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Mit Ochsenhausen gastiert das nächste Schwergewicht der Tischtennis-Bundesliga in Bad Königshofen


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BAD KÖNIGSHOFEN – Die TTF Ochsenhausen haben rund um den Jahreswechsel eine Menge zu tun. In der Liga galt es, die Spiele nachzuholen, die wegen der Teilnahme ihres Spitzen-Trios Calderano/Gauzy/Jha an der Weltcup-Bubble in China verlegt werden mussten. Dabei gewann man am 18. Dezember in Neu-Ulm (mit Calderanos zwei Einzelpunkten) mit 3:1 und verlor am 21. Dezember in Düsseldorf (ohne Calderano) mit 1:3.

In beiden Spielen der Tischtennis-Bundesliga gewann Simon Gauzy sein Einzel. Zum Doppel kam es nicht. Damit ist der vierfache deutsche Meister und Pokalsieger sowie zweifache Europapokal-Gewinner auf Rang 2 der Tabelle (16:4) vor gesprungen. Am 9. Januar stehen die Oberschwaben in der ratiopharm-Arena in Neu-Ulm im Final-Four, dem Pokal-Halbfinale, das zusammen mit dem Endspiel an einem Tag ausgetragen wird.


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Dazwischen geschoben wurde der erste Rückrundenspieltag, der mit diesem Spiel als Revanche stattfindet, sofern die elitären Gäste denn noch irgendwelche Highlight-Gedanken frei haben. Schließlich fügte erst vor fünf Wochen der Underdog aus dem Rhön-Grabfeld in der Höhle des Löwen den „Ochsen“, so nennen sie sich auf ihrer Homepage selber, die erste Saisonniederlage zu. Es war der erste Sieg des TSV im siebten Aufeinandertreffen.


Doch Rhön-Grabfelder bleiben auf dem Boden, wenn sie nach den Sternen greifen. Kaum jemand wird erneut mit einem Sieg rechnen, besonders dann nicht, wenn Hugo Calderano, die Nr. 6 der Weltrangliste, eingesetzt wird. Wenn sich die TTF (Tischtennisfreunde) denn schon als „jüngste Mannschaft der TTBL“ (21,0 im Schnitt mit den beiden jungen Polen Samuel Kulczicki/18 und Maciej Kubik/17 an 4 und 5) sehen, gehört auch ein zweites Alleinstellungsmerkmal „bester Weltranglisten-Durchschnitt“ (18) des Spitzentrios (Calderano 6./Gauzy 20./Jha 28.) dazu. Trotz aller Kritik am Zustandekommen dieses Rankings beantwortet schon der Abstand der Königshöfer (Schnitt 195) die Frage nach dem Favoriten dieses Spiels mit „hoher“ von selbst. Ein drittes Merkmal der Gäste: Sie bilden seit Jahren junge Spieler aus aller Herren Länder in ihrer Akademie aus, spielen aber ebenso seit Jahren ohne einen einzigen Deutschen im Kader.

Außer Bad Königshofen (Steger/Ort) haben nur noch Düsseldorf (Boll/Walther), Fulda (Filus/Fan Bo Meng) und Grünwettersbach (Wang Xi/Dang Qiu) zwei Deutsche im Kader. Neben Ochsenhausen ist nur noch Grenzau ausschließlich mit Ausländern besetzt.

Beim 3:2-Sieg am 27. November war Hugo Calderano nicht mit von der Partie. Er hat bisher nur an vier Spielen teilgenommen. Mit ihm (Bilanz 6:0) an Position 1 könnten zwei Punkte bereits vergeben sein. Gauzy (14:2) hat seine 2-er-Einzel in Neu-Ulm und Düsseldorf auch gewonnen. Doch den Dreier, der US-Amerikaner Kanak Jha, hat Kilian Ort (6:3) erst vor fünf Wochen (3:2) besiegt, in der vergangenen Saison schon einmal. Nicht auszuschließen, dass man da mit der Aufstellung pokern wird. Ob Abdel-Kader Salifou (2:5) wieder mal einen Einsatz bekommt? Eher weniger zu erwarten, befindet sich doch die Alternative Filip Zeljko (5:4) derzeit in der Form seines Lebens. Und Geschenke werden im Profisport nicht verteilt. Drei Spieler (Steger 10:7) mit positiver Bilanz, das ist auch eine gänzlich neue Situation beim TSV. Das gab´s noch nie in den dreieinhalb TTBL-Spielzeiten, einen Platz (6./12:10) in der ersten Tabellenhälfte am Ende der Vorrunde allerdings auch nicht.

Bemerkenswert ist, dass die Mannschaft mit der unter normalen Umständen stärksten und emotionalsten Unterstützung des Publikums bisher so gut durch den Shutdown gekommen ist. Alle Vier bestätigten ja immer wieder, dass die Fans in jedem Satz für einen Punkt gut seien. Umso erstaunlicher ist dieser aktuelle Lauf vor der Geisterkulisse in der Shakehands-Arena. „Während des Ballwechsels denkst du nicht daran, da bist du im Tunnel“, erklärt Filip Zeljko. „Wenn du dich über einen gewonnenen Ball freust, vielleicht auch nicht. Aber hinterher schaust du auf die Tribüne und vermisst die Fans.“

Da auch vier Siege hintereinander ein Novum beim TSV darstellen, fragt sich nur, womit diese Erfolge zu toppen sind. Ein zweiter Sieg binnen fünf Wochen gegen Ochsenhausen wäre es vielleicht. Doch je größer die Kaliber, desto größer ist die Motivation der Spieler von Headcoach Koji Itagaki. „Unmöglich ist nichts“, lautet Kilian Orts Motto vor jedem Spiel, „besonders nach dem Best-of-five-Modus. Da muss aber alles passen.“ Dass sich Ochsenhausen mit Blickrichtung Play-Offs keinen Ausrutscher mehr erlauben darf, liegt auf der Hand. Doch das galt für Saarbrücken auch.

Tischtennis Bundesliga: TSV Bad Königshofen – TTF Liebherr Ochsenhausen
Sonntag, 3. Januar, 15 Uhr

Text und Fotos: Rudi Dümpert für SW1.News



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