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Tischtennis-„Nahkampf“ in Hessen: Aber gegen Fulda konnte Bad Königshofen noch nie gewinnen


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FULDA / BAD KÖNIGSHOFEN – Der Direktvergleich zwischen diesen beiden Vereinen, die sich geographisch am nächsten in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) liegen, spricht eine deutliche und einfache Sprache: Bad Königshofen hat noch nie gegen Fulda gewonnen.

Obwohl es immer sehr eng zuging, hatten die Osthessen gegen die Nordunterfranken am Ende doch immer die Nase vorn. Eigentlich wären ja jetzt die Königshöfer mal dran, denn so weit hinten in der Tabelle hat man die Maberzeller noch nie angetroffen. Drittletzter sind sie (geblieben) nach der 2:3-Heimniederlage am vergangenen Montag im Nachholspiel gegen den SV Werder Bremen. 6:14 Punkte, das ist die mathematisch definierte Folge des Umbruchs, den der Verein bewusst vollzogen und zu einem Zeitpunkt in Kauf genommen hat, an dem man den Klassenerhalt auch so schaffen kann.


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Doch Vergleiche mit den beiden Tabellenletzten Grenzau (0:20) und Jülich (2:18) verbieten sich. Besonders dann, wenn man sie von Königshöfer Seite aus anstellt. Fulda Maberzell hat immer noch eine schlagkräftige Truppe beisammen, die noch öfter als die Königshöfer an einen Sieg nur schnuppern durfte. So viel toller sah es zuletzt bei der Truppe von TSV-Headcoach Koji Itagaki nämlich auch nicht aus, seit Kilian Ort durch Filip Zeljko und ein Mal sogar noch Mizuki Oikawa durch Koudai Hiraya ersetzt werden mussten. Darin liegt der hauptsächliche Grund, dass der gar nicht so unmögliche Tabellenplatz vier (aktuell Werder Bremen, 12:6) mit momentan 10:10 Punkten fast schon außer Reichweite geraten ist. Wenn man in dieser zweitstärksten Liga der Welt beim Drei-Spieler-System mit drei starken Spielern bestehen will, darf keiner wegen Verletzung (Ort) oder anderer Verpflichtungen (Oikawa) ausfallen. Für solche Fälle sind acht der zwölf TTBL-Mannschaften gerüstet, indem sie für drei Positionen bis zu sechs konkurrenzfähige Alternativen auf der Liste mit lizenzierten Spielern haben. Es ist letztlich alles eine Frage des verfügbaren Etats.

Saarbrücken zum Beispiel und davor Düsseldorf und Ochsenhausen schickten ein Trio gegen Bad Königshofen ins Rennen, wobei sie für jede Position fast gleichwertigen Ersatz gehabt hätten. Das bringt neben der Ersatz-Möglichkeit noch eine taktische zusätzlich mit ins Spiel, über die man unangenehmen Gegnern ausweichen oder mit Hinblick auf ein Entscheidungsdoppel wechseln kann. Über diesen Komfort verfügen aber weder der TSV Bad Königshofen noch – in dieser Saison zumindest – der TTC Fulda.


Die Hessen haben sich nämlich nach elf Jahren vom Deutsch-Chinesen Wang Xi getrennt, der gegen den TSV immer seine Punkte gemacht hat und inzwischen für Grünwettersbach aufschlägt. Kilian Ort hat diesen Wang Xi in seinem letzten Spiel vor der Verletzung erstmals von seiner Liste der Unschlagbaren streichen können. Ein gleichwertiger Ersatz für Xi ist das Eigengewächs Fan Bo Meng (19) noch nicht, war aber der Matchwinner im Entscheidungsdoppel im DTTB-Pokal-Achtelfinale an der Seite von Ruwen Filus gegen Steger/Zeljko im fünften Satz (11:9). Ein Wagnis ist es dennoch, mit ihm, der Nummer 433 der Weltrangliste, als Stammdreier in die Saison zu gehen. Trainer ist sein Vater Qing Yu Meng, der vergangenen Montag in Bremen einen taktischen Trick testete. Der 46-Jährige stellte sich selber an Position 2 und „opferte sich“ (1:3) gegen den schwedischen Einzel-Vizeweltmeister Mattias Falck, vermutlich um seinem Sohn Fan Bo die Niederlage zu ersparen und mental für das Schlussdoppel in Schutz zu nehmen. Der Test misslang: Filus/Fan Bo Meng verloren 0:3.

Im Pokalspiel am 23. September konnte Filip Zeljko seinem kroatischen Landsmann und Trainingspartner Tomislav Pucar beim 0:3 nur im dritten Satz (13:15) gefährlich werden. Zeljko konnte in den sieben TTBL-Einsätzen nur ein Doppel (mit Oikawa), aber kein Einzel gewinnen. Wenn beide Trainer wie erwartet taktieren, treffen Fan Bo Meng und Filip Zeljko nicht aufeinander, obwohl dieses das einzige Augenhöhe-Duell bisher und ein Härtetest für Zeljko wäre. Stattdessen werden sie die ganze Last ihren Topspielern Ruwen Filus und Tomislav Pucar bzw. Bastian Steger und Mizuki Oikawa aufbürden. Wobei wenigstens einer gegen den Abwehrspezialisten Filus (Weltranglisten-31.) gewinnen müsste und Pucar (WR-32.) auch erst geschlagen sein will. Oder aber es kommt alles ganz anders, als es die Papierform vorgibt – was am wahrscheinlichsten ist.

Der Fanbus startet um 12.30 Uhr an der Shakehands-Arena.

TISCHTENNIS, 1. Bundesliga Herren
Sonntag, 24. November, 15 Uhr
TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell – TSV Bad Königshofen

Auf dem Bild: Wenn Bad Königshofen in Fulda erstmals gewinnen will, muss Bastian Steger einen, möglichst zwei Punkte einbringen. Was allerdings keine neue Situation für den Oberpfälzer ist.

Text und Foto: Rudi Dümpert für sw1.news



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