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Richtungsweisendes bayerisch-hessisches Derby in Fulda: Der TSV Bad Königshofen will mit einem positiven Punktekonto in die Feiertage gehen


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FULDA / BAD KÖNIGSHOFEN – Dem TSV Bad Königshofen geht es in der Tischtennis-Bundesliga wie dem TSV Aubstadt in der Fußball-Regionalliga: Tabellenplatz 7, beide. Die mit dem kleinen Plastikball (8:8) nur zwei Punkte, einen Sieg, vom Play-off-Platz 4 entfernt. Verführerisch aussehend sicheres, vorderes Mittelfeld.

Doch in beiden Clubs schaut man mehr nach unten als nach oben. Das ist keine regionaltypische Bescheidenheit oder übertriebene Demut und auch „kein Tiefstapeln, sondern pure Realität“, so der TSV-Manager Andy Albert. Beide Ligen sind „so stark und ausgeglichen wie nie. Es gibt keine schwachen, abgeschlagenen Mannschaften. Vermutlich werden welche absteigen, die nie damit gerechnet haben.“


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Der Unterschied: Die Abschter gingen mit einer 0:1-Niederlage in die Winterpause, die Königshöfer punkteten, knapp, aber verdient, mit 3:2 gegen Bergneustadt aus der noch tieferen Zone. Vor Weihnachten stehen noch drei Spiele aus, kann man nun in Fulda, am 17.12. daheim gegen Mainz und am 21.12. in Mühlhausen entweder wieder abrutschen oder sich noch mehr in Sicherheit bringen, bestenfalls vorne angreifen.


Nun geht es also am Samstag um 17 Uhr zum TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell (Hubtex-Arena, Washingtonallee 14), zum Tabellenelften (4:12), der in der vergangenen Saison als Vierter das Play-off-Halbfinale erreichte. Dass die Hessen so weit hinten stehen, hat mit ein paar knappen Niederlagen und mit den letzten zwei gegen die Spitzenteams aus Düsseldorf und Neu-Ulm zu tun. „Mit denselben Spielern wie heuer und diesen Samstag“, verweisen Bastian Steger und Kilian Ort gleichlautend auf den Schweregrad der Aufgabe.

„Das sind deswegen keine schlechteren Spieler geworden“, betont Bastian Steger. Man habe sofort nach Bergneustadt den Fokus auf das bayerisch-hessische Nachbarschafts-Derby gerichtet. „Dort ist jedes Ergebnis möglich“, schätzt er, „wahrscheinlich wieder ein ganz knapper Spielausgang. Es ist immer noch dieselbe Mannschaft mit denselben Spielern, die uns letztes Jahr schwer zu schaffen gemacht haben. Ich schätze die Chancen auf 50:50 ein, sehe da keinen Favoriten.“

Seine Mannschaft habe durch die Leistungen der letzten Wochen genügend Selbstvertrauen, „deshalb müssen wir uns nicht verstecken. Mit einem Sieg hätten wir wieder mal ein positives Konto, das wäre richtig gut. Wir werden alles probieren, um die Punkte aus Fulda mitzunehmen.“

Kilian Orts Genugtuung über den Sieg gegen Bergneustadt hört sich so an: „Er lässt den einen oder anderen Königshöfer etwas ruhiger schlagen, wobei die Gäste den Sieg auch verdient gehabt hätten.“ Seinen eigenen erheblichen Beitrag erwähnt ein typischer Ort natürlich nicht. Seine Leistungen in den je fünf Sätzen gegen Ruiz und im Doppel mit Steger ergeben zweierlei emotionales Denken: Dass Kilian über eine längere Zeit verletzungsfrei, gesund und fit bleibt und dass er dann in dieser Form gegen jeden Gegner dieser Liga bestehen und seiner Mannschaft entscheidend helfen kann.

Vor Weihnachten noch tüchtig Punkte sammeln sei sein Wunsch, „weil wir danach mit dem einen oder anderen Personalengpass zu kämpfen haben werden.“ Den an der Hüfte operierten Martin Allegro wolle man nicht zu früh unter Druck setzen. Internationale Turniere stünden auf dem Plan. Yukiya Uda müsse japanische Meisterschaften spielen, da kennt der Verband kein Pardon, wenn er für Olympia nominiert werden will.

„Deshalb wollen wir möglichst viele Punkte aus den nächsten drei Spielen holen, damit wir mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen.“ Tabellarisch sehe es zwar danach aus, „dass wir das gewinnen müssen. Es ist aber dieselbe Mannschaft, die uns letztes Jahr in Königshofen 3:0 geschlagen hat. Bilanztechnisch stehen sie bis auf den Ruwen Filus nicht so berauschend da. Sie haben das Tischtennisspielen aber nicht verlernt.“

An ihren Weltranglistenpositionen könne man schon sehen, dass sie Tischtennis spielen können. Alexandre Cassin gehörte letzte Saison bilanzmäßig zu den Top-Fünf der Liga. „Er ist sehr gefährlich für uns. Auf die Tabelle gucken wir also überhaupt nicht. Wir wissen, was für eine Qualität bei den Gastgebern in der Mannschaft steckt. Am Ende kommt´s auch darauf an, wie wir die Aufstellung treffen und auf unsere Tagesform. Hauptsache, wir haben vier fitte Spieler. Dann werden wir uns was überlegen, wie wir Fulda knacken können.“

50 Fans aus Bad Königshofen und Umgebung sowie mindestens zehn aus Thüringen, Köln, Düsseldorf und Rheinberg werden dabei mithelfen.

Text und Foto: Rudi Dümpert für Rhön1.News


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