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Mizuki Oikawa: „Ich bin ein Königshöfer“: Der Publikumsliebling verlängerte für´s fünfte Jahr beim TSV und holte zwei Punkte beim Sieg gegen Grenzau


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BAD KÖNIGSHOFEN – Das letzte Heimspiel des Jahres war das dritte vor eigenem Publikum innerhalb von 15 Tagen und brachte für den TSV Bad Königshofen den zweiten Sieg, den fünften der Saison der Tischtennis-Bundesliga.

Den ersten von zwei Siegen an diesem Tag feierten die 453 Zuschauer aber schon vor dem Spiel, als der Hallensprecher Jürgen Halbig verkündete: „Sie haben es vielleicht mitbekommen, dass man uns Mizuki Oikawa wegnehmen wollte. Ich kann Ihnen hier sagen, wir haben den Kampf gegen Düsseldorf gewonnen. Mizuki bleibt auch in der nächsten Saison ein Königshöfer.“ Die Fans tobten und feierten ihn mit Sprechchören. Weil sie ein feines Gespür für menschliche Gefühle haben, feierten sie bereits bei der Vorstellung dann jeden Einzelnen des Teams ebenfalls in Sprechchören.


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Doch damit war das Toben und Feiern erst eröffnet. Es gab noch viel zu feiern an diesem zweiten Advent. Sie wurden vorweihnachtlich beschenkt mit Weltklasse-Tischtennis: Nur diesmal ein Stück weniger aufregend als gegen Düsseldorf und Bremen, dafür, gefühlt, noch ein Stück mehr an Qualität. Wobei zu bemerken sei, so Halbig, dass zu Weltklassesport im Zweikampf immer zwei gehören. Der Tabellensechste ist ebenfalls auf dem Weg nach oben, auch wenn er gestern von den Königshöfern eingeholt wurde. Die Wellen der Begeisterung schwappen gegenwärtig immer weitere Kreise. So kamen die Einlaufkinder diesmal vom 1. FC Arnstein und das Schiedsrichter-Quartett aus Erfurt, Gotha und Weimar.



Der Gästetrainer Dirk Wagner hatte einen besonderen, aber nachvollziehbaren Matchplan gebastelt, seinen bisher Erfolgreichsten, den Italiener Bobocica, auf Position 3 gestellt und den Dänen Lind an 2 gegen Oikawa mehr oder weniger geopfert. „Bobo“ sollte punkten, ebenso Gerassimenko gegen Kilian Ort und das Doppel den Sieg holen. Oikawa spielt zurzeit eh auf Wolke sieben und zeigte Anders Lind, nur 20 WR-Plätze hinter ihm, wo der Hammer hängt. Um 15:20 Uhr stand es 1:0 für den TSV. „Ein überragender Oikawa“ befand Jürgen Halbig und machte ihn versehentlich um 20 Zentimeter größer als er ist: „180 Zentimeter geballte Energie.“

Jetzt kam, wenn man so will, die Vorentscheidung bereits im zweiten von fünf möglichen Matches. Kilian Ort kennt diese taktischen Spielchen natürlich auch. Aber auch den Kasachen Kirill Gerassimenko, Nr. 35 der Weltrangliste, 180 Plätze vor ihm, weil ohne vergleichbare verletzungsbedingte Auszeiten wie Ort. Beim DTTB-Lehrgang von elf Nationalspielern die Woche über war Gerassimenko einer der eingeladenen Sparringspartner, und Ort hatte ihn noch mal unter die Lupe genommen, ihn ja bereits im Hinspiel bezwungen. Dann zeigte er eine Performance, wie man sie noch nicht oft bei ihm daheim gesehen hatte: Mit einem Selbstbewusstsein, das ihn nahezu jeden Schlag so ausführen ließ, wie er es kann, und mit einer Dominanz im ersten Satz (11:4), die ihn noch sicherer machte. Getragen von der Begeisterung des Publikums und bei sich selber einer Mischung aus Euphorie und höchster Konzentration, machte er nur wenige vermeidbare Fehler und setzte als Spezialwaffe seine Vorhand ein. Dabei war er so gut auf den Beinen, dass er diese sogar aus der tiefen Rückhand abschoss und wieder zentral stand, falls sie doch nicht tödlich war.

Mit den besseren Nerven, etwas Glück ist da immer nötig, wehrte er im zweiten Satz zwei Satzbälle ab, setzte bei 10:10 fünf Aufschläge hintereinander auf die Netzkante, und erkämpfte sich seinerseits drei Satzbälle. Bei 13:12 nahm Trainer Itagaki Timeout. Ort spielte den folgenden Rückhand-Aufschlag so sanft, dass er es gerade noch übers Netz schaffte und sein Gegner drauf rein fiel. Auch im dritten Satz schweifte Kilian Orts Blick immer wieder zu seinem Trainer, der sich auf seinem Stuhl schier verrenkte, auf die Hüfte und überall da hin deutete, wo er den Gegner verletzbar wähnte. Es wurde zwar ein glatter 3:0-Sieg, aber gegen einen nahezu gleichwertigen Gerassimenko. Für manche Zuschauer war´s um 15:50 Uhr eine klare Sache, das 2:0. Aber Grenzau hat diese Saison schon öfter solche Rückstände egalisiert.

Bence Majoros traf nun auf den mit 7:4-Bilanz angereisten Mihai Bobocica, dem diesmal noch die Vorteile von 15 Lebensjahren an Erfahrung zum Sieg trugen. Im dritten Satz besiegte er das Bremen-Trauma, brachte diesmal eine 10:7-Führung zum 11:7 heim und war im vierten Satz bis 8:8 dran.

Die Trauer der Fans über den vergebenen Punkt verwandelte sich schnell in Vorfreude auf den nächsten Leckerbissen, zum zweiten Mal Oikawa am Tisch gegen Gerassimenko zu sehen. Das wurde rasch deutlich: Diesen Mizuki 12/2018 schlägt kein Bundesligaspieler. Bezeichnend ein Bild, als der TTC-Trainer Dirk Wagner den Kasachen zum Timeout an die Bande holte und der völlig erschöpft am Boden sitzend die Anweisungen aufnahm – oder nicht. Die 60-Kilo-Sprungfeder ist ein Riesen-Spieler. Aber für Oikawa gibt es in seiner aktuellen Verfassung kaum noch Superlative. Die Standing Ovations indes gehörten beiden – nach zweieinviertel Stunden teils atemberaubendem Tischtennissport. Und der TSV grüßt als Tabellensiebter.

Tischtennis, Bundesliga Männer: TSV Bad Königshofen – TTC Zugbrücke Grenzau 3:1

Ergebnisse:
Mizuki Oikawa – Anders Lind 3:0
(11:7(11:8/11:1)
Kilian Ort – Kirill Gerassimenko 3:0
(11:4/14:12/11:8)
Bence Majoros – Mihai Bobocica 1:3
(7:11/8:11/11:9/9:11)
Mizuki Oikawa – Kirill Gerassimenko 3:0
(11:5/11:7/11:9)
Sätze: 10:3

Oberschiedsrichter: Christian Grundler (Erfurt)
Zuschauer: 453.

Rudi Dümpert für sw1.news, Fotos: Rudi Dümpert (3), Michael Horling

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