerst wichtig sind, zumal auch andere Abstiegskandidaten an diesem Wochenende überraschend gewannen. Mit 14:14 Punkten springt man zwar auf den 6. Tabellenplatz, hat aber immer noch nur drei Punkte Vorsprung auf einen möglichen Abstiegsplatz. Nachdem nun am Ende der Saison höchstwahrscheinlich vier Mannschaften aus der Bezirksoberliga absteigen müssen, sind selbst die Mannschaften aus Marktsteft und Höchberg noch nicht gesichert. Daher heißt es für die nächste Partie in Kitzingen (am Samstag, den 02.02.2013 um 19.30 Uhr) wieder alle Kräfte zu mobilisieren und einen direkten Abstiegskandidaten auf Abstand zu halten. Zum nächsten Heimspiel in Schweinfurt erwartet man am Sonntag, den 17.02.2013 um 18 Uhr den Tabellenzweiten aus Rödelsee, wo man das Hinspiel sehr unglücklich verloren hatte.

(Bericht: Norbert Schmitt)

Handball-Bezirksoberliga: MHV Schweinfurt 09 : HSG Volkach – 22:21 (12:11)
Es trafen für den MHV Schweinfurt 09: Florian Schmidt (5) – Daniel Bitsch (4) – Alexander Bitsch (4/3) – Jakob Nielsen (4/1) – Jochen Bauer (3/1) – Alexander Schmitt (1) – Michael Treutlein (1).
Statistik:
Torfolge: 1:0, 1:2, 2:3, 4:3, 5:4, 5:6, 7:6, 7:8, 8:9, 10:9, 10:11, 12:11 (Halbzeit), 13:12, 15:14, 17:16, 17:18, 20:18, 20:21, 22:21 (Spielende).

Die Schweinfurter Hockey-Herren durchbrachen die 100 Tore-Marke:
Mit einem überzeugenden 15:6- Auswärtssieg über Greuther Fürth sind die Hockey-Herren des HC Schweinfurt nur noch einen Sieg von der Qualifikation zu den Aufstiegsspielen entfernt. Von Anfang an ließen die Schweinfurter in der 1. Hockey-Verbandsliga keine Zweifel daran, wer den Platz in Fürth als Sieger verlässt. Kontinuierlich wurden die Tore erzielt zu einer beruhigenden 8:1- Halbzeitführung. Mitte der 2.Halbzeit wurde das Spiel dann etwas ruppiger, da die Fürther ihren Frust an ihren Gegenspieler ausließen und die Schiedsrichter durch ihren ständige Reklamation verunsicherten. So nahmen die Schweinfurter am Ende etwas die Fahrt raus, um keine Verletzungen zu riskieren und die Fürther konnten noch leichte Ergebniskosmetik zu einem Endstand von 15:6 betreiben. Beeindruckend auf Seiten der Schweinfurter war, dass jeder Spieler mindestens ein Tor erzielt hat, was die Ausgeglichenheit und das gute Zusammenspiel betont und dass die Schweinfurter in dieser Saison nach acht Spielen bereits 105 Tore erzielt haben. Kommenden Samstag können die Schweinfurter also durch einen Sieg gegen den Marktbreiter HC einen weiteren Schritt Richtung Aufstieg machen. Gewarnt sind die Schweinfurter, da das Hinspiel das bisher engste Ergebnis (7:5) in dieser Saison war. Anpfiff ist um 12.45 Uhr in der Georg-Wichtermann-Halle, die Herren aus Schweinfurt freuen sich über jeden Zuschauer.
Kader: Pfister, Kraile M., Kraile R., Lutz, Luz, Herwerth, Stark, Wolf, Christ; Torschützen: Wolf (3), Stark (2), Kraile R. (2), Herwerth (2), Christ (2), Kraile M.(2), Lutz (1), Luz (1).

Und hier noch alle Ergebnisse, Tabellen und Schützinnen vom Hallenkorbball der vergangenen Woche. Wie immer meldeten die Frauen-Bundesligisten keine Ergebnisse.

Jugend 15, Landesliga Nordbayern:
TSV Werneck        – TSV Bergrheinfeld        4:6
TSV Lendershausen    – SV Schraudenbach        2:11
TSV Heidenfeld    – TSV Bergrheinfeld        3:6
TSV Werneck        – SV Schraudenbach        5:9
TSV Lendershausen    – TSV Bergrheinfeld        3:8
TSV Heidenfeld    – SV Schraudenbach        10:7
TSV Lendershausen    – TSV Werneck        4:13

Tabelle:
1. TSV Ettleben        39 / 137:65
2. TSV Bergrheinfeld        34 / 116:70
3. SV Schraudenbach        28 / 121:78
4. TSV Werneck        25 / 118:81
5. TSV Heidenfeld        18 / 86:85
6. VfL Niederwerrn        13 / 77:65
7. TSV Grafenrheinfeld      6 / 38:97
8. TSV Lendershausen      4 / 49:115
9. TSV Nordheim          1 / 29:115

Der TSV Bergrheinfeld kommt seinem Ziel, auch in diesem Jahr vor heimischer Kulisse bei den Deutschen Meisterschaften dabei zu sein, ein großes Stück näher. Das Team von Inge Dittmar setzte sich in seinen drei Partien gegen die Konkurrenz aus Werneck, Heidenfeld und Lendershausen jeweils durch, während der stärkste Mitverfolger SV Schraudenbach gegen den TSV Heidenfeld überraschend strauchelte, und damit weitere drei Punkte einbüßte.

Korbwerferinnen:
Bergrheinfeld: Mona Kegel 8, Elena Kegel 4, Lena Fromm 4, Michelle Triebel 2, Selina Hetterich 2
Schraudenbach: Anna-Lena Bunn 11, Tamara Heuler 7, Luca Bunn 5, Katja Rumpel 3, Selina Issing
Werneck: Emma Huber 7, Lara Helmreich 6, Vanessa Reinhart 5, Jacqueline Wardanjan 3, Anne Pfister
Heidenfeld: Johanna Gailing 5, Eva Römert 3, Marcella Weth 2, Theresa Keilholz, Sarah Wirtz, Lea Weickert
Lendershausen: Janine Bönisch 3, Helena Obermeyer 2, Lisa Marie Schratzer, Mona Egelkranz, Klara Gräfe, Lea Will

Jugend 19, Landesliga Nordbayern:
Nachholspiele
TSV Heidenfeld    – DJK Schweinfurt    7:2
SG Dittelbrunn    – TSV Werneck    7:4

Tabelle:
1. TSV Bergrheinfeld        33 / 143:40
2. TSV Grafenrheinfeld    25 / 138:64
3. TSV Heidenfeld        25 / 136:113
4. VfL Niederwerrn        24 / 96:61
5. DJK Schweinfurt        13 / 49:54
6. TSV Werneck        12 / 73:81
7. TSV Essleben        10 / 65:144
8. SG Dittelbrunn          6 / 60:115
9. TV Königsberg          0 / 68:156

Relativ souverän behauptete sich der TSV Heidenfeld gegen die DJK Schweinfurt mit einem ungefährdeten 7:2-Sieg. Kellerkind SG Dittelbrunn gelang im Duell gegen den Ersatz geschwächten TSV Werneck ein Überraschungserfolg, und schöpft damit wieder Hoffnung im Rennen um den Klassenerhalt.

Korbwerferinnen:
Heidenfeld: Eva-Maria Spath 3, Franziska Gailing, Lisa Keilholz, Franziska Pfeuffer, Anna Römert
DJK SW: Annika Heidel 2
Werneck: Ariane Doischer 2, Johanna Riegler, Judith Ziegler
Dittelbrunn: Nina Schnaidawind 3, Luise Göbel, Jasmin Kratzer, Ann-Christin Sauer, Milena Schilling


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