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Mitspielen ist nicht so optimal: Warum der TSV Rain in Schweinfurt unterzugehen drohte – MIT VIELEN FOTOS!


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SCHWEINFURT – Für die Gastgeber war´s schon zum Nachdenken, als am Freitagabend der 5:0-Sieg der Bayreuther bei Greuther Fürth 2 bekannt wurde. Einer der Hauptrivalen um Meisterschaft und Aufstieg in die 3. Liga erwischte einen Traumstart in die Saison und erhöhte am Samstag den Druck auf die Schweinfurter gegen das Schlusslicht nach Spieltag eins. Die Frage lautete: Welche Chancen hat der TSV Rain beim FC 05?

Die Antwort nach 90 Minuten: Keine. Nein: Gar keine! Halt: Sieht man mal von der neunten Minute ab, als die Gäste einen Fehler der jungen, umformatierten Hintermannschaft der Unterfranken ausnutzten und Abdel Abou-Khalil einschieben konnte. Ein früher Treffer von Rain beim Top-Favoriten, an sich ein Traum! Blöde nur, dass es das Tor zum 2:1-Anschlusstreffer war. „Aber wenn wir das Richtung Halbzeit bringen, dann ist etwas möglich“, mutmaßte Dominik Haußner rund 30 Minuten nach einem Spiel, das 5:1 endete.


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„So war´s natürlich ein Klassenunterschied, das muss man schon sagen“, weiß Rains Trainer. Nach einer Viertelstunde fiel das 3:1 durch Adam Jabiris Kopfball – und als Schweinfurts Torjäger, später per Fallrückzieher am Pfosten scheiternd, nach Querpass seines neuen Sturmkollegen Meris Skenderovic locker zum 4:1 einschob, da musste man nach 22 Minuten eine zweistellige Klatsche der Gäste befürchten. Die deutete sich auch in den Anfangsminuten an nach erfolgreichen Schüssen von Kevin Fery und Thomas Haas. „´Oh je´ habe ich da draußen auf alle Fälle gedacht“, gab Haußner zu, dem vor allem „die Art und Weise, wie die Tore fielen“, gar nicht passte: Lange Bälle hinter die Abwehr!


„Der Start war ungünstig, wir wollten mitspielen. Das war nicht so optimal“, wunderte sich der Coach über seine Mannschaft, die eigentlich die Devise bekam, gut zu verteidigen, eng am Gegenspieler zu bleiben und die erste Viertelstunde gut zu überstehen. Sprich: Erstmal ein defensives Bollwerk aufzubauen. „Ich glaube nicht, dass diese Vorgabe nicht ankam. Aber auf diesem Platz, in diesem Stadion, da hat man halt Bock, Fußball zu spielen. Dennoch hat uns die Schweinfurter Qualität überfordert.“

Gut nur, dass es die Schnüdel nach der Pause langsamer angingen ließen und ähnlich viel wechselten wie Rain. Die Gäste kamen mit gleich mit drei frischen Kräften aus der Kabine, darunter Niklas Schmitt für den verletzten Kevin Schmidt, der sich in Halbzeit eins eine Oberschenkel-Zerrung zuzog. Auch ohne Rosenkavalier Dominik Bobinger (Haußner: „Er trainiert gut, es ist eine Frage der Zeit!“) verkauften sich die Gäste nun recht ordentlich, ließen nur nach Arif Ekins Foul an Amar Suljic den Elfmeter zum Endstand zu, hätten durch Stefan Müller am Ende fast nochmal verkürzt.

„Sie haben es charakterlich einwandfrei zu Ende verteidigt. Manche Teams geben sich da auch auf“, lobte Schweinfurts Coach Tobias Strobl deshalb den Gegner und dann natürlich zurecht seine Truppe. „Ich habe selten eine Mannschaft besser spielen sehen als meine heute. Sie hat sich extrem viel Respekt verdient!“ Das als Hinweis auf die erste leise Kritik nach dem 1:1 in Buchbach.

Seinen sportlichen Leiter Robert Hettich lobte Strobl für den Transfer von Meris Skenderovic von Hoffenheim 2. Der 23 Jahre alte Stürmer mit einem Einsatz in der Europa League sei „der perfekte Gegenpart, aber kein Jabiri-Ersatz“. Ohne den 37-Jährigen geht es noch nicht, auch wenn der FC 05 gerüchtehalber nach einem weiteren Angreifer sucht. Sein Regionalliga-Debüt gab der erst 21-jährige Tim Kraus.

Strobl wurmte das Gegentor, zu Null spielten die Schweinfurter wieder nicht. „Es fiel wieder billig – und Luis Zwick lechzt nach einem Spiel ohne!“ Fragen nach Bayreuth, das immer vor dem FC 05 den selben Gegner hat, ignorierte Strobl, „weil wir sonst gegen die Wand fahren“. Fakt ist, dass der Tabellenführer in Fürth mit dem 5:0 einen Maßstab gesetzt hat und die Unterfranken als amtierender Meister am Dienstag an selber Stelle nachlegen müssen. Und parallel hoffen dürfen auf den Lokalrivalen aus Aubstadt, der nach zwei Partien ohne Gegentreffer nun Bayreuth empfängt.

In ganz anderen Tabellenregionen bewegt sich natürlich der TSV Rain. Im Wissen, dass es der Terminplaner mit dem Auftakt nicht gut meinte. Nun geht es zuhause gegen Aschaffenburg, den dritten Verein aus der Meisterrunde der letzten Saison. „Nach neun Gegentoren müssen wir bis Dienstag die Köpfe wieder hoch bekommen“, weiß Dominik Haußner, „und dann länger am Gegenspieler dran sein und besser verteidigen“.

Vor mutmaßlich weniger Zuschauern, als sie nach Schweinfurt kamen. Doch die 658 Fans dort sorgten bei zugelassenen 1500 für eine enttäuschende Kulisse im SachsStadion. Der „Willy“ ist nun auch offiziell aus dem Namen verschwunden und damit etwas braune Vergangenheit aus der altehrwürdigen Arena.

Fußball-Regionalliga Bayern: 1. FC Schweinfurt 05 – TSV Rain/Lech: 5:1 (4:1)

Schweinfurt: Zwick – Haas (ab 70. Pfarr), Kraus (ab 80. Yarbrough), Rinderknecht – Fery, Cekic, Adlung (ab 60. Zietsch), Böhnlein, Grözinger – Jabiri (ab 60. Suljic), Skenderovic (ab 60. Pieper); Trainer: Strobl.
Rain: Schmidt (ab 46. Schmitt) – Gerlspeck, Bauer, Triebel – Königsdorfer (ab 77. Bär), Schröder (ab 46. Knötzinger), S. Müller, Ekin – Abou-Khalil (ab 68. Bischofsberger), J. Müller (ab 46. Greppmeier) – Härtel; Trainer: Haußner.
Schiedsrichter: Tobias Wittmann (SV Wendelskirchen).
Tore: 1:9 (4.) Kevin Fery, 2:0 (8.) Thomas Haas, 2:1 (9.) Abdel Abou-Khalil, 3:1, 4:1 (15., 22.) Adam Jabiri, 5:1 (79.) Kristian Böhnlein (Foulelfmeter).
Gelbe Karten: Haas, Suljic – Müller, Königsdorfer, Ekin.
Zuschauer: 658.

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