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Roman Glöckner und Marco Forner: Der Fußball verhinderte wohl einen Tennis-Triumph


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SCHWEINFURT / SCHWANFELD / FORST – Das war schon witzig unlängst: Beim Gleitsmann-Cup, einem Tennis-Doppel-Turner in Schweinfurt, erreichten zwei Fußballer überraschend das Finale. Und konnten dieses Endspiel nicht bestreiten. Weil beide als Spielertrainer gefordert waren.

Der Veranstalter meldete dies: Bei den „Herren Open“ gab es zu Turnierschluss noch ein Kuriosum: die beiden Schwanfelder Marco Forner und Roman Glöckner besiegten im Halbfinale völlig überraschend ihre favorisierten Clubkollegen Hannes Kossner und Philipp Krenig. Da die beiden jedoch ihren Verpflichtung als Fußballtrainer nachkommen mussten – Forner beim SV Schwanfeld und Glöckner beim TSV Forst – konnten sie zum Finale nicht mehr antreten. So kam die Kombination Andre Seuffert/Johannes Raudenkolb (TSV Güntersleben/SV Schwanfeld) nach ihrem Zweisatz-Sieg über die Schwanfelder Patrick Rauh/Philipp Heil im Halbfinale zum kampflosen Gewinn des Gleitsmann Cups. Ein Novum in der Geschichte des Turniers.


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anpfiff.info fragte da natürlich nach.


Wie kam´s, dass Sie einst neben dem Fußballspielen auch mit dem Tennis begannen?
Roman Glöckner: Ich habe schon recht bald mit Tennis begonnen, ich denke so mit 7, 8 Jahren, und habe diese schöne Sportart versucht, so häufig wie es geht auszuüben. Allerdings war schon immer der Fußball die klare Nummer eins.

Marco Forner: Ich habe schon früher sehr viel Tennis gespielt und das neben dem Fußball immer ein bisschen auch betrieben. Als ich mich aber dann mit 18 schwer an der Hand verletzt habe, habe ich aufgehört und erst vor drei Jahren wieder angefangen. Der Hand geht es nämlich wieder besser, den Beinen dafür schlechter. Also war das DIE Gelegenheit.

Hätte es beim Tennis auch zu ein bisschen mehr reichen können, wenn Sie das Fußballspielen weggelassen hätten?
Roman Glöckner: Naja, ich glaube, dass beim Tennis einfach das Training fehlt beziehungsweise gefehlt hat. Da hätte man sich wirklich dann direkt für Tennis entscheiden müssen, um etwas mehr herauszuholen. Das Schöne beim Tennis ist, dass man es im Gegensatz zu Fußball viel länger spielen kann. Ich werde versuchen wieder öfter den Schläger zu schwingen.
Marco Forner: Naja, mit meiner Vorhand brauche ich mich wirklich nicht zu verstecken, aber die Rückhand ist ein Graus! Ich bin in Schwanfeld im Kreisklassen-Tennis gut aufgehoben.

Nun zogen Sie beide überraschend ins Finale des Gleitsmann-Cups ein, indem Sie im Halbfinale zwei Favoriten ausschalteten. Der beste Tag Ihrer Tennis-Karriere?
Roman Glöckner: Ich habe jahrelang Tennis auch im Verein gespielt und es gab dabei auch das ein oder andere Erfolgserlebnis. Deswegen würde ich nicht sagen, dass das der beste Tag war. Das Turnier hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, Marco war im Halbfinale sehr gut drauf und hat mich da gut mitgezogen!
Marco Forner: Mit Roman Tennis zu spielen ist immer ein Karriere-Highlight! Da wird gelacht, ein bisschen gequatscht und auch mal das ein oder andere Hefe getrunken. Karrieretechnisch ganz interessant, aber wir haben früher auch ganz ordentlich in der Herrenmannschaft gespielt, jetzt aktuell erfolgreich gemeinsam in der Herren 30 Mannschaft des SV Schwanfeld.

Und dann schauten Sie auf die Uhr und stellten fest: Mist, Fußball…!?
Roman Glöckner: Wir hatten den Turnierplan natürlich im Auge und dachten tatsächlich nicht daran, dass es für uns möglich ist, ins Finale einzuziehen. Da ich zusammen mit Marco seit einigen Jahren für den SV Schwanfeld  in der Herren 30 Mannschaft mitspiele – wenn auch nur mit wenigen Einsätzen pro Saison, da der Fußball oft dazwischen kommt – haben wir gesagt, dass wir am Gleitsmann Cup aufschlagen werden. Die Finalteilnahme kam wie gesagt überraschend, aber es war klar, dass das zeitlich nicht klappen würde, das zu spielen.
Marco Forner: Wir haben schon leise angedeutet, dass wir das Finale nicht spielen können. Laut sagen wollten wir es aber nicht, denn der Hochmut kommt ja bekanntlich vor dem Fall. Zudem wussten wir nicht einmal, wie im TieBreak richtig gezählt wird… Nein, Fußball geht einfach vor!

Roman mag ja nach dem Sieg der Forster gegen Dampfach an diesem Sonntag noch zufrieden gewesen sein, Marco nach der Schwanfelder Heimniederlage gegen Eßleben 2 sicherlich nicht. Wie war der Fußball-Nachmittag?
Roman Glöckner: Unser Sieg gegen Dampfach, den wir in den letzten Minuten klargemacht haben, war natürlich ein super Auftakt in die Bezirksliga-Saison.
Marco Forner: Ja, der hat gut begonnen, aber dann mit vielen eigenen Fehlern und Unzulänglichkeiten geendet, so dass wir unseren Start vergeigt haben.

Und Marco unterlief angeblich auch noch ein Eigentor. Besser mal beim Tennis geblieben?
Marco Forner: Wobei das Tor ein schöner Lob war, leider aber ins Tor statt übers Gebälk.

Hat noch jemand in Ihrem Team Talent beim Tennis?
Roman Glöckner: In Forst gibt es eine kleine Tennisrunde, die sich sporadisch zu Matches trifft. Dazu gehören Sascha Lommel, Flo Hetzel, Michael Wolker und noch der ein oder andere. Das Talent ist bei allen beteiligten ausbaufähig (grinst). Der Fußballer kommt allerdings auf dem Tenniscourt sowieso eher über das Läuferische.
Marco Forner: Philipp Krenig, der auch unser Halbfinalgegner war, spielt aktuell in der Schwanfelder Herrenmannschaft. Der ist richtig gut, Daniel Kröning hat auch Talent, Frank Räder ist der Tischtennis-Riese beim SV Schwanfeld. Fußballer können das in der Regel immer sehr ordentlich.

Werden Sie dieses ausgefallene Finale eigentlich mal nachholen?
Roman Glöckner: Nein, das denke ich nicht. Marco und ich haben uns aber schon verständigt, dass wir nächstes Jahr wieder am Gleitsmann Cup teilnehmen und das dann besser mit dem Fussball abstimmen wollen.
Marco Forner: Nein, glaube nicht. Roman und ich werden hoffentlich wieder bisschen mehr spielen. Ein Traum wäre es wirklich, nochmal irgendwann gemeinsam zu coachen, dann können wir unseren Tennis-Termin-Planer auch besser koordinieren.

Wenn gespielt worden wäre: Wer hätte gewonnen?
Roman Glöckner: Ich denke, dass das Finale für uns schwierig geworden wäre. Wir treffen die Kugel ab und an schon ganz gut, aber man hat schon gesehen, dass die Turniersieger zurecht gewonnen haben. Schließlich haben sie ja auch unsere Halbfinalgegner, die ja dann für uns eingesprungen, sind deutlich geschlagen. Aber jedes Spiel muss auch erst gespielt werden und die Fussballer sind auf dem Tennisplatz immer schwierige Gegner.
Marco Forner: Puh, ich denke, wenn Andre Seufert Ernst gemacht hätte, wäre das nicht gut für uns ausgegangen. Aber wir sind, wie auf dem Rasen, echt bissig im Tennis und da auch ganz unangenehm zu spielen, da wir Fußballer läuferisch ganz gut unterwegs sind.

Wir danken für das Gespräch und wünschen alles Gute!

Diesen Beitrag hat das fränkische Fußballportal www.anpfiff.info bereits letzte Woche veröffentlicht – mit weiteren Fotos und Zusatzinfos. Genau für diese Art der Berichterstattung steht anpfiff.info: Dicht dran an den Fußballern der unteren Ligen. Während die etablierten Printzeitungen lieber nur aus Bundesliga und Champions League berichten, kümmert sich anpfiff noch um die lokalen Fußballer der Region in und um Schweinfurt.


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