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Tischtennis-Leckerbissen in Bad Königshofen: Werder Bremen mit dem Vizeweltmeister Mattias Falck kommt


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BAD KÖNIGSHOFEN – Die Saison der Tischtennis-Bundesliga, die fünfte für den TSV Bad Königshofen, ist zehn Wochen alt, und dennoch hat die Mannschaft um Kilian Ort erst drei Heimspiele (gegen Ochsenhausen, Düsseldorf und Grenzau) bestritten. Vier Mal musste man beim Gegner antreten. Mit 6:8 Punkten belegt man einen Mittelfeld-Platz.

Der dicht gedrängte Turnier-Terminkalender des Internationalen Tischtennisverbands (ITTF), dessen Präsident mit Thomas Weikert ein deutscher Jurist ist, hat Vorrang und die TTBL (Tischtennis-Bundesliga) sich mit ihrem Spielplan daran zu halten.


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Die elf Vorrundenspiele sind auf 18 Wochen inklusive großer Lücken und einem zwischenzeitlichen Gedränge verteilt. Letzter Spieltag für den TSV Bad Königshofen ist der 21. Dezember, Pandemie-bedingte Spielausfälle oder -verlegungen nicht berücksichtigt. Der Rückrunden-Spielplan steht noch immer aus, weil der ITTF-Plan noch nicht vorliegt. Man stelle sich so ein Timing von der DFL im Fußball vor!


Ob das für diese eigentlich so begeisternde und mitreißende Sportart förderlich ist, muss doch sehr bezweifelt werden. Aus dem Schatten-Dasein im Vergleich zu anderen Sportarten wird man nur schwer heraus kommen, wenn die Profis nur sporadisch, mit langen Pausen und somit unrhythmisch für das Publikum zu sehen sind. Diesen Sonntag findet nun seit sechs Wochen wieder einmal ein Spiel in der Shakehands-Arena statt. Es geht gegen den Traditionsverein von der Weser, den SV Werder Bremen, bei dem der TSV´ler Bastian Steger sechs Jahre lang unter Vertrag war.

Sein Nachfolger ist dort der schwedische aktuelle Vizeweltmeister Mattias Falck. Hier im Grabfeld ist es Stegers dritte Saison. Auf Grund der Hygiene-Auflagen der Behörden gab es für den Bundesligisten aus dem kleinsten Ort und mit einem der kleinsten Etats noch keine Wiedergutmachung für die Null-Zuschauer-Saison 2020/21, die sportlich sehr gut, wirtschaftlich nur dank der Treue der Partner und des partiellen Gehaltsverzichts der Spieler zu überstehen war.

Bei den ersten zwei Heimspielen waren die Einschränkungen als Begründung teils nachvollziehbar, dass die große Lust auf Weltklassesport nicht gleich wieder ausgebrochen ist. Beim dritten Spiel gegen Grenzau waren die Verantwortlichen und Spieler aber doch über große Lücken auf der Tribüne enttäuscht, die gar nicht nötig gewesen wären. Diesmal greifen weitere Lockerungen bis hin zu einer relativ geringen Einschränkung. Laut Geschäftsführer Udo Braungart hatte man zwei Möglichkeiten, bezogen auf die Füllung der Halle. Komplett ohne Mund-Nasenschutz wären die 1,50 m Mindestabstand einzuhalten gewesen. „Was organisatorisch nahezu unmöglich ist“, so die Begründung von Braungart.

„Zu regeln wäre das nur, wenn es Tickets nur im Vorverkauf gegeben hätte. Und selbst da wäre die Nachverfolgung über den gemeinsamen Haushalt, also ohne statt mit Abstand, faktisch und korrekt nicht möglich gewesen. „Wer will das überprüfen, wer mit wem zusammen wohnt und das nur am Telefon oder online? Also haben wir uns für die zweite Lösung entschieden, wonach die Halle mit maximal 1000 Zuschauern gefüllt werden darf und keine Abstände einzuhalten sind. Es sind auch keine FFP2-Masken nötig, sondern nur medizinische.“ Von 1000 träume man nicht einmal, schon die Hälfte wäre ein Traum.

Seit Wochen laufen die Vorbereitungen von Seiten der Geschäftsleitung und der zahlreichen Helfer, um alles Erdenkliche zu tun, um den Zuschauerinnen und Zuschauern einen angenehmen Aufenthalt und den Genuss von Spitzensport bieten zu können. Auch die TTBL hat die Auflagen für die Sportler teilweise gelockert. Zwar müssen die Spieler, Betreuer und Funktionäre des Gastes wie bisher im Vorfeld schriftlich der Hygienebeauftragten Christiane Aman gemeldet werden. Die Bälle müssen aber nicht nach jedem Satz desinfiziert werden. Am Reinigen des Tisches will der TSV aber festhalten. Wer VIP-Karten hat, soll erstmals wieder ein warmes Essen bekommen. Und für den ebenso herzlich willkommenen Otto-Normalverbraucher gibt es wie vor Corona Kaffee und Kuchen, belegte Brötchen und Getränke.

Stichwort Karten: Die gibt es bis einschließlich Freitag entweder direkt in der TSV-Geschäftsstelle in der Martin-Reinhard-Straße 4 von 10 – 17 Uhr, telefonisch über 09761-9389951 sowie über den Ticket-Service reservix. Auch an der Tageskasse dürften noch genügend Karten zu haben sein. Einlass-Bedingung ist die 3G-Regel. Wer nicht getestet ist, dem macht der TSV ein Angebot für einen Schnelltest vor der Halle in einem Zelt, der von einer autorisierten Fachkraft vorgenommen wird und nur für diese Veranstaltung gültig ist. Hierfür wird eine Aufwandsentschädigung von fünf Euro berechnet.

Text und Fotos: Rudi Dümpert für SW1.News und Rhön1.News

Auf den Bildern:

* Im Dezember 2019 spielte Filip Zeljko gegen den schwedischen Vizeweltmeister Mattias Falck.

* Vizeweltmeister Mattias Falck (links) und der sichtlich enttäuschte Filip Zeljko am 20. Dezember 2019


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