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Niederwerrn/Oberwerrn steht unten: „Die drei Tore sollten Selbstvertrauen geben!“


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NIEDERWERRN / OBERWERRN – Das kuriose Wechselspiel an der Tabellenspitze der Schwienfurter Fußball-Kreisliga 1 geht also weiter. Diesmal dank des FV Niederwerrn/Oberwerrn: Der abstiegsbedrohte Neuling verlor letzten Freitag beim neuen Ersten in Sömmersdorf, der nur deshalb am Sonntag mit dem 4:0 gegen Schleerieth den Platz an der Sonne erklimmen konnte, weil die Niederwerrner in Egenhausen einen ganz wichtigen Punkt holten.

3:3 hieß es dort am Ende. Es könnte am Ende der Saison ein ganz wichtiger Zähler sein für den FV, der weiter einen Abstiegsplatz belegt und der vor ganz entscheidenden Wochen steht. Vor dem Heimspiel gegen Abtswind 2 sprach anpfiff.info mit dem bald scheidenden Trainer Achim Schaupp, der an Nachfolger Matthias Fiedler (noch Üchtelhausen) natürlich einen Kreisligisten übergeben möchte.





Herr Schaupp, wie wichtig war denn dieser eine Punkt in Egenhausen im vierten Auswärtsspiel in Serie nach zuvor vier Niederlagen in Folge – vor allem für die Moral der Truppe?
Achim Schaupp: Wie wichtig dieser Punkt war, werden wir erst am Ende der Saison sehen. Jedoch war der Punkt für die Moral der Truppe extrem wichtig! Nach vier verdienten Niederlagen in Serie war das Selbstvertrauen logischerweise im Keller. Es war jedoch sensationell, wie wir uns, nachdem wir ja bereits am Freitag in Sömmersdorf spielen mussten, nach einem 0:2-Rückstand zur Pause zurückgekämpft haben und über 90 Minuten einer Spitzenmannschaft wie Egenhausen sowohl spielerisch als auch läuferisch Paroli bieten konnten.


Sie lagen 0:2 zurück, sie sagten es bereits, führten dann aber sogar mit 3:2. Freuen Sie sich über den Punkt angesichts der drei möglichen, mit denen Sie nun einen Nichtabastiegsplatz hätten belegen können?
Achim Schaupp: Auch wenn wir mal für zwei Minuten am Sieg schnuppern durfte, überwiegt ganz klar die Freude über den Punktgewinn. Ich hoffe, dass uns dieser Punkt den nötigen Auftrieb für den Saisonendspurt gibt, nachdem ja in den letzten Wochen wirklich der Wurm drin war…

Abtswind 2, Essleben, Stammheim, Mühlhausen – die nächsten Gegner belegen derzeit die Plätze fünf bis zehn. Einzig aber für Essleben geht es um gar nichts mehr. Wie beurteilen Sie das Restprogramm und wieviele Punkte rechnen Sie sich aus?
Achim Schaupp: Wenn man auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, kann man schon von einer hammerharten Restprogramm sprechen. In den letzten beiden Spielen müssen wir gegen Stammheim und Mühlhausen/Schraudenbach ran, die dann vielleicht sogar noch Meister werden können.

Elf Punkte aus zwölf Partien: In der Heimtabelle sind Sie aktuell Letzter. Kann man das begründen? Warum läuft es daheim nicht so, warum auswärts ein bisschen besser?
Achim Schaupp: Wenn ich die Gründe wüsste, hätte ich es schon versucht zu ändern… (lacht)

Mit 42 erzielten Toren haben Sie genauso viele wie Bergrheinfeld, eines mehr sogar als die Hirschfelder, die beide um den Aufstieg spielen. Anscheinend ist am Ende einer Saison eben doch eher die Defensive entscheidend?
Achim Schaupp: Ja und nein. Es nutzt die beste Defensive nichts, wenn man vorne keine Tore schießt. Es ist wichtig, die notwendige Ballance zu finden. Gerade im Abstiegskampf ist es erstmal wichtig, defensiv gut zu stehen. Im Spiel nach vorne hatten wir in den letzten Spielen so unsere Probleme. Jedoch sollten unseren Stürmern die drei geschossenen Tore gegen Egenhausen das nötige Selbstvertrauen geben, um im Abstiegskampf bestehen zu können.

Wie groß ist denn ihre Hoffnung, dass Sie an Ihren Nachfolger einen Kreisligisten übergeben?
Achim Schaupp: Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass ich den FV N/O als Kreisligisten übergeben werde!

Relegation hatten Sie ja letzte Saison schon mit dem FC Fuchsstadt. Wäre das auch okay?
Achim Schaupp: Die Relegation und der damit verbundene Aufstieg mit dem FCF wird unvergesslich bleiben. Allerdings ist es dann doch nicht so nervenaufreibend ,um den Aufstieg zu spielen als gegen den Abstieg. Deswegen würde ich schon gerne ohne Relegationsspiele die Klasse halten.

Sie wollen danach aufhören als Trainer. Kann es sein, dass daraus vielleicht doch „nur“ eine Pause wird und es Sie wieder juckt im darauffolgenden Sommer?
Achim Schaupp: Darüber kann ich momentan noch gar nichts sagen. Ich werde auf alle Fälle erstmal mein fussballfreies Jahr vor allem mit meiner Familie genießen und dann werde ich sehen, ob und wie sehr mir das Fußballgeschäft fehlen wird.

Was sagen Sie denn zum FC Fuchsstadt, der momentan die Landesliga aufmischt? War daran zu denken, als Sie letzten Sommer mit dem Team aufstiegen?
Achim Schaupp: Wir sind ja nicht mit dem FC Fuchsstadt aufgestiegen, damit er im Jahr drauf gleich wieder absteigt (lacht)! Mir war die Qualität der Mannschaft bekannt, die durch die Neuzugänge noch erhöht wurde. Natürlich freue ich mich riesig, dass der Klassenerhalt so eindrucksvoll geschafft wurde! Glückwunsch an Mannschaft, Verantwortliche und natürlich an das Trainerteam um Martin Halbig! Schade finde ich es allerdings, dass ab der nächsten Saison wohl nur noch eine Hand voll der Aufstiegsmannschaft beim FCF spielen wird.

Und trauen Sie Ihrem auf einen Abstiegsrang abgerutschen Heimatverein aus Büchold den Klassenerhalt in der Kreisklasse noch zu?
Achim Schaupp: Schwierige Frage! Es geht meiner Meinung nach nur noch darum zu versuchen, die Klasse über die Relegation zu halten. Aber da hat natürlich der TV Oberndorf mit seinem Trainerfuchs Heiko Windhagen was dagegen und wohl auch das leichtere Restprogramm. Aber natürlich, mein Arbeitskollege Heiko Windhagen wird es mir verzeihen, werde ich meinem Wahlheimatverein die Daumen drücken.

Danke für das Interview und alles Gute
Achim Schaupp: Danke! Macht weiter so!

Diesen Beitrag stellte uns das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info zur Verfügung. Dort erschien er bereits Mitte der Woche und mit vielen Fotos. Auf anpfiff sind die „kleinen“ Fußballer der Region die wahren Champions. Das Portal befasst sich rund um die Uhr mit den lokalen, unterklassigen Ligen und beleuchtet die Situation in der Schweinfurter Kreisliga 1 mit mindestens einer Geschichte pro Woche. Derzeit besteht bei anpfiff.info die Möglichkeit, bei einem Gratis-Abo in das Portal hinein zu schnuppern.


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