NA OHNE Kategoriezuordnung

„Leider“ besser als die Gastgeber: Das Team mit der weitesten Anreise siegte beim Erdinger-Cup

Keiler Helles

BAD KISSINGEN – „Leider“ war´s aus Sicht der lokalen Fußballteams kein ganz so erfolgreicher Erdinger-Cup in Bad Kissingen. Der gastgebende FC 06 verabschiedete sich nach je zwei Siegen wie Niederlagen schon nach der Vorrunde, für den SV Garitz war nach dem Viertelfinale Schluss. „Leider“ gewann aber auch: Der TuS Aschaffenburg-Leider hatte die weiteste Anreise und darf wie auch der geschlagene Finalgegner TSV Kleinrinderfeld 2 kommenden Samstag nach Sauerlach in Oberbayern zum Endturnier fahren.

„Für die Vertreter aus der Rhön war´s schon enttäuschend. Wenn alle früh ausgeschieden sind, dann kann man nicht sagen, dass das gut war“, bilanzierte der Rhöner-Spielkreis-Leiter Michael Ritter nach dem Kleinfeld-Turnier der Meister, der „unterfränkischen Champions League“, wie der BFV-Bezirksvorsitzende Jürgen Pfau das Event nochmals nannte. Landesliga-Neuling Garitz kam mit zehn von zwölf möglichen Punkten in der Gruppe zumindest unter die besten Acht, strich dann aber gegen den späteren Sieger die Segel. Der VfL Bad Neustadt, der in seiner Gruppe an Leider und am neuen Kreisligisten aus Oberschwarzach scheiterte, gewann zumindest den Rahmenwettbewerb mit den härtesten Schüssen, der besten Balljonglage und den meisten abgeschossenen Bierkisten. Auch dafür gab´s das Ticket nach Sauerlach.

Bei einer Verlosung staubte die DJK Unter- / Oberebersbach, zuvor mit null Punkten und einem geschossenen Tor in vier Spielen, wenigstens noch ein paar Erdinger Trikots ab. Der FC Eibstadt aus dem Grabfeld holte immerhin sieben Punkte, fuhr zwei Siege ein und scheiterte in der Gruppenphase recht knapp am 1. FC Schweinfurt 05 2. Die Schnüdel hatten Gastspieler Timo Pitter aus den USA an Bord, verloren aber wie zuvor schon in der Gruppenphase über 13 Minuten Spielzeit das Viertelfinale gegen Kleinrinderfeld 2 mit 0:1 – sehr zur Freude des neuen Trainers beim Sieger. Ralf Scherbaum, der vom Würzburger FV kam, hütete lange Jahre das Schweinfurter Tor. Und noch ein paar Fakten zu den Verlieren: Der SV Kürnach fuhr mit 1:14 Treffern keine Punkte ein, der SC Hesselbach traf bei 0:4 Toren nicht, schaffte aber wenigstens zwei Remis. Und der Würzburger FV 2, neben Garitz die an sich stärkste Mannschaft als Meister der Bezirksliga, hätte trotz eines 1:5 gegen die Sander Reserve am Ende nur gegen die Reserve von Bayern Kitzingen gewinnen müssen, schaffte aber lediglich ein 1:1 im finalen Gruppenspiel – und schied so aus.

Mezger

Irgendwann fuhren die Verlierer allesamt heim und standen auf dem Gelände am Ende überwiegend jubelnde Sieger. Bei den Damen, die in sechs Partien ihrer Vierer-Gruppe zusammen gerade mal sieben Tore erzielten, darf der FV Thüngersheim nach optimalen drei Siegen zum Endturnier und wird begleitet von Dettelbach und Ortsteile (DuO) – dank der zweitbesten Performance im Rahmenprogramm (nach Thüngersheim). Nach den Halbfinals der Herren war schon klar, dass der TuS Leider und Kleinrinderfeld 2 nach Sauerlach fahren. Demzufolge wich die große Brisanz aus dem Endspiel. „Wir haben gesehen, warum ihr alle Meister geworden seid“, lobte Michael Schneider als Vertreter der Erdinger Veranstalter den „wunderbaren Tag mit wunderbarem Sport“. Nach rund sechs Stunden klang der Cup im Dr. Hans Weiss Sportpark aus.

Die Grünen - Katharina Schulze - Paul Knoblach
Depro Ronan Keating
TSV-Forst Party-Weekend
Ambulanzzentrum MFA
Gaspreis
Muster
Hotel

Die Partien des Viertelfinals:
TuS Leider – SV Garitz: 2:0
FC Sand 2 – DJK Oberschwarzach: 0:3
TSV Kleinrinderfeld 2 – FC Schweinfurt 05 2: 1:0
SG Burgsinn – Bayern Kitzingen 2: 8:7 nach Achtmeterschießen

Halbfinals:
Leider – Oberschwarzach: 1:0
Kleinrinderfeld 2 – Burgsinn: 5:4 nach Achtmeterschießen

Finale:
Leider – Kleinrinderfeld 2: 3:1

Randnotizen vom Erdinger Cup in Bad Kissingen:

* Heiß war´s. Nein: Kalt! Es regnete auch. „Das Wetter war aprilmäßig, pünktlich aber einwandfrei“, fand der BFV-Bezirksvorsitzende Jürgen Pfau, der bei seiner Herfahrt nach Bad Kissingen übelste Wolken am Himmel sah, der letztlich aber bei Sonnenschein die Finalpartien verfolgen konnte.

* Trotz eines Moderators vom örtlichen Lokalradio gab´s während des Nachmittags keine Musik auf dem Sportplatz zu hören – ausgenommen die Erdinger Weißbier-Hymne. Noch im Vorjahr in Steinsfeld im Landkreis Main-Spessart war der Sportplatz dauerbeschallt. Aber Bad Kissingen ist eben auch eine ruhige Kurstadt…

* Als Spaßvögel präsentierten sich die Jungs des VfL Niederwerrn. Nach drei Punkten aus vier Spielen und 4:12 Toren durfte der A-Klassen-Meister und künftige Kreisklassist frühzeitig zuschauen. Ein Teil des Teams feuerte danach an – besonders die Kitzinger Damen, die es den Jungs scheinbar angetan hatten.

* Früher hatte auch das kleine Finale Sinn. Doch heuer fahren nur die beiden erstplatzierten Herrenmannschaften zum Finale nächsten Samstag. Weil in Sauerlach durch die Ligenreform mehr Landesligameister als früher gesetzt sind. Deshalb gab´s im Spiel um Platz drei diesmal nur ein Achtmeterschießen zwischen siegreichen Oberschwarzachern und Burgsinn.

* Abgesagt hatte kurzfristig der MSV Ottendorf aus den Haßbergen. Was dazu führte, dass die Veranstalter aus der Sechser-Gruppe B mit dem TSV Oberthulba ebenso eine „O“-Mannschaft in Gruppe D steckten, die ansonsten nur vier Teams gehabt hätte.

Das fränkische Fußballportal anpfiff.info präsentiert ganz viele weitere Fotos vom Turnier um den unterfränkischen Erdinger-Cup am Samstag in Bad Kissingen.

Weiherer Bier
Naturfreundehaus
Kauzen-Bier
Maharadscha


Powered by 2fly4 Entertainment
Alle Angaben ohne Gewähr!
Fotos sind ggf. beispielhafte Symbolbilder!
Kommentare von Lesern stellen keinesfalls die Meinung der Redaktion dar!

Schreibe einen Kommentar

Pixel ALLE Seiten