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O´schwarzach 2 setzt auf Opa Herzog – Büchold hofft auf Tagesform, Kampfgeist und Wille

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SENNFELD – Los geht´s am Mittwochabend mit der heißesten Phase der Fußball-Saison. Mit der Partie der DJK-SV Büchold gegen den SV-DJK Oberschwarzach 2 wird die lokale Relegation eingeleitet.

Ein Team aus dem Landkreis Main-Spessart trifft auf ein anderes aus dem südlichsten Landkreis Schweinfurt. Sennfeld ist in etwa die Mitte zwischen dem Zweiten der A-Klasse 1 und dem Vize der A-Klasse 4. Bevor ein weiterer Aufsteiger in die Kreisklasse ausgespielt wird, bat anpfiff.info die Trainer Mustafa Hacimüftüoglu und Julian Bördlein zum Doppel-Interview.

Herr Bördlein, Herr Hacimüftüoglu, spüren Sie beide bereits den Relegations-Virus in sich?
Mustafa Hacimüftüoglu: Ja den spüre ich, ich freue mich auch sehr darauf, mit so einen Spiel die Saison zu versüßen.
Julian Bördlein: Nachdem ja für uns vieles zusammen kommen musste, um den zweiten Platz wirklich noch zu erreichen, freuen wir uns natürlich umso mehr nun, dieses Spiel nach unserer guten Rückrunde zu spielen! Virus aber würde ich es nicht nennen, eher eine riesen Vorfreude gerade der Jungs auf unser Bonusspiel!

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Oberschwarzach 2 war nur aufgrund des direkten Vergleich vor dem letzten Spieltag fixer Zweiter vor Geiselwind und Altenschönbach. Büchold stand schon länger als Vize fest. Was ist besser? Spannung bis fast zum Schluss oder Wochen zum Durchschnaufen?
Julian Bördlein: Es hat sicherlich beides seine Vor- oder Nachteile! Wir konnten uns in den letzten Wochen absolut keine Schwäche leisten, vor allem im April, als wir in 21 Tagen sechs Spiele hatten. Dieser Monat war schon sehr anstrengend, aber es hat uns auch noch enger zusammen rücken lassen! Selbst im letzten Spiel im Derby gegen Gerolzhofen 2 wird nochmal alles von uns abverlangt und es wurde kein einfaches Spiel. Wir konnten also in den letzten Wochen wirklich nicht nachlassen und mussten immer 100 Prozent geben. Was besser ist das sollen andere beurteilen und werden wir sehen! Wir sind auf alle Fälle momentan gut drauf, fit, haben einen wirklich guten Lauf, wir sind also absolut bereit für Mittwoch und sind auf Grund der letzten Wochen es auch gewohnt, in jedes Spiel zu gehen, als sei es ein Endspiel, welches wir ja nun wirklich erreicht haben.
Mustafa Hacimüftüoglu: Ja, wie man das sieht, es hat wirklich seine Vor- und Nachteile. Für uns war es wichtig, dass wir als Mannschaft unser Ziel erreicht haben. Dass es schon vier Wochen vor Saisonende klappte, war für uns eine Betätigung unsere Mannschaftsleistung.

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Was wissen Sie jeweils vom Gegner?
Julian Bördlein: Wir konnten sie leider nicht beobachten, haben aber dennoch ein paar Informationen zusammengetragen.
Mustafa Hacimüftüoglu: Eigentlich nicht viel! Ich weiß, dass ihre erste Mannschaft in der Bezirksliga spielt und da gehe ich einfach davon aus, dass sie auch eine gute zweite Mannschaft haben. Das sieht man an ihrer lückenlosen Rückrunde, in der sie kein Spiel verloren haben.

Haben Sie zum Austragungsort Sennfeld irgendeinen Bezug?
Julian Bördlein: Nein. Aber hoffentlich danach einen positiven!
Mustafa Hacimüftüoglu: Nicht wirklich, aber ich kenne den Sportplatz – und da freue ich mich um so mehr. Denn darauf kann mann wirklich einen sauberen Fußball spielen, die Bedingungen sind perfekt.

Der Gewinner von Mittwoch steigt auf und darf jubeln. Der Verlierer darf nochmals gegen den Unterlegenen aus SC Trossenfurt-Tretzendorf gegen SSV Gädheim ran. Was spricht für Ihr Team und den Aufstieg schon in Sennfeld?
Julian Bördlein: Wir sind momentan gut drauf, haben viele positive Erlebnisse in den letzten Wochen gesammelt und zusammen erlebt. Wir sehen dieses Spiel als absolutes Bonusspiel, das sich die Jungs in den letzten Monaten einfach verdient haben. Die Situation ist eh Wahnsinn, wir spielen mit unserer zweiten Mannschaft um den Aufsteig in die Kreisklasse. Von daher gehen wir ohne Druck und mit sehr viel Spaß und Vorfreude in dieses Spiel. Die Jungs brennen alle auf die Relegation und werden sich zerreißen, um am Schluss den maximalen Erfolg zu haben.
Mustafa Hacimüftüoglu: Ich denke, bei Relegationsspielen ist es immer schwer, etwas vorher zu sagen, ob wir den Aufstieg gleich in Sennfeld schaffen. Wenn ja freuen wir uns und wenn nicht, dann verdient der Gegner Anerkennung und wir schauen als Mannschaft, wo wir uns weiter entwickeln müssen. Zum Aufstieg müssen mehrere Faktoren zusammen passen wie Tagesform, Kampfgeist und Wille – und bei uns passt vieles und das zeigt mir, dass wir das schaffen werden und wir auch als Mannschaft dran glauben.

Wie liefen am Sonntag ihre jeweils letzten Partien gegen Türkiyemspor Schweinfurt 2 beziehungsweise Gerolzhofen 2 / Michelau?
Julian Bördlein: Angesichts des warmen Wetters und der aktuellen Situation, dass man nun schon sicher Zweiter ist, war es anfangs kein gutes Spiel von uns. Wir arbeiteten uns dann ins Spiel, fingen aber nach unseren Führungen immer doofe Gegentore. Aber am Ende konnten wir das Spiel dann verdient gewinnen und sicherten uns so einen weiteren Derbysieg und den elften Erfolg in der Rückrunde.
Mustafa Hacimüftüoglu: Unsere Gegner konnte leider keine Mannschaft stellen, daher haben sie das Spiel abgesagt. Wir haben darauf einen schönen Tag mit Mannschaft, Familie und Fans zusammen verbracht.

Ist das vielleicht eher ungünstig, wenn man Sonntag gegen eine zweite Mannschaft ran muss (müsste) und nur drei Tage später eine entscheidende Partie vor sich hat? Oder wenn man gar nicht spielt?
Julian Bördlein: Ich denke, ein Derby gegen Gerolzhofen 2 ist sicherlich kein leichtes Spiel, auch wenn es die zweite Mannschaft ist. Schließlich sind ja auch wir – das nur zur Erinnerung – eine sogenannte zweite Mannschaft!
Mustafa Hacimüftüoglu: Ja, es ist ein Nachteil, denn so kann man schwer die Spannung hoch halten.

Sind alle Mann an Bord? Welche Ausfälle tun Ihnen weh?
Mustafa Hacimüftüoglu: Zum Glück kann ich aus dem Vollen schöpfen, es sind alle rechtzeitig fit geworden.
Julian Bördlein: Wir haben leider zwei bis drei angeschlagene Spieler, die noch fraglich sind, und hier wird es sich erst kurzfristig entscheidet, ob die spielen können oder nicht! Hier sind wir aber positiv gestimmt, das bekommt unsere Physiotherapeutin hoffentlich schon irgendwie hin. Wir können ja aufgrund der Bestimmungen nicht einfach beliebig Spieler von unserer ersten Mannschaft einsetzten, so gehen wir mit dem Kader in die Relegation, mit dem wir auch die Rückrunde bestritten haben. Aber was uns wirklich hart trifft: Unser Kapitän Thomas Bayer ist leider von der Arbeit aus verhindert, alleine deswegen wird sich die Mannschaft noch mehr zerreißen, um Ihrem Kapitän einen Sieg zu schenken und um danach mit ihm zu feiern!

Wieviele Bücholder beziehungsweise Oberschwarzacher Fans werden denn nach Sennfeld kommen?
Julian Bördlein: Ich vermute schon, dass sich ein paar Autos auf den Weg nach Sennfeld machen werden! Wir werden sicherlich kein typisches A-Klassenspiel haben vor ein paar Zuschauern. Alles andere werden wir sehen und sollen die Jungs genießen. Hauptsache unser Glücksbringer Opa Herzog ist da (lacht).
Mustafa Hacimüftüoglu: Wie viele es werden, kann ich nicht sagen. Aber ich weiß, dass es sehr viele werden, denn sie haben uns über die ganze Saison immer wieder den Rücken gestärkt und uns unterstützt. Sie freuen sich auch schon sehr auf dieses Spiel.

Was hatten denn die Brünnauer beziehungsweise Schwanfelder Ihrem Team voraus?
Mustafa Hacimüftüoglu: Nicht viel! Bei uns war das Problem, dass wir Anfang der Saison schwach besetzt waren und wir da unsere Punkte liegen gelassen haben. Aber mit einer gute Serie haben wir viel Boden gut gemacht und bis zum Spiel gegen Stettbach hatten wir Schwanfeld noch im Reichweite gehabt. Aber dann haben wir aus eigener Dummheit die Punkte liegen lassen. Danach hatte eben Schwanfeld die Qualität, den Abstand weiter auszubauen.
Julian Bördlein: Einen richtig guten Saisonstart und eine gute Defensive, die von Anfang an eingespielt war. Offensiv sind sie eh immer für ein Tor gut, aber ihr Plus war, meiner Meinung nach, die sofort funktionierende Defensive! Die Brünnauer haben es sich aber auch verdient aufzusteigen, es wäre schon schön, sich in der nächsten Saison in der Kreisklasse wieder mit ihnen messen zu dürfen. Schließlich ist es ja auch ein Derby.

Zur Liga selbst: Herr Bördlein, mit Schallfeld und Wiesentheid 3 ziehen sich zwei Teams aus der Liga nun zurück, weshalb Oberscheinfeld und Donnersdorf/Traustadt 2 trotz wenig guter Saison schon vor dem letzten Spieltag den Klassenerhalt sicher haben. Wie bedauerlich ist so eine Entwicklung?
Julian Bördlein: Es liegt einfach wohl leider im Trend, dass es immer weniger eigenständige Mannschaften oder Vereine gibt. Wobei ich persönlich jeden Verein, der es momentan noch alleine schafft, wirklich bewundere. Man sieht ja an unserem Beispiel, dass der Schritt vor Jahren, beide Vereine aus Oberschwarzach und Wiebelsberg zu der SG zusammen zu führen, der absolut richtige war. Was hier in den letzten Jahren dann entstanden ist, das ist wirklich Wahnsinn! Erste Mannschaft Bezirksliga-Dritter, und wir werden Vizemeister in der A Klasse! Schallfeld wird ja in der nächsten Saison mit Frankenwinheim gemeinsam an den Start gehen, wer hätte dies vor Jahren noch gedacht? Die Vereine, die dadurch die Klasse gehalten haben, werden sich sicherlich nicht beschweren.

Herr Hacimüftüoglu, in der A SW 1 steigen mit Wasserlosen/Greßthal 2, Dittelbrunn 2 und Waigolshausen 2 sportlich drei zweite Mannschaften ab, gegen die sie in sechs Partien 33 Tore erzielten, also fünfeinhalb im Schnitt. Spielt man lieber in einer Liga mit überwiegend ersten Mannschaften – oder machen solche Schützenfeste ab und an auch mal Spaß?
Mustafa Hacimüftüoglu: Es ist schwer darüber etwas zu sagen. Meine Erfahrungen zeigen mir, für die weitere Entwicklung der Mannschaft ist es besser, gegen erste Mannschaften zu spielen. Aber jetzt ohne eine Mannschaft herabwürdigen zu wollen: Wenn man gegen zweite oder dritte Mannschaften spielt, dann ist die Motivation nicht so hoch, als wenn man gegen erste Mannschaften antritt.

Danke für das Gespräch und alles Gute für Mittwoch.

Diesen Beitrag stellte uns das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info diesmal sogar in kompletter Länge zur Verfügung. Dort, wo der lokale, unterklassige Fußball zuhause ist und nicht die Bundesliga und die Champions League, erschien die Story aber schon anfangs der Woche – und mit ganz vielen Fotos!

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