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Interview mit dem neuen Mighty Dogs-Trainer Rob Torgler: „Wo ich war, habe ich meine Ziele erreicht!“


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SCHWEINFURT – Wenn Rob Torgler am 9. März seinen 55. Geburtstag feiert, dann stecken die Mighty Dogs gerade mitten in den Abstiegs-Play-downs der Eishockey-Oberliga. Der Deutsch-Kanadier suchte eine neue Herausforderung – zunächst zumindest bis Saisoneende. Wir unterhielten uns mit Torgler.

Rob, wie bist Du bei den Mighty Dogs in Schweinfurt gelandet?
Rob Torgler: Ich habe mich beim Steffen Reiser vor ein paar Jahren schon mal beworben, seitdem kennt er mich. Jetzt habe ich mich länger nicht mit Eishockey beschäftigt, hatte einen Job in Hannover, habe ganz normal gearbeitet. Aber die Firma meldete Insolvenz an. Da ich Eishocky vermisst habe, habe ich mich gemeldet, letzten Freitag erst, bin dann gleich zum Spiel gegen Klostersee gekommen. Danach haben wir gesprochen und gemerkt, dass wir die gleiche Eishockey-Philosophie haben.


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Wie war Dein Eindruck vom Spiel am Freitag?
Rob Torgler: Läuferisch, technisch, kämpferisch ist alles okay. Die Mannschaft behält aber den Puck zu lange, macht zu viele kleine Fehler. Der Zug zum Tor fehlt, sie schießt zu wenig. Durch die unnötigen Fehler kam Klostersee zu Chancen. Das sind Kleinigkeiten, die wir abstellen müssen, oft Sachen, die im Kopf passieren. Schon beim Warmmachen habe ich gesehen, dass die Torhüter intensiver beschäftigt werden müssen, dass härtere Pässe notwendig sind. Gleich beim ersten Training am Dienstag haben wir die Intensivität erhöht.

Rob Torgler Interview2Die Zielsetzung dürfte klar sein…
Rob Torgler: Wir wollen in der Oberliga bleiben. Alles andere wäre eine Katastrophe, wenn es nächste Saison wieder gegen Pfaffenhofen oder gegen Regen geht.


Du würdert gerne länger bleiben als nur bis zum Saisonende, stimmt´s?
Rob Torgler: Ein Ziel wäre das auf jeden Fall. Ich habe ja oft genug die Vereine gewechselt. Aber ich beschäftige mich noch nicht mit der nächsten Saison. Sondern erstmal nur mit dem Klassenerhalt.

Erfahrung im Abstiegskampf hast Du ja…
Rob Torgler: Ich habe mehrere Clubs schon gerettet: Braunlage, Adendorf, Halle, das Team aus Saastal in der Schweiz in der höchsten Amateurliga. Aber ich habe auch Teams in die Play-offs geführt, Herford oder Braunlage oder Ingolstadt gleich bei meiner ersten Station als Trainer. Mit Landberg und mit Graz bin ich sogar aufgestiegen. Wo ich war, habe ich meine Ziele erreicht.

Bist Du zuversichtlich, was Schweinfurt betrifft?
Rob Torgler: Klar, ich bin immer Optimist! Das Potenzial hat die Mannschaft, man muss es ihr nur klar machen. Es darf sich halt kein Leistungsträger verletzen bei dem dünnen Kader.

Forderst Du Zugänge?
Rob Torgler: Normal müsste ein Verteidiger her. Aber gratis gibt´s den nicht. Das Budget scheint ohnehin ziemlich ausgeschöpft zu sein. Ich hoffe auf viele Zuschauer in den Play-offs. Mit den Fans können wir es dann schaffen.

Kanntest Du schon irgendeinen Schweinfurter Spieler persönlich?
Rob Torgler: Nein, keinen einzigen. Was aber vielleicht sogar gut ist.

Und warst Du vor Freitag schon mal in Schweinfurt?
Rob Torgler: Nein, auch das nicht. Das Eisstadion ist aber okay. Gut wäre, wenn es bald mal voll ist. Hannover hat ja auch eine Scheune, und die Leute kommen trotzdem…

Hannover ist Dein Lebensmittelpunkt?
Rob Torgler: Ja, und das schon seit 1981, seit ich beim EC in der 2. Bundesliga gespielt habe. Da habe ich meine Frau kennengelernt, wir haben mittlerweile ein Reihenhaus. Seit 2002.

Kommt Deine Frau nach Schweinfurt mit?
Rob Torgler: Ich will sie bald abholen. Wir waren die letzten 32 Jahre so gut wie nie getrennt. Ich habe die alte Wohnung von Jukka Ollila übernommen. Meine Frau ist übrigens Tschechin und kommt aus dem selben Ort wie Lukas Rindos. Und wir haben einen Hund: Einen sechs Jahre alten Golden Retriever. Den vermisse ich schon. Meine Frau sagt aber, der liegt auf dem Sofa und denkt gar nicht an mich (lacht!).

Was war denn Dein größter Erfolg als Trainer?
Rob Torgler: Der Aufstieg mit Graz in die erste Liga in Österreich. Oder der mit Landsberg 2005 in die Oberliga. Dort war´s unglaublich! Diese Feier! So als wären die Fußballer Deutscher Meister geworden!

Und zuvor, Dein größter Erfolg als Spieler?
Rob Torgler: So viele große hatte ich da gar nicht. 1985/85 kam ich als Spielertrainer von Wolfsburg nach Hannover, spielte dort dann nur und an der Seite von Bruce Keller und Greg Thompson, schoss als Kapitän in 36 Spielen 65 Tore und bereitete 73 weitere vor. Damals war ich der beste deutsche Stürmer in der Oberliga.

Von 1998 bis 2003 und dann von 2008 bis 2001 sind Lücken in Deiner Trainerlaufbahn. Warum?
Rob Torgler: Zur Jahrtausendwende war ich selbständig, hatte am Flughafen in Hannover eine Firma mit Mietwagen und Taxis. Frag´ mich nicht, wie ich dazu gekommen bin… Jedenfalls war ich satt vom Eishockey und frustriert von der Umzieherei.

Und jetzt?
Rob Torgler: Jetzt ist die Lust wieder da und ich will´s nochmal probieren. Mal schauen, was passiert. Ich habe das Eis richtig vermisst, weiß aber auch, dass ich ohne Eishockey durchaus gut leben kann.

Letzte Frage: Die Mighty Dogs sind eher osteuropäisch ausgerichtet. Du bist in Kanada geboren. Passt das?
Rob Torgler: Bei den Halle Bulls hatte ich 2007/2008 sechs Tschechen im Team. Das sind doch alles Eishockyspieler. Komisch: Ich habe in einer Mannschaft noch nie Englisch gesprochen. Und als ich hierher nach Schweinfurt kam, da sagte Steffen Reiser gleich, ich soll Englisch reden. Weil die Tschechen kein Deutsch verstehen….



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