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Mit einem Sieg gegen Grünwettersbach könnte Bad Königshofens Tischtennis-Bundesligist einen Schritt Richtung Tabellen-Mittelfeld machen


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BAD KÖNIGSHOFEN – Irgendwie liegt knisternde Spannung über der Shakehands-Arena, wo der Tabellenachte der Tischtennis-Bundesliga TSV Bad Königshofen an diesem Sonntagnachmittag den punktgleichen Siebten ASV Grünwettersbach empfängt.

Nicht einmal in erster Linie wegen dieser Tabellenkonstellation, die einen Platzwechsel im Fall eines Heimsiegs hergibt. „Wenn wir komplett und alle fit sind, können wir sie schlagen“, stellt TSV-Manager Andy Albert schon die ersten zwei Bedingungen auf. Eine davon bezieht sich auf Kilian Ort, der sich, wie sich hinterher herausstellte, im Spiel gegen den Saarbrückener Tokic einen Halswirbel ausrenkte und unter Adrenalin-Einfluss zu Ende spielte. Im Anschluss flog er zusammen mit Darko Jorgic zu den Hungary-Open nach Budapest, wo er aber keinen Schlag machen konnte und zurück nach Düsseldorf zur Behandlung flog.

Es liegen aber noch mehrere unbeantwortete Fragen über diesem sechsten Heimspiel in der Premium-Liga des deutschen Tischtennis. Zum Beispiel diese: Wird Mizuki Oikawa (Foto) in seiner Heimat bei den Japan Open rechtzeitig ausgeschieden sein und einen Flieger bekommen haben, um seiner Mannschaft bei der Revanche für die 1:3-Niederlage im Hinspiel wieder helfen zu können. Am Donnerstag war er noch im Turnier, wurde ja deswegen schon vergangenen Sonntag beim verlorenen Auswärtsspiel in Saarbrücken schmerzlich vermisst. Falls er kommt, wie hat Mizuki diesmal den Jetlag weggesteckt?


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Noch mal zu den Japan Open: Wie weit ist dort die Nummer 1 der Gäste Masataka Morizono gekommen? Ihm wünschten die Königshöfer, möglichst bis ins Endspiel am Sonntag. Denn er, die Nummer 44 der Weltrangliste vor diesem Turnier, hat im Hinspiel gleich beiden Königshöfern, Darko Jorgic und Mizuki Oikawa, das Nachsehen gegeben und das Spiel allein zu zwei Dritteln entschieden. Nächste Frage: Ist Grünwettersbach auch ohne Morizono und Ricardo Walther wirklich so stark wie bei der unglücklichen 1:3-Niederlage letzten Sonntag gegen Fulda? Dort vergab der von 3 auf 1 vor gerückte Dang Qiu im entscheidenden Spiel gegen den Abwehrkünstler Ruwen Filus im fünften Satz drei eigene Matchbälle und verlor mit 12:14.

Oder ist Qiu tatsächlich so stark geworden? Im Hinspiel holte Kilian Ort gegen ihn seinen ersten Sieg (11:6/11:6/11:8). Wobei ihn mit Qiu eine besondere Jugend-Freundschaft verbindet. Mit ihm spielte er seit der Schüler-Nationalmannschaft alle Doppel bei jedem Turnier. Die beiden gewannen vor zehn Monaten in Bamberg Bronze bei der Deutschen Meisterschaft. Apropos Kilian Ort: Wird man, wenn er denn spielen kann, darauf spekulieren und taktieren, um Dang Qiu gegen ihn an die Platte zu bringen? Oder ist er inzwischen wieder selbstbewusst genug, es mit jedem wie er kommt aufzunehmen?

Apropos Darko Jorgic: Für ihn war es wahrscheinlich gut, dass er mal ein paar Tage außer Landes und nicht dem Hype in Saarbrücken, seinem Arbeitgeber in der nächsten Saison, ausgesetzt war. Die nichts Wichtigeres zu tun hatten, als ihn unmittelbar vor dem Spiel im Saarbrückener Trikot zu fotografieren und seinen Wechsel fürs Fernsehen kommentieren zu lassen. Er wurde so in Beschlag genommen, dass darunter die Vorbereitung und Harmonie im TSV-Team litt. Zudem trainiert er ja eh meistens, wenn er in Deutschland ist, im Tibhar-TT-Zentrum in Saarbrücken. Die Situation ist momentan gar nicht so einfach für den Jungen, der den Königshöfern bisher so viel Freude bereitet und Punkte gesichert hat. Beim TSV hofft man darauf, dass die Fans seine Entscheidung respektieren und ihn so anfeuern wie bisher. Zumal es für ihn ja gar keine Alternative gab. Und von Jorgic erwartet man, dass er das alles abschüttelt, als wäre er nicht erst 19, und sich rein hängt wie bisher. Was ihm eher gelingen sollte, wenn der Funken überspringt – wie bisher.

Gegen Fulda fehlten dem ASV letzten Sonntag seine zwei Spitzenspieler. Auch Ricardo Walther (kurzfristig erkrankt) hatte Oikawa im Hinspiel geschlagen. Dabei zeigte sich, wie bei den meisten Teams der Liga, dass sie nicht nur über drei, sondern über mindestens fünf konkurrenzfähige Spieler verfügen. Der eine Ersatzmann, der Engländer Sam Walker, bezwang Wang Xi nach 0:2-Rückstand im fünften Satz. Und der andere, der Slowene Jan Zibrat, unterlag gegen Ruwen Filus im fünften Satz 11:13. Trotz der Niederlage gegen Fulda zog man beim Verein aus dem Vorort von Karlsruhe ein positives Fazit, war „zufrieden mit der Leistung unserer Rumpfmannschaft, weil wir am Sieg geschnuppert haben“, so Christian Beck vom ASV, der ganz andere Antworten auf vergleichbare Fragen hat.

TISCHTENNIS, Bundesliga Männer: Sonntag, 21. Januar, 15 Uhr: TSV Bad Königshofen – ASV Grünwettersbach

Text und Foto: Rudi Dümpert, Pressewart des TSV Bad Königshofen







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