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Unfassbares Duell an der Spitze: Die Schonunger Ringer fertigen den (Ex-)Tabellenführer mit 44:1 (!) ab! – VIELE FOTOS!

SCHONUNGEN – Wer seit Jahrzehnten schon das Ringen in Schonungen verfolgt, wird früher in der einstigen Haupt- und dann Realschul-Turnhalle so manchen denkwürdigen Kampf erlebt haben. In die Aufreihung der unfassbaren Fights findet nun auch ein Duell in der neuen Arena oberhalb des Naturfreundehauses Einzug.

Es war angerichtet diesen Samstag zu einer spannenden Begegnung an der Spitze der Landesliga. Die verlustpunktfreie Wettkampfgemeinschaft aus Zirndorf und Röthenbach kam, hätte mit einem Sieg zur Halbzeit der Saison fast schon Meisterschaft und Aufstieg klar machen können, weil die Schonunger ja zuvor zuhause gegen die WKG Bamberg/ Forchheim bereits einen Punkt liegen ließen. Doch dann kam alles anders als erwartet. Ganz anders.

Als Alexandru-Vasile Mandica zum Auftakt knapp gegen Sharaf Ali Rajabi verlor, da befürchteten die gut 250 Fans angesichts einer der seltenen Niederlagen des Punktegeranten einen Vorteil für den bärenstarken Gast. Beide Teams besetzten alle Gewichtsklassen, so dass noch 13 Kämpfe folgen sollten. Was in denen passierte…, war… unfassbar!

Die Schonunger gewannen sie nämlich allesamt! Auch der zuvor ungeschlagene Talha Cakirgöz musste einmal gegen Gamsat-Gabriel Klein und dann gegen Tobias Hofmann die Segel streichen. Das noch knapp, während aber unglaubliche neun Schultersiege dazu kamen. Die Hausherren machten mit ihren Gästen, was sie wollten.

Den Vogel schoss Willi Merz ab. Gegen Stanislav Notevskyi lag er schon aussichstlos zurück und stand kurz vor einer Niederlage wegen technischer Unterlegenheit. Ehe er den Kampf komplett drehte und den Gegner auf die Schultern legte. Die Halle stand kopf, so war das in den allerbesten Zeiten in der Oberliga, als der RSV mal dicht vor dem Aufstieg in die zweite Bundesliga stand.

Rund zwölf Jahre ist das nun her. Zwei Klassen tiefer scheint sich das Team nun einzustimmen für einen vielleicht weiteren Höhenflug die nächsten Jahre. „Am heutigen Tag hat alles gepasst“, strahlte Trainer Marco Greifelt. Im Wissen, dass die Zirndorfer den Schonungern anscheinend besser liegen als die Bamberger. „Bei denen hat gegen uns alles gepasst…“, weiß Greifelt. Aber es gibt eben auch Tage, an denen bei den Unterfranken alles passt. „Hier regiert der RSV“, riefen die Fans und schlossen die Fußballer der SG TSV/FT mit ein, die am Nachmittag die Herbstmeisterschaft in der Kreisklasse feierten.

Zurück zum Ringen: Sieben Kämpfe stehen noch an. Den folgenden nächsten Samstag bei Burgebrach 2 als Vorkampf des dann anstehenden Oberliga-Fights der Oberfranken gegen Johannis Nürnberg sollten die Schonunger genauso gewinnen wie den zuhause die Woche danach gegen Lichtenfels 2. Auch gegen Bayreuth, die KG Südthüringen und in Amberg dürfte eigentlich nichts anbrennen. Der RSV ist mit 13:1 Punkten Herbstmeister vor dem vernichtend geschlagenen Gerner.

Entscheiden über die die Meisterschaft werden demzufolge die Kämpfe am 19. November in Bamberg und am 17. Dezember bei Zirndorf/ Röthenbach. Gar nicht so unmöglich also, dass es eine Woche vor Heiligabend zu einer Revanche in Mittelfranken kommt, bei der es um den Aufstieg und die Rückkehr in die Bayernliga geht. In Bamberg wie auch dann dürften die Schonunger dank ihrer Fans den Heimvorteil auf ihrer Seite haben.

Ringen, Landesliga Nord: RSV Schonungen – WKG Zirndorf/ Röthenbach: 44:1 (21:1)
Für Schonungen punkteten: Tobias Doile, Florian Doile, Willi Merz (je 8), Abduluakhid Tileules, Andreas Hümpfer, Linus Gerhardt (je 4), Marin Periteanu (3), Tobias Hofmann, Alexandru-Vasile Mandica (je 2), Gamsat-Gabriel Klein (1)

Der Kampf der zweiten Mannschaft fiel aus, weil der SC 04 Nürnberg kein Team zusammen brachte.



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