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Mit dem früheren Treiben ist nicht mehr viel: Marc Hemmerich wurde Vater, ist sesshaft – und gastiert am Freitag mit den Wölfen in Schweinfurt


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SCHWEINFURT / BAD KISSINGEN – Ex-Mighty Dogs im Dress der Bad Kissinger Wölfe gibt es einige: Roman Nikitin, Timo Jung, Mikhail Nemirovsky – und natürlich Marc Hemmerich. Der heute 32 Jahre alte Mannheimer stand vor zehn Jahren im Schweinfurter Kader und wurde schnell zum Publikumsliebling.

Ex-Wölfe im Dress des ERV? Gibt es natürlich auch! Trainer Thomas Berndaner kam aus der Kurstadt, Goalie Kevin Keßler oder Alex Andrusovich. inundumsw.de aber sprach mit Marc Hemmerich vor dem großen Derby am Freitagabend ab 20 Uhr im Icedome.


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Herr Hemmerich, wie wird das werden am Freitagabend im Icedome? Ist das für Sie sowas wie eine Heimkehr, auch wenn Sie ja gar nicht allzu lange in Schweinfurt spielten?
Marc Hemmerich: Ja, es fühlt sich für mich wirklich wie eine Heimkehr an. Ich hatte eine fantastische Zeit damals in Schweinfurt und bis heute noch guten Kontakt zu ehemaligen Mitspielern und Freunde außerhalb der Eisfläche.


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Wann und mit welchem Verein weilten Sie zuletzt im Icedome?
Marc Hemmerich: Oh, das letzte Mal ist schon eine ganze Weile her. Ich glaube, das war damals mit Höchstadt in der Bayernliga.

Warum landeten Sie denn ausgerechnet bei den Bad Kissinger Wölfen?
Marc Hemmerich: Diesmal kam der Kontakt durch Nemo zustande. Da ich aber bereits vor vier Jahren in Bad Kissingen gespielt habe und meine zweite Berufsausbildung begonnen hatte, kannte ich die Gegebenheiten und Voraussetzungen schon ganz gut. Und hier lässt sich Beruf und Sport für mich am besten vereinen.

marc_hemmerich-0Schweinfurt war kein Therma?
Marc Hemmerich: Schweinfurt sollte bei jedem Eishockeyspieler immer ein Thema sein. Es ist eine Eishockey-verrückte Stadt, in der es Spaß macht zu spielen. Es gab ganz losen und vagen Kontakt mit einem ehemaligen Mitspieler. Aber nichts Konkretes.

Welche Reaktion der Schweinfurter Fans erwarten Sie am Freitag?
Marc Hemmerich: Von den Schweinfurt Fans erwarte ich keine spezielle Reaktion. Es gibt einen Fangesang für mich. Und diejenigen, die diesen initiiert haben, sind gute Bekannte. Daher schätze ich das sehr. Ein sportlich fairer Empfang ist das Schönste, was man sich wünschen kann. Und das, denke ich, machen diese positiv Verrückten gerne.

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Klappt das mit Rang vier für die Wölfe? Sie spielen ja nur noch vier Mal, müssen wohl in Straubing und gegen Haßfurt gewinnen…
Marc Hemmerich: Zurzeit sieht es ja recht gut aus mit Rang vier. Wir haben leider zu Beginn zwei, drei Spiele nicht unsere beste Leistung gezeigt, was auch auf die kurze, fast nicht vorhandene Vorbereitung zurückzuführen ist. Aber ich bin positiver Dinge, dass wir es schaffen werden. Die letzten vier Spiele konnten wir ja alle gewinnen.

Was ist drin in Schweinfurt für Bad Kissingen?
Marc Hemmerich: Schweinfurt ist eine gute, junge und hungrige Mannschaft, die bis jetzt noch ungeschlagen ist. Wir müssen all unsere Klasse und Erfahrungen ausspielen und ein wenig Glück beim Abschluss haben, dann wäre vielleicht eine Überraschung drin. Mal sehen. Ein tolles Spiel wird es so oder so, denke ich, vor einer würdigen Kulisse.

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Aufgeführt im Kader sind Sie neben Simon Ehrenschmalz und Niko Grönstrand als einer von nur drei Verteidigern. Wie haut das denn hin über eine gesamte Saison?
Marc Hemmerich: Ja, das ist eine sehr gute Frage. Und wer mich kennt, weiß wie sehr ich viel Laufen liebe (lacht). Nein, mal im Ernst, bei der Zusammenstellung des Kaders wurde sehr stark auf Qualität gesetzt statt rein auf Quantität. Jeder meiner Mitspieler ist aus einem ganz bestimmten Grund hier. Und wir haben ein Ziel vor Augen. Mit Miro Polak hat sich ja leider unser vierter Verteidiger verletzt. Er wird aber hevorragend von Christian Masel vertreten oder eben auch durch Nemo selbst. Defensive beginnt ja eh bereits schon vorne im Offensiv-Drittel. Das bedeutet auch ein großes Lob an unsere Stürmer, die uns stark nach hinten unterstützen.

Haben Sie schon mal sowas erlebt, dass ein Team die Trikots und die Spielerpässe vergisst, so wie das den Wölfen nun passierte beim Auswärtssieg jüngst in Amberg?
Marc Hemmerich: Ich habe in jetzt 15 Jahren Senioren- Eishockey und fast 30 Jahren generell so ziemlich alles gesehen. Wir haben auch schon Spieler an Raststätten vergessen, aber ja: Es war schon lustig am Sonntag. Man darf es jedoch jetzt auch nicht zu Ernst nehmen und sollte mal die Fünf gerade sein lassen. Schließlich machen unsere Betreuer das alles freiwillig in ihrer Freizeit, dem Sport ihres Vertrauens zuliebe. Dafür sollten wir viel liebe mal Dankbar sein. Das gilt auch für die ganzen Verantwortlichen rund um jeden Verein, ohne die ein Spielbetrieb in dieser Form ja eh nicht möglich wäre.

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Wie erklärte sich denn das 3:7 zuhause gegen Dingolfing?
Marc Hemmerich: Ja, das Spiel hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Wir hatten an dem Abend die Sprichwörtliche Sch***e am Schläger. Es wollte partout einfach kein Tor für uns reinfallen, obwohl wir über 40 Minuten ein spielerisches Übergewicht hatte. Und bei Dingolfing ging quasi fast alles rein. Man darf aber auch bitte nicht vergessen, dass Dingolfing eine sehr gute Mannschaft ist, die da unten in der Tabelle nichts zu suchen hat. Ich bin mir auch fast sicher, dass wir sie da am Ende der Runde nicht sehen werden.

Auf Facebook sieht man Sie auf zwei Fotos einerseits mit einer schwangeren Frau und dann mit einem Baby im arm. Klären Sie uns doch mal auf über Ihr privates Glück!
Marc Hemmerich: Die ominöse schwangere Frau auf dem Bild ist meine zauberhafte Verlobt Julia. Und der kleine Knirps unser elf Wochen alter Sohn Quirin. Ja, seit nunmehr 1 1/2 Jahren sind Mama und neuerlich auch Sohnemann mein privates Ein und Alles. Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl. Vergangenes Wochenende war der Sproß auch das erste mal in der Halle dabei, ein ganz besondere Moment für mich…

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Was treiben Sie, wen Sie nicht Eishockey spielen? Wohnen Sie denn in Bad Kissingen?
Marc Hemmerich: Zurzeit ist mit dem früheren Treiben nicht mehr viel (lacht). Jetzt heißt, es die Brötchen verdienen und viel, viel Zeit mit der Familie verbringen. Ich bin mittlerweile voll in den elterlichen Betrieb eingestiegen und arbeite nebenbei noch an eigenen Projekten für die Zukunft. Gut möglich, dass es auch etwas mit Eishockey zu tun hat. Und nein, ich bin zuhause in Mannheim geblieben, da hier jetzt mein Lebensmittelpunkt ist.

Wir zählen 21 weitere Vereine, seit Sie 2003 ihren Heimatclub Mannheim verlassen haben. 21 Vereine in 13 Jahren. Erklären Sie uns das bitte!
Marc Hemmerich: Ja, das stimmt, es kamen ein paar Stationen zusammen. Es gibt dafür verschiedenste Gründe. Ich wollte als Spieler immer viel sehen von der Welt. Ich bewundere Spieler wie Lüdemann oder Felski, das waren traumhafte Karrieren ,die beneideswert sind. Ich persönlich wäre aber lieber dem Beispiel Jan Benda gefolgt, was ich ja im Rahmen meiner Möglichkeiten auch getan habe. Dann kamen natürlich auch Pleiten, Pech und Pannen dazu, bei denen du als Spieler nichts machen kannst. Und Schweinfurt habe ich damals aufgrund von Ambitionen nach oben verlassen. Wobei ich mit dem Wissen von heute sehr wahrscheinlich noch ein Jahr geblieben wäre oder zwei, weil es wirklich toll war, vor diesen Fans spielen zu dürfen.

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Welche Station war denn die bisher kurioseste und warum?
Marc Hemmerich: Es gab ein paar. Schweinfurt, die Erfahrungen mit den Fans, das war in dem jungen Alter überwältigend. Slowakei war einzigartig, das erste mal in einem fremden Land ohne Sprachkenntnisse und mit völlig neuen Lebensumständen. Lettland natürlich auch in der 1. Liga mit dieser Professionalität kurz vor dem KHL-Start und den Mitspielern mit NHL-Erfahrung und junge, hunrige Draftpicks – das war auch prägend.

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marc-hemmerichWie geht´s für Sie weiter nach der Saison? Bleiben Sie ein Wandervogel?
Marc Hemmerich: Das ist eine Frage, die ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht 100-prozentig beantworten kann. Ich habe mit Kissingen natürlich schon über einen Verbleib gesprochen und bin auch zurzeit super zufrieden. Der Club ist familiär und alle geben sich größte Mühe. Also, wenn meine Frau dann den Daumen nach oben gibt, würde ich gerne noch ein Jahr dran hängen. Hoffentlich auch mit dem Erreichen der vom Verein gestecketen Ziele. Dass ich noch mal groß wandere, das bezweifle ich sehr stark. Jedoch wenn mich die ganze Zeit eines gelehrt hat: „Sag niemals Nie!“

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!
Marc Hemmerich: Danke Euch auch für´s Lesen und ein tolles Derby!

Foto Marc mit Julia: Ronja Naoko


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