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Neuer Coach für Wülfershausen: Fuchsstadts Kapitän passte genau ins Raster


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WÜLFERSHAUSEN – Zwei Landesliga-Jahre mit insgesamt 17 Siegen in den 70ern – das war natürlich das fußballerische Highlight der DJK Wülfershausen aus der Gemeinde Wasserlosen, mittlerweile mit dem Namenskollegen aus Burghausen in Spielgemeinschaft. Im Sommer 2017 endet dort nach neun Jahren die Ära von Spielertrainer Thomas Pfeuffer. Doch nun wurde der Nachfolger präsentiert.

„´Nikolai´ nennt mich nur meine Mutter, wenn ich Mist gebaut habe“, lachte Niko Wolf bei seiner Präsentation. Er legt Wert auf die Kurzversion seines Vornamens – und auch darauf, dass er keinesfalls im Ärger seinen momentanen Verein verlässt. Auch wenn das ein wenig überraschend klingt. Denn Wolf ist Kapitän beim FC Fuchsstadt, seinem Heimatverein, der gute Chancen hat auf den Klassenerhalt in der Landesliga. Da stellt man sich schon die Frage, wieso jemand dann freiwillig in die Kreisklasse wechselt. Auch wenn die DJK ja noch Aufstiegschancen besitzt.


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„Weil ich die andere Seite mal kennen lernen will und mit 30 Jahren das in meinen Augen jetzt ein guter Zeitpunkt ist“, erklärt Niko Wolf kurz und knapp. Seiner Vorstandschaft in Fuchsstadt, wo er wohnt und schon immer kickt, wo er als zweiter Kassier auch außerhalb des Fußballs tätig ist, teilte er vorletzte Woche seine Entscheidung mit. Auch Trainer Martin Halbig erfuhr es da. Und letzten Dienstag zum Auftakt der Übungen für die Rückrunde bekam es auch die Mannschaft gesagt. Ganz so gut kam das in Fuchsstadt natürlich nicht an. Um so besser aber am Samstag, als in Wülfershausen das erste Mal trainiert wurde.

Wie Wolf und Wülfershausen zusammen kamen? „Wir haben ein Raster erstellt. Und Niko ist rausgesprungen“, erklärt mit Rainer Schindelmann der Wülfershäuser Abteilungsleiter. „Und wir schauten, wer im Umkreis ein gewisses Alter hat und vielleicht bereit ist für den nächsten Schritt“, so Stanislaw Schmidt. Der Vorstand Sport bei der DJK rief also an bei Wolf, brauchte aber mehrere Anläufe und Gespräche, musste schon auch Überredungskünste aufbringen. „Es war nicht einfach, ihn vom Heimatverein wegzuholen. Doch er sagte zum Glück zu!“


Es gab mehrere Faktoren für den Biologielaboranten. Zum einen hat er mit dem vor zweieinhalb Jahren zurückgekehrten Fabian Benkert einen zweiten Spielertrainer an seiner Seite, der wie Niko Wolf Vater ist. Beide kennen sich schon länger. „Auf ihn kann ich mich blind verlassen“, weiß Wolf. Wülfershausen liegt zudem nicht weit weg von Fuchsstadt. Und für seine persönliche Weiterentwicklung sieht es der 30-Jährige als durchaus positiv an, in einer unteren Klasse einen guten Start als Trainer hinzulegen. Angebote hätte es auch andere gegeben. „Aber die DJK wurde letztlich mein Favorit!“

Und klar, es spielt sicher auch ein wenig eine Rolle, dass schon zur Winterpause mit Florian Thurn, Patrick Stöth (beide zum FC Bad Kissingen) und Fabian Tretter (zu seinem Heimatverein nach Gräfendorf) drei „Fuschter“ den Verein verließen und dass im Sommer andere Leistungsträger womöglich auch vor dem Abschied stehen könnten. Sicher geht Niko Wolf, der nach einem Kreuzbandriss im September 2015 diese Saison bislang alle 19 Spiele überwiegend als „Sechser“ im defensiven Mittelfeld absolvierte. Was er noch vor hat mit dem FC? „Ich will mit aller Macht meinen Heimatverein als Landesliga-Spieler verlassen“, sagt er. Logisch, der Klassenerhalt soll her.

Und dann? „Dann hätte ich auch nichts dagegen, wenn ich einen Kreisligisten übernehme!“ An sich mag Wolf auch in der Kreisklasse einsteigen, „weil ich sonst ja durchaus auch noch ein paar Wochen hätte warten können mit der Entscheidung“. Doch vielleicht steigt die DJK Wülfershausen ja noch auf. Der Tabellenvierte hat vier Punkte Rückstand zu Tabellenführer Theilheim, zwei auf den Zweiten aus Ettleben/Werneck. Am 5. März in Theilheim startet die Restsaison schon mal wegweisend. „Soll ich nun sagen, wir wollen Dritter oder Vierter werden?“, fragt Rainer Schindelmann ohne das Erwarten einer Antwort. „Wir wollen unter den ersten Zwei landen“, prescht schon der 23 Mal erfolgreiche Spielertrainer Fabian Benkert (28) vor, „und dafür werden wir die Jungs in den fünf Wochen der Vorbereitung fit machen.“

Mit dabei ist da dann natürlich noch Thomas Pfeuffer. „Wir waren und sind hochzufrieden mit ihm. Als wir mit ihm am Tisch saßen und über die Trennung zum Saisonende redeten, da hatten wir alle Tränen in den Augen. Thomas hat außer nach seinem Beinbruch in all den Jahren vielleicht zwei Mal gefehlt. Er ist nicht unser Trainer, sondern unser Freund“, sagt Rainer Schindelmann. „Ich war Kapitän unter ihm, wir sind zusammen gewachsen. Wir sind eigentlich zufrieden mit ihm. Aber man muss ihn schützen, wenn er irgendwann nicht mehr an die Spieler herankommt“, ergänzt Stanislaw Schmidt. „Ich verliere nicht nur meinen Partner, sondern einen guten Freund, von dem ich noch lernen konnte, obwohl ich bei Schweinfurt oder Sand ja höherklassig spielte“, lobt auch Fabian Benkert den bald 40 Jahre alten Schwebenrieder, den einzigen Nicht-Wülfershäuser im Team, der bekanntlich zur SG Schleerieth weiter zieht.

Das neue Duo soll dann unabhängig von der Spielklasse den Kader weiter entwickeln. „Die Jungs sollen Spaß haben, wichtig ist uns auch ein dauerhaft geregelter Fußballbetrieb in Wülfershausen und Burghausen. Und vielleicht gesellt sich ja durch Niko Wolf noch der ein oder andere Spieler zu uns dazu“, hofft Rainer Schindelmann. Zuwachs kann langfristig die Zukunft sichern. Und womöglich klappt´s dann ja bei der DJK irgendwann mal wieder mit der Landesliga. Der neue Trainer weiß ja immerhin schon mal, wie man dorthin kommt…



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