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Rainer Oechslein wird mit dem Team „Schwäbische Franken“ phantastischer Sechster bei der Senioren-Weltmeisterschaft im Schach


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RADEBEUL / SCHWEINFURT – Rainer Oechslein vom Schachklub Schweinfurt wurde mit dem Team „Schwäbische Franken“ phantastischer Sechster bei der Schach-Weltmeisterschaft für Seniorenmannschaften, die vom 7. bis 15. Juli in Radebeul / Sachsen stattfanden.

61 Teams waren am Start, die United States wurden Weltmeister bei den 50+, Russia ist Weltmeister 65+. Rainer Öchslein berichtet:

„In der ersten Runde konnte ich mit einem Blitzsieg gegen Peter-Michael Gerhardt den erwarteten Erfolg gegen das Team Störtebeker einleiten.


Kindertafel


In der nächsten Begegnung genügte mir eine Punkteteilung gegen Ruud van Caspel, um den Sieg gegen Holland 1 zu sichern.





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Eine Tragödie erreichte uns in der 3. Runde gegen Deutschland 2 mit den Exilrussen. Wir hätten alle 4 Partien gewinnen können, zum Schluss mussten wir uns mit einem 2: 2 zufriedengeben. Den Vogel schoß ich dabei ab, weil ich mit einer Mehrfigur gegen Yuri Boidman – er gewann mit 7,5 Punkten die Goldmedaille an Brett 2 –  in Zeitnot die Partie einstellte.

Danach pausierte ich vereinbarungsgemäß. Es setzte eine knappe, aber klare 1,5 zu 2,5-Niederlage gegen Deutschland 1.

Die 5. Runde bescherte uns einen leichteren Gegner, die TU Dresden. Unser Spitzenbrett, IM Klaus Klundt spielte eine Glanzpartie und auch Prof. Dr. Peter Krauseneck (Bamberg) ließ seinem Gegner keine Chance, so dass die Schwarzbretter sich friedlich einigen konnten. Dabei wartete auch ich ab, bis mein Remis gegen Wolfgang Lenk zum Sieg reichte. Diese Taktik, nicht mehr als nötig zu riskieren und lieber sicher knapp zu gewinnen, haben wir immer erfolgreich angewendet.

In der nächsten Begegnung erwischten wir leider einen schlechten Tag. Gegen das schwächer eingestufte
Österreich 1 zogen wir den Kürzeren. Ich konnte nur mit Mühe ein Endspiel mit Minusbauern gegen FM Hans Singer remis halten.

In der 7. Runde hatten wir mit Hessen 1 keine Mühe. Nachdem unser Brett 4, FM Dr. Hubert Seibold, seinen Gegner überspielt hatte, sicherten wir mir 3 Remisen – ich gegen Thomas Falk – den erhofften Sieg.

Runde 8 bescherte uns eine zusammengewürfelte Mannschaft. Hier war es wieder Prof. Krauseneck, der seinen prominenten Gegner, Fernschach-Exweltmeister Dr. Friedrich Baumbach zur Aufgabe zwang und die übrigen Bretter Remis-Angebote annehmen konnten. Ich spielte gegen Erwin Boehm.

In der Schlussbegegnung, in der ich wie am Anfang vereinbart wieder zusah, meinte es die Auslosung gut mit uns. Moldawien wehrte sich 6 Stunden vergeblich. Durch diesen Sieg zogen wir mit Deutschland 1 und England 1 gleich, nur die Brettpunkte verhinderten einen Preisrang. Mit dem 6. Platz ließen wir 5 Nationalteams hinter uns und verbesserten uns um 5 Plätze gegenüber der Anfangseinstufung.“

Rainer Oechslein

Nach Ende der letzten Partie ging alles sehr schnell:
Wie angekündigt begann die Siegerehrung trotz umfangreicher Auswertung und Komplettumbau des Saales pünktlich um 16.15 Uhr. Nach rythmischer Einleitung durch Musiker der Banda Internationale, welche dann auch die Hymnen der Sieger intonierten, eröffnete Dr. Dirk Jordan die Siegerehrung. Nach einleitenden Worten des Schirmherrn, Herrn Prof. Dr. Günther Schneider, Staatssekretär im Sächsischen Ministerium des Innern und des „Gastgebers“ Winfried Lehmann, Bürgermeister von Radebeul, wurden die Sieger der WM geehrt.

In der Sektion 50+ (67 Teams) konnte England die am Vortag erkämpfte „Pole-Position“ nicht nutzen – gegen Germany 1 zog man knapp den Kürzeren. Diese Schützenhilfe nutzte Team United States und krönte sich mit einem Sieg gegen Canada zum Weltmeister und verwies England auf den zweiten Platz. Die Lasker Schachstiftung GK kam fast noch heran, wurde dann, in der Zweitwertung einen halben Punkt zurück, Dritter. Gewinner der Sektion 50+ Women ist Russia vor Germany 1 und England.

In der Sektion 65+ (61 Teams) war Team Russland für den Rest zu stark. Konsequent wurde jede Begegnung in Angriff genommen und gewonnen. 18:0 Mannschaftspunkte und 4 Punkte Vorsprung sprechen eine deutliche Sprache. Hinter Russia kamen St. Petersburg vor Germany 2 punktgleich und nur in der Zweitwertung getrennt ins Ziel. Gewinner der Sektion 65+ Women ist Mongolia Women.

Nach Übergabe des mittlerweile nahezu traditionellen Geschenkes an alle Teams klang die WM zur Musik von Banda Internationale aus. Die Teilnehmer konnten noch die 2. Halbzeit der anderen WM genießen.

von Guntram Ledfuß (Text); Karsten Wieland (Fotos)







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