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Platz eins und zwei für die Bayerische Korbball J15- und J17-Auswahlmannschaften beim Nachwuchspokal


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ABBESHAUSEN / LANDKREIS SCHWEINFURT – Die Bayerische Korbball J15- und J17-Auswahlmannschaften waren beim Nachwuchspokal in Abbehausen dabei und kehrten mit den Plätzen eins und zwei nach Hause zurück.

Spielberichte Jugend 17:


Kindertafel Glühwein

Bei der Jugend 17 gingen fünf pokalerfahrene Kräfte ins Rennen, aber nur 2 von ihnen waren noch aus der J17-Siegermannschaft des Vorjahres verblieben. Es war also klar, dass ein entscheidender Punkt sein würde, wie gut und wie schnell man sich einspielen wird. Nach dem Sieg im Vorjahr wollte die J17 diesmal natürlich auch wieder ganz oben mitmischen, wenngleich die Konkurrenz aus dem Norden in den letzten Jahren immer stärker geworden ist. Ein Pokalsieg auf Länderniveau ist halt alles andere als einfach, aber wie man 2018 gesehen hat, dennoch machbar. Auf die Spielerinnen dieser Altersklasse wartete ein wahres Mammutprogramm. Denn nachdem 5 Verbände gemeldet hatten, wurde diesmal ein neuer Modus gespielt: Zunächst ging es am Samstag in einer kompletten Runde „Jeder gegen Jeden“ (4 Spiele also). Am Sonntag folgten dann, abhängig von der Platzierung des Samstags, je 2 Zusatzspiele pro Team. Die beiden Erstplatzierten Mannschaften der Gesamt-Tabelle aus diesen je 6 Spielen, bestritten dann zum Abschluss noch ein echtes Finale gegeneinander. Das siebte Spiel also innerhalb von 2 Tagen. Auch bei „nur“ 2 x 10 Minuten Spielzeit war klar, dass es am Ende definitiv auch auf die Kondition ankommen würde, in dieser Altersklasse.

Bayern – Weser-Ems 7:3 (4:1) (Vorrunde)


Schweres Auftaktspiel für die Jugend 17. Der Gegner aus Weser-Ems spielte nicht nur sein typisches „Dreieck“, weit weg vom Kreis und sehr schwer zu verteidigen, sondern hatte auch eine ganz starke Korbfrau im Team. Hanna Faulhaber eröffnete dennoch nach bereits dreieinhalb gespielten Minuten zum 1:0 für Bayern aus der Distanz. Ein Konter, abgeschlossen von Nele Lutz und zwei weitere Treffer Hanna Faulhabers vom Kreis brachten einen beruhigenden, zwischenzeitlichen Vorsprung. Zwar führte man zur Pause dank des besseren und schnelleren Spiels insgesamt hochverdient mit 4:1, aber Weser-Ems kam durch Weitwürfe nach 6 gespielten Minuten in Hälfte zwei bis auf 4:3 heran. Natalie Zitterbart war es dann, die 3 Minuten vor Schluss mit einem feinen Einhandwurf aus der Ecke das wichtige 5:3 für Bayern erzielte und ihr Team endgültig auf die Siegerstraße brachte. Zwei schnelle Konter, jeweils abgeschlossen von Ilka Theumer führten zum 7:3-Endstand. Ein Ergebnis, das zwar spielerisch auch in der Höhe verdient ist, aber nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass der Gegner bei etwas mehr Wurfglück durchaus auch hätte punkten können.

Körbe/Vorlagen: Hanna Faulhaber (3/2); Ilka Theumer (2/0); Nele Fischer (1/3); Leonie Vollert (0/1); Natalie Zitterbart (1/0); Chantal Brietzke (0/1)

Bayern – Hannover-Süd 10:4 (8:2) (Vorrunde)

Im zweiten Match gegen Hannover-Süd hatten die Bayern keine Probleme. Nachdem Hanna Faulhaber aus der Distanz die Führung markierte, verwandelte Chantal Brietzke zwei berechtigte 4m innerhalb weniger Minuten zu einer beruhigenden 3:0-Führung. Der zwischenzeitliche Anschluss war allenfalls Ergebniskosmetik, denn Bayern spielte jederzeit konzentriert und mit viel Tempo gegen eine zwar leidenschaftlich kämpfende, aber insgesamt chancenlose Mannschaft aus Hannover-Süd. Bereits zur Pause stand deshalb ein 8:2, was das Trainergespann zur Schonung einiger Stammkräfte nutzte. Alle bekamen nun Spielzeit und Nele Fischer vertrat die bis dato durchspielende Leonie Vollert im Korb. Viel Laufbereitschaft und schnelles Passspiel waren immer wieder Garant für Treffer auf bayerischer Seite. So ist es auch diese Teamleistung, die hervorzuheben war, wenngleich Chantal Brietzke, mit insgesamt 4 Treffern, bestens aufgelegt, ein tolles Spiel ablieferte. Es warteten nun mit Westfalen und Hannover Nord noch zwei Gegner am ersten Tag, die wohl etwas stärker einzuschätzen sind und die einen guten Eindruck geben würden, was die beiden ersten Siege wirklich wert waren.

Körbe/Vorlagen: Chantal Brietzke (4/1); Hanna Faulhaber (2/2); Nele Fischer (0/2); Ilka Theumer (1/1); Sarah Ulrich (1/1); Leonie Vollert (2/0); Anna-Maria Tsoutsi (0/1)

Bayern – Westfalen 1:2 (0:1) (Vorrunde)

Das dritte Vorrundenspiel war geprägt von zwei außergewöhnlichen Korbhüterleistungen. Sarah Ulrich auf bayerischer und Chiara Klocke auf westfälischer Seite, hielten grandios. So musste ein 6 m schon nach gut einer Minute die Führung für Westfalen bringen. Es war gleichzeitig der einzige Treffer in einer Halbzeit, in der die Zuschauer gutes und attraktives Korbballspiel von beiden Mannschaften sahen. In Hälfte zwei hatten dann die Bayern den besseren Start. Der Ausgleich fiel bereits nach 30 Sekunden durch Hanna Faulhaber. Weiterhin bemühten sich beide Teams mit schönem Kreisspiel die gegnerische Deckung zu knacken. 5 Minuten vor Schluss nahm Westfalen eine Auszeit. Leonie Vollert hielt kurz danach einen 6m buchstäblich mit den Fingerspitzen – sensationell. Dann, exakt 2 Minuten vor Schluss, ein Heber der rechten Ecke von Westfalen – unhaltbar zum 2:1. Dramatik pur in der letzten Minute. Bayern öffnet die Abwehr, Westfalen mit einem schlechten Heber. Bayern bekommt noch einmal den Ball. Ein schneller Konter, ein langer Ball, der aber nicht verarbeitet werden konnte. So gewann Westfalen in einer spielerisch hochklassigen Partie mit einem spannenden Ende knapp mit 2:1.

Körbe/Vorlagen: Hanna Faulhaber (1/0); Nele Fischer (0/1)

Bayern – Hannover-Nord 5:6 (5:2) (Vorrunde)

Durch die Niederlage im dritten Spiel musste Bayern im letzten Duell der Vorrunde also unbedingt gewinnen, um nicht auf den dritten Platz zurück zu fallen. Denn der Dritte der Vorrunde müsste am Sonntag in den beiden Zusatzspielen gegen den ersten und zweiten der Vorrunde antreten. Motivation genug also, um sich für die beiden Zusatzspiele eine gute Ausgangsposition zu erarbeiten. Der Gruppensieg nach dem ersten Tag hatte sich zuvor schon Westfalen gesichert. Und so ging die Auswahl auch hochmotiviert und optimistisch ins letzte Spiel am Samstag. Es ging zunächst auch sehr gut los für die Bayern, die schnell vom Kreis durch Ilka Theumer in Führung gingen. Hanna Faulhaber erhöhte mit zwei Treffern auf 3:1. Nach Leonie Vollerts 4:1 (Ilkas hatte schön frei geblockt), hätte eigentlich mehr Ruhe ins Spiel einkehren müssen, aber Hannover konnte noch einmal verkürzen. Dass das 5:2 zur Pause eigentlich ein beruhigender Vorsprung hätte sein müssen, täuschte wohl. Nach dem Wechsel wurde man immer unkonzentrierter und Hannover verkürzte Korb um Korb. 5 Minuten vor Schluss dann sogar der Ausgleich zum 5:5. Jetzt war Nervenstärke gefragt. Zweieinhalb Minuten vor dem Ende dann Auszeit durch Inge Dittmar. Spielstand noch immer 5:5. 60 Sekunden vor Schluss dann der K.O.-Treffer zum 5:6. Ganz bitter, denn damit fiel man auf Platz 3 der Tabelle und musste am Sonntag in den Zusatzspielen gegen den 1. und 2. der Vorrunde ran.

Körbe/Vorlagen: Chantal Brietzke (0/1); Hanna Faulhaber (2/2); Nele Fischer (1/1); Ilka Theumer (1/0); Leonie Vollert (1/1)

Die Bilanz nach dem ersten Spieltag: Starker Start mit zwei ungefährdeten Siegen, dann das Hammerspiel gegen Westfalen, das knapp verloren wurde und zum Abschluss die unnötige Niederlage gegen Hannover-Nord, als man eine 5:2-Pausenführung verspielte und damit am zweiten Turniertag mit viel Druck umgehen musste. Zwei Siege wraen nun „Pflicht“, sonst wäre der Traum vom Finale ausgeträumt.

Bayern – Westfalen 3:2 (1:0) (Zusatzrunde – Spiel 1)

So kam es also zur Wiederauflage des qualitativ mit Abstand besten Spiels am Samstag, gegen den Vorrundensieger, die Auswahl aus Westfalen. Und das Spiel hielt von der ersten Minute an was es versprach. Beide Seiten spielten schönes, variables Kreisspiel und schenkten sich nichts. Bayern versuchte dazwischen immer wieder mit Kontern den Gegner zu bezwingen. Nach exakt 4 Minuten gelang das dann auch. Ein langer Ball von Leonie Vollert am Korb auf Hanna Faulhaber, schnell weiter auf Ilka Theumer, die den Ball aus vollem Lauf versenkte. Westfalens Abwehr wurde erstmals komplett überlaufen. Ein wahrer Befreiungsschlag. Das 1:0 hielt bis zur Pause, wenngleich es weitere gute Chancen auf beiden Seiten gab. Wieder, wie schon im Vorrundenspiel waren die beiden Korbhüterinnen erstklassig. Bereits 45 Sekunden nach Wiederanpfiff führte ein Konter, abgeschlossen durch Hanna Faulhaber, zum 2:0, doch ein Heber auf der Gegenseite brachte Westfalen wieder heran. Hanna war es dann auch, die 5 Minuten vor Schluss das wichtige 3:1 vom Kreis markierte, die Halle bebte da längst angesichts der Spannung und Chancen auf beiden Seiten. Als Westfalen gut eine Minute vor dem Abpfiff durch einen zweifelhaften 6m auf 2:3 verkürzte, war der Rest reine Nervensache. Leonie Vollert am Bayerischen Korb und auch ihr Gegenüber entschärften je noch einen Heber (beides sensationelle Aktionen) und so lief die Zeit herunter. Westfalen machte auf, aber es reichte für Bayern. Der Jubel war riesengroß, die Mannschaft hat Charakter gezeigt. Allerdings musste auch das nächste, noch anstehende Spiel gegen Hannover-Nord, gewonnen werden, wollte man das Finale erreichen.

Körbe/Vorlagen: Hanna Faulhaber (2/1); Ilka Theumer (1/0); Leonie Vollert (0/1)

Bayern – Hannover-Nord 6:2 (4:2) (Zusatzrunde – Spiel 2)

Die Einteilung wollte es so, dass der Vorrundendritte eben auch gegen den Vorrundenzweiten spielen musste. Das war Hannover-Nord, die zweite Mannschaft gegen die am Vortag verloren wurde. Aber nachdem man sich eine Stunde zuvor schon Westfalen rehabilitieren konnte, sollte bzw. musste nun auch noch die Revanche gegen Hannover-Nord gelingen, ansonsten war der Traum vom Finale geplatzt. Es ging aber gut los und Ilka Theumer erzielte auch in diesem Spiel die Führung vom Kreis. Ein Distanzwurf führte zum Ausgleich. Bayern war spielerisch, wie schon in der Vorrunde überlegen. So wurde ein Konter durch Chantal Brietzke erfolgreich abgeschlossen, aber Hannover glich durch einen Heber aus. Da hat die Abwehr erstmals geschlafen – die Mitte war völlig frei. Auf die Siegerstraße brachte die wirklich als Team auftretenden Mannschaft dann Hanna Faulhaber, die einen Heber und einen Konter jeweils sicher abschloss und eine 4:2-Pausenführung herstellte. Nachdem man am Vortag nach einer 5:2-Führung zum Seitenwechsel noch verlor, machte man es diesmal in allen Belangen besser. Die Ecken wurden insgesamt viel öfter einbezogen und sorgten für mehr Gefahr im Angriff. Hannover-Nord mühte sich zwar in einem ebenfalls ansehnlichen Spiel bei dem beide Teams schönes Kreisspiel zeigten, aber Bayern machte hinten dicht und bekam keinen Gegentreffer mehr. Ein Wehmutstropfen sicherlich, dass die fünf Startspielerinnen komplett durchspielten, aber es lief einfach und ein Wechsel wäre zu riskant gewesen, angesichts der Konstellation. So machten die Bayern am Sonntag alles richtig, gewannen gegen den ersten und zweiten des Vortages und sicherten sich durch Platz 2 den Einzug ins Finale. Und was konnte es da Schöneres geben, als die dritte Auflage des TOP-Spiels zwischen Bayern und Westfalen. Ergebnis – absolut offen!

Körbe/Vorlagen: Chantal Brietzke (1/1); Hanna Faulhaber (2/1); Nele Fischer (0/2); Ilka Theumer (2/1); Leonie Vollert (1/1)

Bayern – Westfalen 3:4 (1:3) (Finale)

Wenn man es sich als Zuschauer hätte wünschen können, dann wäre genau das die Partie, die sich alle für das Finale erhofft hätten. Zu wünschen gab es zwar nichts, aber weil nach den insgesamt 6 Vorrundenspielen Westfalen und Bayern auf Platz 1 und 2 standen, kam es im letzten Spiel des Nachwuchspokals tatsächlich zum dritten Aufeinandertreffen der beiden besten Mannschaften und damit zum großen Show-Down in Abbehausen. Jeder hatte den anderen in der Vorrunde einmal geschlagen, jeweils mit nur einem Korb Vorsprung. Beste Voraussetzungen also und die Halle war randvoll, die Stimmung grandios. Beide kannten sich natürlich besten aus den vorherigen Spielen und beide hatten gehörigen Respekt voreinander. Den besseren Start hatte Westfalen, die durch einen Distanzwurf in Führung gingen. Ilka Theumer glich mit einem Heber aus. Ein Treffer mit Seltenheitswert, denn die Westfalen-Abwehr sollte sich in der Folge am Kreis leider als nahezu unbezwingbar erweisen. Während man kaum richtig an den Kreis kam, traf Westfalen zweimal von diesem mit sehenswert herausgespielten Hebern. Es blieb beim 1:3 zur Pause. Die einzige Waffe, die Westfalen verwunden könnte, wären Konter gewesen und auch die würden nur in perfekter Ausführung gelingen, soviel wurde mit zunehmender Spieldauer klar. Und genau so einer gelang dann Nele Fischer nach schönem Zuspiel von Leonie Vollert (am Korb), über Hanna Faulhaber, die perfekt weiterleitete. 2:3 nur noch, doch 2:18 min vor Schluss versuchte es Westfalens Korbhüterin aus gut und gerne 10 Metern und traf die Bayern mitten in einer Druckphase. Aufgeben war aber keine Option und Hanna Faulhaber schloss einen weiteren Konter 50 Sekunden vor Schluss zum 3:4 ab. Es wurde nun noch lauter und auch etwas hektisch. Die Westfalen spielten nun „Übergeben“, die Szenen erinnerten an ein J9-Spiel. Bloß nicht den Ball verlieren und Bayern setzte auf knallenge Manndeckung. Noch 20 Sekunden und Westfalen zitterte sich weiter den Ball von Hand zu Hand. Irgendwie kamen die Bayern nochmal in Ballbesitz. Ein Pass auf Hanna Faulhaber, die läuft alleine auf Westfalens Korb zu. Nur die Korbhüterin steht noch im Weg. Faulhaber macht alles richtig, verzögert sogar den Wurf in der Luft. Die Korbhüterin kratzt mit den Fingerspitzen den Ball weg – abgewehrt. Das Spiel ist aus, die Zuschauer restlos begeistert und alle sind sich einig. Keines der drei Spiele Bayern gegen Westfalen war eines zu viel. Ein glücklicher, aber verdienter Sieger, aber das wäre Bayern auch gewesen. Toller Korbball – am Ende waren die einen glücklich und die anderen stolz, angesichts der Leistung und der Show, die man der randvollen Halle in Abbehausen geboten hatte.

Körbe/Vorlagen: Hanna Faulhaber (1/1); Nele Fischer (1/1); Ilka Theumer (1/0); Leonie Vollert (0/1)

Körbe gesamt / Korb-Vorlagen (in Klammern) – Jugend 17:
Chantal Brietzke SV Schraudenbach (5/4)
Hanna Faulhaber TSV Bergrheinfeld (13/9)
Nele Fischer SV Schraudenbach (3/11)
Ilka Theumer VfL Niederwerrn (8/2)
Anna-Maria Tsoutsi TSV Werneck (0/1)
Sarah Ulrich SV Rügheim (1/1)
Leonie Vollert TSV Ettleben (4/5)
Natalie Zitterbart DJK Greßthal (1/0)

Spielberichte Jugend 15:

Nach dem Pokalsieg 2018 waren die Erwartungen natürlich entsprechend hoch und die Jugend 15 ging als einer der großen Favoriten ins Turnier. Grund: Im Gegensatz zum letzten Jahr, als man etwas überraschend aber hochverdient den Pokaltriumpf (der erste seit 5 Jahren übrigens) feierte, war diesmal eine nicht komplett unerfahrene Mannschaft am Start. Im Gegenteil: Immerhin 5 Spielerinnen der Siegermannschaft aus dem Vorjahr waren wieder mit dabei und die sind inzwischen sicher nicht schlechter geworden.

Bayern – Bremen 12:3 (7:2) (Vorrunde)

Toller Auftakt der J15 ins Turnier. Gegen Bremen geriet man zwar schnell in Rückstand aber man merkte der Mannschaft deutlich an, dass sie sich etwas vorgenommen hatte. Spielführerin Solène Rueff führte ihr Team zu Beginn fast etwas übermotiviert an. Folge war eine gelbe Karte nach gut 5 Minuten und die Ansage der Schiedsrichter, etwas verhaltener zu agieren. Unfair war der Auftritt aber definitiv nicht. Vielmehr kam Bremen überhaut nicht ins Spiel, weil die Bayern von der ersten Sekunde an, eine extreme enge Manndeckung spielten. So fielen die eigenen Körbe dann fast zwangsläufig, denn das Tempo konnte vom Gegner nicht mitgegangen werden. 7 verschiedene Korbschützen zeugen von einer hervorragenden Mannschaftsleistung. Sechseinhalb Minuten vor Spielende wechselte das Tainerduo Ulla und Inge dann auf stehende Abwehr. Emily Schlager hütete von da an den Korb. Und die machte ihre Sache ebenso gut wie zuvor Sarah Schulz in der Manndeckung. Alles in allem ein perfekter Auftakt, der viel Sicherheit für den weiteren Verlauf geben sollte.

Körbe/Vorlagen: Fiona Hubert (2/4); Sarah Schulz (4/0); Nele Lutz (1/3); Solène Rueff (2/2); Celina Rothkamm (1/2); Leonie Schulz (1/0); Jana Stürzenberger (1/0)

Bayern – Westfalen 8:3 (4:1) (Vorrunde)

Nach dem Auftaktsieg ging es im zweiten Spiel schon um den Gruppensieg der Vorrunde. Und die Bayern legten wieder von Beginn an los. Zwei schnelle Angriffe (Fiona Hubert aus 5 m und Celina Rothkamm vom Kreis) wurden zu einer 2:0-Führung genutzt, die enge Manndeckung verhinderte, dass Westfalen überhaupt ins Spiel kam. Erst dreieinhalb Minuten vor der Pause konnte erneut Celina Rothkamm mit einem Distanzwurf auf 3:0 erhöhen und ein Sechsmeter von Sarah Schulz brachte das 4:0. Fünf Sekunden vor dem Wechsel fiel dann doch der 1:4-Anschlusstreffer durch einen Überkopfwurf – ärgerlich, aber die Dominanz der Bayern war bis dahin klar zu sehen. Als eine Minute nach der Pause das 2:4 fiel kam bei Westfalen wieder etwas Hoffnung auf, aber Bayern spielte weiterhin schnell und machte hinten mit Manndeckung weitgehend dicht. Solène Rueff war es dann nach 3 Minuten, die einen verlorenen Ball des Gegners schnappte, sich selbst vorlegte und zum wichtigen 5:2 erhöhte. Das Spiel verlor jetzt etwas an Klasse, die Laufbereitschaft lies nach und so konnte Westfalen wieder verkürzen. Eine „Bank“ allerdings Sarah Schulz, die einen 6m (wie einige in der Vorrunde zuvor) sicher verwandelte – 6:3. Das Spiel wurde nun sicher nach Hause gebracht und damit auch der verdiente Vorrunden-Gruppensieg.

Körbe/Vorlagen: Fiona Hubert (2/2); Celina Rothkamm (3/1); Sarah Schulz (2/1); Solène Rueff (1/1); Emily Schlager (0/1)

Die Bilanz nach dem ersten Spieltag (Vorrunde):

Zwei souverän heraus gespielte Siege am ersten Tag machten Lust auf mehr. Die direkte Halbfinal-Quali war verdient, mit viel Engagement, aber ohne Hektik erspielt worden. Im Halbfinale wird man gegen den Sieger aus Bremen gegen Hannover-Süd spielen. Die müssen sich aber erst im Überkreuzspiel am Sonntagmorgen qualifizieren. Angst braucht das Team aber vor keinem Gegner zu haben, dafür waren beide Auftritte am Samstag zu souverän.

Bayern – Hannover-Süd 10:1 (4:0) (Halbfinale)

Die direkte Halbfinal-Quali brachte einige Vorteile. Ein früher Start am Sonntag konnte vermieden werden. Außerdem konnte Kraft gespart werden, die im Finale vielleicht noch gebraucht würde. Das Spiel selbst begann zunächst etwas zäh. Hannover stand gut in der Deckung und so brauchte es einen überraschenden 1-Handwurf von Leonie Schulz aus der Ecke um in Führung zu gehen. Ihre Schwester Sarah erwies sich danach aus 6m wieder treffsicher und erhöhte auf 2:0. Ein Foul an Celina Rothkamm, die auf der rechten Seite durch war, brachte einen 4m, der von Jana Stürzenberger verwandelt wurde. Danach folgten 2 Minuten Überzahl für Bayern. Leonie Schulz verwandelte 30 Sekunden vor der Pause einen 6m zum 4:0. Das war die Vorentscheidung, denn Hannover kam nicht mehr wirklich ins Spiel. Die zweite Hälfte war dann ein „Schaulaufen“ und es klappte fast alles. Jana Stürzenberger und Emily Schlager trafen je zweimal, und Emily durfte nun, Mitte der 2. Halbzeit als springende Korbhüterin Sarah Schulz entlasten. Kein weiterer Gegentreffer sagt da alles, denn ein paar Würfe waren nicht einfach zu halten. Ein ausgezeichnete Teamleistung und wirklich sichtbare Freude am Spiel, führten so zu einem nie gefährdeten Sieg und einen hochverdienten Einzug ins Finale, was nach dem Schlusspfiff lautstark gefeiert wurde.

Körbe/Vorlagen: Jana Stürzenberger (3/0); Sarah Schulz (3/0); Emily Schlager (2/2); Fiona Hubert (1/2); Solène Rueff (0/3); Leonie Schulz (1/0)

Bayern – Hannover-Nord 13:7 (6:2) (Finale)

Im Finale kam es nun also erneut zum Endspiel des Vorjahres. In der Vorrunde gewannen beide Mannschaften ihre Gruppe. Angesichts der Ergebnisse, war allerdings Bayern klarer Favorit, denn gerade im Halbfinale hatte man sich in einen wahren Rausch gespielt. Als die Hallen-Uhr gerade einmal 40 Sekunden Spielzeit angezeigt hatte, konnte man etwas Angst um Hannover-Nord bekommen, denn da stand es bereits 2:0 für die furios startenden Bayern. Leonie Schulz von links außen (Heber) und Celina Rothkamm – eiskalt aus der Distanz – schockten die Hannoveranerinnen und auch die meisten der vielen Zuschauer in der vollen Abbehausener Sporthalle. Solène Rueff setzte ein paar Minuten später noch eins drauf. Wer hier als Sieger vom Platz gehen würde, zeichnete sich da schon ab. Bis zur Pause erhöhte man „nur noch“ auf 6:2, aber Sorgen machten sich die zahlreichen unterfränkischen Anhänger nicht. Außer Emily Schlager, die gegen Ende als Korbhüterin eingesetzt wurde und noch ein paar Weitwürfe entschärfte, trafen alle 7 anderen Spielerinnen im Finale. Eine tolle Mannschaftsleistung, wie über die gesamten zwei Tage übrigens. Auch in einer Phase, in der der Gegner sich noch einmal aufbäumte und zwischenzeitlich bis auf 10:6 bzw. 11:7 „heran“ kam. Wirklich gefährlich wurde es nie, weil man in aller Ruhe sein Spiel weiterspielte, mit viel Bewegung, viel Tempo und jeder Menge Laufbereitschaft vor dem Kreis. So geht der Final- und damit der gesamte Turniersieg völlig verdient nach Bayern und damit gelang die Pokal-Titelverteidigung erstmals seit über 10 Jahren.

Körbe/Vorlagen: Solène Rueff (4/2); Leonie Schulz (3/0); Fiona Hubert (2/7); Nele Lutz (1/1); Celina Rothkamm (1/1); Sarah Schulz (1/1); Jana Stürzenberger (1/0)

Körbe gesamt / Korb-Vorlagen (in Klammern) – Jugend 15:
Fiona Hubert TSV Bergrheinfeld (7/15)
Nele Lutz SV Rügheim (2/4)
Celina Rothkamm TSV Heidenfeld (5/4)
Solène Rueff TSV Bergrheinfeld (7/8)
Leonie Schulz SpVgg Hambach (5/0)
Sarah Schulz SpVgg Hambach (10/2)
Emily Schlager VfL Niederwerrn (2/3)
Jana Stürzenberger VfL Niederwerrn (5/0)

Michael Müller, Pressewart Korbball

Auf den Fotos:
* Foto: J17-Auswahl Bayern 2019: h.v.l.: Trainerin Ulla Willacker, Hanna Faulhaber, Ilka Theumer, Nele Lutz, Leonie Vollert; v.v.l.: Betreuerin Hanne Reinhart, Anna-Maria Tsoutsi, Natalie Zitterbart, Chantal Brietzke, Sarah Ulrich, Trainerin Inge Dittmar
* J15 (Siegerfoto) – h.v.l.: Ulla Willacker, Sarah Schulz, Nele Lutz, Solene Rueff, Fiona Hubert, Emily Schlager; v.v.l.: Hanne Reinhart, Jana Stürzenberger, Celina Rothkamm, Leonie Schulz, Inge Dittmar



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