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Tristesse pur: Warum beim lokalen Schweinfurter Sport absolut tote Hose ist


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SCHWEINFURT – Schweinfurt als Stadt des Sports? Das mag vielleicht gelten angesichts des großen und breitgefächterten Angebotes. Aber in der Spitze herrscht seit Wochen eigentlich nur noch Ernüchterung. Wenn man die Situation bei den vier großen Mannschafts-Sportarten betrachtet, dann ist da das Interesse momentan vernichtend…

Im Einzelnen betrachtet bedeutet das für…


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1.) Fußball: Da holt der FC 05 mit Tobias Strobl einen neuen Trainer, überzeugt gegen Fürth 2 vor auch nur 907 Fans, gewinnt danach in Burghausen mit 3:0 – und begrüßt dann gegen Rain bei richtig gutem Wetter gerade mal noch 794 Zuschauer in einem gähnend leeren Willy-Sachs-Stadion. Mit 1496 liegt der Schnitt zwar relativ hoch und die Schnüdel sind der anscheinend attraktivste Verein der Regionalliga Bayern. Doch zieht man die 3394 Zuschauer gegen Aubstadt und die 2642 gegen Türkgücü München ab, dann sahen die anderen acht Partien gerade mal 1115 Leute im Schnitt. Außer Bayreuth kommt zu den nächsten sieben Heimspielen kein attraktiver Gegner mehr. Sollte es nicht gelingen, den Rückstand auf den Tabellenführer zu verringern, dann drohen in 2020 endgültig Geisterkulissen….

2.) Eishockey: Die Zeiten, wo der Icedome mit oft über 3000 Zuschauern ausverkauft war, sind längst vorbei. Die Mighty Dogs begrüßten letzten Freitag gegen Dorfen gerade mal noch 431 Zuschauer. So viele kamen früher zu Vorbereitungsspielen. Seit Jahren lässt das Interesse immer mehr nach. Inzwischen stehen auf den Rängen unter der Sitztribüne kaum noch Leute. Und jetzt sind die kommenden Wochen für das Team sportlich auch noch uninteressant. Es drohen also weitere Minuskulissen.


3.) Handball: Die Herren und die Damen des MHV sind letzte Saison abgestiegen. Die Herren spielen inzwischen in der Bezirksliga zusammen mit Bergrheinfeld. Aktuell liegen sie in der Tabelle hinter Königsberg. Die Liga hat nur acht Mannschaften, bedeutet gerade mal sieben Heimspiele, zu denen in der Vergangenheit auch selten mehr als 100 Fans kamen. Handball ist in Schweinfurt eine absolute Randsportart. Aber immer noch besser als…

4.) Basketball: Mit 84:48 schlug die DJK am Samstag Kulmbach deutlich und spielte wie meist attraktiv. Und wie immer vor ziemlich genau 25 Zuschauern. In der Bayernliga wollte das Team eigentlich heuer oben mitspielen, was bislang noch nicht so gelingt. Doch selbst als Meister würde man auf einen Aufstieg in die Regionalliga wohl verzichten, weil dann ein zu hoher Aufwand auf die Hobby-Truppe zukommen würde. Ein paar Jahre spielte man dort ja mal unter Trainer Burkhard Steinbach, damals fast immer vor dreistelligen Kulissen, aber halt auch in der weitaus moderneren Wichtermann-Halle.

Woran liegt das alles? Die Gründe sind vielschichtig. Bei Hand- und Basketball liegen sie sicherlich daran, dass dieser Sport in Schweinfurt noch nie so richtig geboomt hat, dass man seitens der Vereine den Ist-Zustand akzeptiert und auch glaubt, dass viel mehr halt einfach nicht geht. Beide leiden zudem unter den Hallen. Weder die der DJK noch das Schulzentrum West sind richtig hell oder gemütlich. Andererseits locken auch die Bundesliga-Faustballer des TV Oberndorf, die meistens in der Wichtermann-Halle spielen, selten weit über 100 Leute an.

Handball kann die Massen anziehen, siehe Zweitligist Rimparer Wölfe. Basketball begeistert eh, aber da fahren die Schweinfurter schon immer nach Bamberg oder Würzburg. In Coburg hat man es vorgemacht, wie eine tolle neue Halle, in dem Fall die HUK Arena, für einen Boom sorgen kann. Die Basketballer schafften es aus dem Nichts in inzwischen die Pro B-Profiliga, spielten jüngst vor immerhin 600 Fans. Die Handballer stehen sogar dicht vor dem Aufstieg in die 1. Bundesliga. 3316 Zuschauer sahen unlängst den Sieg über Eisenach.

Dagegen könnten Fußball und Eishockey in Schweinfurt weiter die Massen anziehen. Doch die Frage muss erlaubt sein: Was haben der FC 05 und die Mighty Dogs die letzten Monate dafür getan, um eine Euphorie zu erzeugen? Wenn man ehrlich ist: Nichts! 600 Leute kommen eigentlich immer zu den Schnüdeln, die würden auch zu Landesligaspielen erscheinen. 300 Fans kämen in den Icedome auch zu Bezirksliga-Partien. In beiden Fällen gibt es um den jeweiligen Vorstand einen Zirkel von einigen vertrauten Personen, die den Eindruck erwecken wollen, alles in der Macht stehende zu tun, damit endlich die Ränge voll werden. Doch wodurch? Wo sind die kreativen Ideen der bestehenden Marketing-Abteilung beim FC 05? Wie kann es sein, dass sich die Mighty Dogs feiern lassen für ein Konzept, das mit 85 Cent Pils in den 85 Minuten vor Spielbeginn am Freitag gegen Passau zum 85. Vereinsjubiläum die Leute anlocken soll?

Außerhalb von Schweinfurt machen es zwei Teams aus anderen Mannschafts-Sportarten gerade vor, wie man vorgehen sollte bzw. wie auch nicht. Auch wenn die Tischtennis-Jungs aus Bad Königshofen zuletzt öfter verloren, als ihnen lieb war, so lockt die Bundesliga doch oft 700 Fans und mehr in die Shakehands-Arena. Mehr und mehr Schweinfurter finden den Weg dorthin. Dagegen präsentieren sich die HEITEC Volleys Eltmann so gut wie gar nicht in der unterfränkischen Region. Die Heimspiele der Volleyball-Bundesliga tragen sie aber auch in Bamberg aus. Aktuell ist der Aufsteiger Tabellenletzter.



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