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Maximilian Lutz vom TV Oberndorf: Der zweifache Europameister ist bei der Faustball-DM wohl nur als Antreiber dabei


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SCHWEINFURT / OLDENBURG – Mitte März findet in Oldenburg die Endrunde der Deutschen Meisterschaften im Faustball statt. Mit dabei ist der TV Oberndorf aus Schweinfurt. Leider wohl nicht im Team stehen kann mit Maximilian Lutz einer der besten Spieler, der krankeitsbedingt die letzten Wochen der Hauptrunde fehlte.

„Selbst wenn ich kurz vor dem Wochenende die Erlaubnis vom Arzt bekomme, wieder intensiv Sport zu betreiben, kann ich auf so einem Niveau in meiner momentanen Verfassung nicht mithalten“, sagt der 20-Jährige, der fast zwei Monate nur im Bett liegen konnte wegen eines Pfeifferschen Drüsenfiebers. Das warf ihn zurück. „Aber ich bin quasi als Antreiber am Spielfeldrand dabei“, verspricht Lutz, der zum Industriemechaniker ausgebildet wird, der seit dem Jahr 2000 Faustball spielt und der 2012 in Diepoldsau (Schweiz) sowie 2013 in Preliuc (Tschechien) jeweils mit der U 21-Nationalmannschaft Deutschlands Europameister wurde.


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Wir stellten dem Allrounder, der auch 2014 wieder in die Nationalmannschaft kommen und dem EM-Titel verteidigen möchte, vor den Deutschen Meisterschaften ein paar Fragen.


Faustball TV Oberndorf Lutz, SagstetterWar eine Reise nach Oldenburg im März Dein großes sportliches Ziel?
Maximilian Lutz: Nach der deutschen Meisterschaft im vergangenen Jahr in Ahlhorn hat man einfach Lust auf mehr bekommen. Als dann auch die ersten Spiele in der Hallensaison 13/14 positiv verlaufen sind, war es schon eines meiner Ziele, dieses Jahr als Spieler an der DM teil zu nehmen.

Dich bremste zuletzt eine Krankheit. Kannst du darüber erzählen? Wie fit bist Du wieder und reicht es für die Teilnahme an der DM?
Maximilian Lutz: Ich war aufgrund von Fieber und anderen Begleiterscheinungen für mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt. Die deutsche Meisterschaft kommt wohl leider ein paar Wochen zu früh für mich. Ich werde aber selbstverständlich trotzdem die Reise nach Oldenburg antreten, um das Team bestmöglichst zu unterstützen.

Was meinst Du, wie viele Fans werden das Team nach Oldenburg begleiten?
Maximilian Lutz: Es ist natürlich schwer zu sagen, wie viele den langen Weg nach Oldenburg auf sich nehmen. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass neben einigen Familienangehörigen noch der ein oder andere Fan sich die DM nicht entgehen lassen will. Ich kann nur jedem empfehlen, der an diesem Wochenende nichts vor hat und kurzentschlossen ist, nach Oldenburg zu kommen und sich die Spiele anzuschauen. Es lohnt sich!

Faustball Maximilian Lutz EuropameisterWenn Du Dich an die DM-Endrunde im Feld 2013 erinnerst – was blieb da am meisten hängen?
Maximilian Lutz: Ganz klar das Qualifikationsspiel um das Halbfinale gegen den TV Brettorf! Auf der einen Seite: Brettorf, als quasi zweites Heimteam der deutschen Meisterschaft, international sehr erfahren, unterstützt durch ca. 200 Fans. Auf der anderen Seite: Wir, als klarer Außenseiter, erstmals bei einer DM-Endrunde der Herren dabei, angetrieben durch 20 mitgereisten Fans und der Sympathien der neutralen Zuschauer. Es war ein unvergessliches Spiel auf hohem Niveau, mit allem was der Faustballsport zu bieten hat; tolle Angriffsschläge und spektakuläre Abwehraktionen auf beiden Seiten, Spannung bis zum Schluss und das bessere Ende für uns!

Welche entscheidende Entwicklung hat die Mannschaft genommen seit der knapp verpassten Hallen-Endrunde 2013 in Coburg?
Maximilian Lutz: Wir spielen mittlerweile sehr konstant mit vielen Ausreißern nach oben und nur noch wenigen nach unten.

Faustball Maximilian LutzHättet ihr beim Aufstieg in die Bundesliga in den letzten Jahren, Feld wie Halle, geglaubt, dass so eine Entwicklung möglich ist?
Maximilian Lutz: Geglaubt wäre hier wohl das falsche Wort; eher gehofft. Niemand konnte davon ausgehen, dass alle Spieler nochmals einen so großen Sprung nach vorne machen werden.

Wenn man, so wie Ende 2013, den amtierenden Doppelmeister aus Pfungstadt schlägt und im Süden punktgleich Zweiter wird – ist dann vielleicht sogar noch mehr drin in Oldenburg?
Maximilian Lutz: Wenn bei einer Veranstaltung wie der deutschen Meisterschaft viele Teams aufeinander treffen, die ungefähr das gleiche Niveau besitzen, ist die Tagesform oder eben Wochenendsform der jeweiligen Mannschaft sehr entscheidend. Man sollte jetzt keinesfalls den Fehler machen und den Sieg gegen den TSV Pfungstadt überbewerten! An diesem Nachmittag hat das komplette Team am oberen Limit gespielt und auch das nötige Quäntchen Glück war an diesem Tag auf unserer Seite.

Faustball Maximilian_Lutz2Wenn ein Leser nun noch nichts anfangen kann mit der Sportart Faustball: Beschreib´ bitte mal mit Deinen Worten, warum man unbedingt ein Heimspiel des TV Oberndorf ansehen muss – das nächste ist ja schon im Mai in der Feldrunde gegen Rosenheim!?
Maximilian Lutz: Faustball ist ein sehr athletischer Sport mit vielen Highlights. Es gibt für den Zuschauer kaum Verschnaufspausen, da durch die relativ kurzen Sätze nahezu in jedem Satz Spannung herrscht und die Dichte an spektakulären Aktionen enorm hoch ist. Es ist einfach ein Muss für jeden Sportfanatiker, diese Sportart auf hohem Niveau gesehen zu haben! Also: Kommt zu einem Heimspiel und überzeugt euch einfach selbst. Die nächste Chance dazu ist am 04.05.14 beim bayerischen Derby gegen den MTV Rosenheim.

Wozu wärst Du persönlich bereit, was würdest Du tun, damit die Sportart Faustball populärer wird – in Schweinfurt oder auch bundesweit?
Maximilian Lutz: Ich möchte national wie international, mit der Vereinsmannschaft und/ oder der U21 Nationalmannschaft weiterhin mit sportlichen Leistungen überzeugen, um Medien und Personen, welche von Faustball noch nichts gehört haben, mit diesem Sport in Verbindung zu bringen und somit den Bekanntheitsgrad dieser Sportart zu erhöhen.

Welches ist Deine Zweitlieblingssportart nach Faustball und warum?
Maximilian Lutz: Eine „Zweitlieblingssportart“ gibt es bei mir nicht. Ich bin offen für jede neue Sportart und probiere auch gerne andere aus. Meine Hobbys kann man also ganz leicht in einem Wort zusammenfassen: Sport!


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