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Vitali Stähle und seine Schweinfurter Zwischenbilanz: Zu wenig Tore und eine offene Zukunft – im April wird in Mexiko geheiratet


SKD

SCHWEINFURT – Bei 16 Punkten Rückstand auf Platz acht glaubt auch Vitali Stähle neun Partien vor Hauptrundenende nicht mehr an die Play-offs für die Mighty Dogs. Vor den Partien zuhause gegen Tabellenführer Peiting mit einer Aprés Ski-Party vorab und auswärts bei zuletzt starken Füssenern spricht der gebürtige Russe über die Gründe seines Wechsels nach Schweinfurt, warum der 30-Jährige das Angebot aus Unterfranken einem aus Frankfurt vorzog und weshalb er nun langsam beruflich Fuß fassen will.

„Vitali ist ein Riesen-Eishockeyspieler, der sich in jedem Match ein Vielzahl an Torchancen erspielt. Ihm fehlt dabei manchmal die Selbstverständlichkeit, die Dinger auch reinzumachen. Damit hat aber nicht nur er zu kämpfen“, weiß Sportdirektor Steffen Reiser. „Leider kam er durch seine Verletzung zu Saisonbeginn erst ab der Länderspielpause besser in Fahrt. Ich persönlich mag ihn und seine Art, auch wenn er in der Kabine häufig zu viel quatscht“, lacht Reiser und sagt: „Trotz gewisser kleiner Defizite ist er ist auf alle Fälle ein Spieler, den wir auch nächste Saison im Dress vom ERV sehen möchten.“


DB August

Dieses Urteil fasst vieles zusammen: Stähle brauchte lange, um in Schwienfurt richtig Fuß zu fassen, sammelte nun aber 14 Tore und 15 Vorlagen an und gehört im immer besser werdenden Team zu den Leistungsträgern. „Am Anfang war´s schwer, weil einige Schlüsselspieler fehlten. Wir mussten uns finden, aber es passt nun. Auch wenn ich unzufrieden bin, weil ich einfach zu viele Chancen ausgelassen habe“, sagt der gebürtige Russe, der 1994 im Alter von zwölf Jahren mit seinen Eltern als Spätaussiedler zunächst für ein Jahr in Kiel landete, dann in Köln, wo die Familie heute noch lebt. Dort wuchs Stähle auf, spielte für die Junghaie, schaffte es aber nicht in den DEL-Kader. Duisburg und Ratingen waren die nächsten Stationen, ehe es doch klappte mit dem Oberhaus. 15 Partien absolvierte er für die Nürnberg IceTigers in der DEL, sammelte zwei Scorerpunkte. „Das kam zu früh, ich war zu jung und konnte mich nicht durchsetzen. Ich war nur Ergänzungsspieler und hatte kaum Eiszeit“, weiß er heute und bezeichnet die 2. Bundesliga als „perfekt“ für ihn.

Er ging wieder nach Duisburg, feierte mit den Füchsen die Zweitliga-Meisterschaft im Jahr 2005. Doch nach dem Aufstieg in die DEL spielte er keine Rolle mehr, wechselte nach Neuwied in die Oberliga, dann nach Essen, später nach Crimmitschau. Es folgte Dresden als Station, dann Dortmund, Essen und zuletzt nochmals Oberligist Dortmund, wo er in 18 Partien auf 26 Scorerpunkte kam. Mit seinem Trainer Frank Gentges hätte er wohl auch zusammen nach Frankfurt wechseln können in die Oberliga West. Entscheidend aber war, dass Stähles Lebensgefährtin Hilary eine Stelle als Grundschul-Lehrerin in der International School in Unterspiesheim erhielt. Und er, der letztes Jahr seine Ausbildung zum Industriekaufmann beendete, erhoffte sich eine Stelle in Schweinfurt, um Eishockey nur noch nebenbei zu betreiben. Das klappte bislang noch nicht, und weil auch Hilarys Vertrag vorerst nur ein Jahr läuft, ist die Zukunft der beiden ungewiss. Die Kanadierin lernte Vitali Stähle 2005 im Urlaub auf Kuba kennen. Diesen April will das Paar in Mexiko heiraten. Soviel ist schon mal sicher.


Weshalb Stähle zu den Mighty Dogs kam: „Wegen Nemo“, sagt der Stürmer und meint damit Mikhail Nemirovsky. In Crimmitschau lernten beide sich kennen, wurden Freunde. Der Deutsch-Russe besuchte seinen Kumpel einst schon mal in Schweinfurt und sagte nun zu, als der Routinier den Mighty Dogs den Kontakt herstellte. Stähle und seine Partnerin leben jetzt in Niederwerrn. Auch wenn es diese Saison nicht so richtig lief, so will er doch „kurzfristig denken und immer alle Spiele gewinnen“. Klappt das fortan halbwegs, so bleiben die Unterfranken ziemlich sicher in der Oberliga. Wenn Stähle dann noch einen Job in der Industrie findet, dann spricht einiges für eine zweite Saison im ERV-Dress.

Am besten gefallen hat es ihm auf seinen Stationen in Deutschland bisher in Duisburg aufgrund des sportlichen Erfolges und in Dresden, „weil dort die Stadt und die Eishalle schön sind“. Die kurioseste Geschichte ereignete sich aber in Crimmitschau. Als die Westsachsen in den Zweitliga-Play downs spielten, da wettete der heute 30-Jährige intern mit einem Teamkollegen über den Ausgang einer wichtigen Partie. Vitali Stähle tippte richtig – und der Mitspieler musste beim nächsten Publikumslauf nackig über das Eis….

Eishockey-Oberliga Süd:
Mighty Dogs Schweinfurt – EC Peiting (Freitag, 20 Uhr, Icedome)
EV Füssen Leopards – Mighty Dogs Schweinfurt (Sonntag, 18 Uhr)

Und damit noch ein Blick auf den ERV-Nachwuchs. Die Berichte drucken wir im Wortlaut der Verfasser ab:

EV Pfronten – ERV Juniors 6:1 (2:1, 0:0, 4:0)
Zum wichtigen Spiel der Juniors in Pfronten standen dem Coach Victor Proskuryakov leider nur 12 Spieler zur Verfügung, diese in der Partie leider auch nicht lange. Schon in der 8. Spielminute musste Hannes Eller nach einem Check gegen den Kopf mit 5+SPD in die Kabine, leider wurde von Seiten der Schiedsrichter nur die „Reaktion“ beurteilt, selbiger ging die gleiche Aktion voraus. Leider muss man auch erwähnen das sich die Pfrontener leider nicht als sportlich Fair gegenüber unserer Mannschaft erwiesen. Der Sanitäter, in weiterer Funktion ebenfalls auch noch Jugendleiter, griff immer wieder auf der Spielerbank sitzende Schweinfurter verbal an und beleidigte diese zu dem noch. Aus sportlicher Sicht fielen im ersten Abschnitt drei Treffer zwei auf Pfrontener Seite und nur einer auf Schweinfurter dieser wurde von Hannes Eller in der 5 Minute nach einem Konter erzielt. Unsere Juniors hatten in diesem Abschnitt noch weitere Chancen, die aber allesamt ungenutzt blieben. Nach Beginn des zweiten Abschnitts entwickelte sich kurzzeitig ein munteres Spiel ehe beide Teams wieder vermehrt mit Undiszipliniertheiten auffielen. Erst war es ein Pfrontener der einen Schweinfurter Spieler mit einem Check gegen den Kopf verletzte und hierfür folgerichtig mit einer 5+SPD bestraft wurde. Nach diesem Check musste der verletzte Schweinfurter zur weiteren Untersuchung in das Krankenhaus gebracht werden. Nur kurz nach dieser Aktion kam es vor dem Schweinfurter Tor zu einer kleinen Rauferei, in der sich beide Spieler jeweils zwei Minute einhandelten. Von Pfrontener Seite kam es auf dem Weg zur Strafbank zu weiteren Beleidigungen gegen den betroffenen Schweinfurter. Dieser ließ sich zu allem Überfluss zu einer Aktion hinreißen, die nur mit einer Matchstrafe korrekt bestraft werden konnte. Somit waren von den anfangs 12 Spielern nur noch 9 übrig, diese mussten die restlichen 29 Minuten noch überstehen. Zumindest verhinderte der gute Keeper Christan Lehmann in Verbund mit der Defense im zweiten Drittel noch einen weiteren Gegentreffer. Beim Stand von 2:1 ging es schließlich in den letzten Abschnitt. Nur 35 Sekunden nachdem Wiederbeginn erzielte Pfronten den Treffer zum 3:1, hiermit war dann die Moral der letzten noch verbliebenen gebrochen. Bis zum Ende des Spiels sollten noch drei weitere Treffer der Hausherren folgen. Als Fazit aus diesem Spiel bleibt nur zu ziehen, dass man sich hier durch die fehlende Disziplin selbst geschlagen hat. Zudem fehlen nun zum absoluten Kellerduell gegen Moosburg am kommenden Samstag um 17 Uhr im Schweinfurter Icedome drei wichtige Spieler, was diese Aufgabe gegen den Vorletzten leider nicht einfacher machen wird. Deshalb an dieser Stelle die Aufforderung an alle Schweinfurter Eishockeyfans in den Icedome zukommen, um die Juniors bei diesem sehr wichtigen Spiel zu unterstützen.

ERV Jugend – EA Schongau 4:6 (1:2, 2:2, 1:2)
Zu dieser wichtigen Begegnung musste die Mannschaft auf zwei Leistungsträger (gesperrt oder verletzt beim Juniorenspiel tags zuvor) verzichten. Den Beginn dieser Begegnung verschlief das Team zudem auch noch. Nach nur 6 Minuten war man schon mit 0:2 im Rückstand und diesem lief man bis zum Ende der Partie vergeblich nach.  In der 19. Minute gelang zwar dem Schülerspieler Leon Müller der zu diesem Zeitpunkt verdiente Anschlußtreffer. Zu mehr sollte es aber in diesem Abschnitt nicht mehr reichen. Wieder nur knapp zwei Minuten waren im zweiten Drittel gespielt als Schongau auf 1:3 erhöhen konnte. Nun folgte wieder ein Treffer zum 2:3 diesmal war es Frank Buchwald der hier verkürzen konnte. Schongau blieb die aktivere Mannschaft und konnte abermals auf 2:4 davonziehen ehe in der 35. Minute Lisa Bauer einen Treffer für die Jugend erzielten konnte. Mit dem Zwischenstand von 3:4 ging es dann auch in die zweite Pause. Im dritten Abschnitt fielen die Schweinfurter wieder durch einige Undiszipliniertheiten auf, die Ihnen unnötige Strafen einbrachten. Zwar konnte Jonas Manger die Partie in der 48. Minute erstmals ausgleichen, doch leider brachte man sich wie zuvor beschrieben immer wieder selbst in Schwierigkeiten. Die Vorentscheidung in der Partie gelang Schongau in der 57. Spielminute dann auch noch in Überzahl. Der letzte Treffer ins leere Tor gelang den Gästen schließlich 15 Sekunden vor Ende der Partie. Unter dem Strich sind es immer wieder die vielen Strafen die sich die Mannschaft einfängt, die Spiele zu Ihren Ungunsten mit entscheiden. Hieran muss unbedingt gearbeitet werden um den Anschluss in der Tabelle wieder herstellen zu können.

ESV Königsbrunn – ERV Schüler 2:5 (2:2, 0:3, 0:0)
Mit einem erneuten Sieg setzen sich die ERV-Schüler weiter in der Spitzengruppe fest. Der schnelle Führungstreffer für die ERV-Schüler in der ersten Spielminute hatte leider nicht die erhoffte Wirkung. Übertriebenes Einzelspiel und undisziplinierte Spielweise führten im wohl schlechtesten Drittel der Saison zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung der Gastgeber. Jedoch konnten die ERV-Schüler mit dem 2:2 vor der Drittelpause das Spiel quasi auf 0 stellen. Was folgte war eine etwas lautere Kabinenansprache durch Coach Eugen Pretzer, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Das zweite Drittel ging mit 3:0 klar an die Gäste. Große Torchancen der Hausherren wurden dabei nicht mehr zugelassen. In der zweiten Drittelpause war dann die laute Stimme des Königsbrunner Trainers durch die Wand in der Schweinfurter Kabine zu hören. Jetzt offensichtlich deutliche Unzufriedenheit beim Coach der Gastgeber, nachdem man sich nach Führung im ersten Drittel wohl mehr ausgerechnet hatte. Dass diese laute „Kabinenpredigt“ keine Wirkung entfaltete, lag an der unverändert konsequenten Spielweise der ERV-Schüler. Wenn auch kein weiterer eigener Treffer gelang, musste man aber auch keinen Treffer mehr hinnehmen und so endete das Spiel mit 2:5. Für Check gegen Kopf und Nacken mussten zwei Spieler aus Schweinfurt jeweils 2+10 Minuten hinnehmen. Wohl eine Einzelmeinung des entscheidenden Unparteiischen, die leider dennoch Eingang im Spielberichtsbogen findet. Tore für die ERV-Schüler: Leon Müller 3, Alex Behr 2.

Kleinstschülerturnier in Bayreuth:
Die Kleinstschüler starten auch in der Rückrunde wieder mit Erfolgen. In der 1. Partie gegen die Bayreuther gelang ihnen ein souveräner 4:1 Erfolg. Gegen Selb kam man im zweiten Spiel, einer hochkarätigen Begegnung zu einem gerechten 3:3 Unentschieden. In diesem Spiel wurde den Wild Dogs ein erzielter Treffer zu Unrecht aberkannt. In der dritten Begegnung ging es im Unterfrankenderby gegen Hassfurt. Hier gelang den Jungs die nochmals Vollgas gegeben haben ein klarer 6:2 Erfolg. Alles in allem war dies ein super Rückrundenauftakt der jüngsten Spieler.

Die nächsten Begegnungen im Icedome:
Sa. 19.01.2013 10:30 Uhr Kleinstschülerturnier
Sa. 19.01.2013 17:00 Uhr ERV Juniors – EV Moosburg
Fr. 25.01.2013 19:00 Uhr ERV Schüler – SG Selb/Bayreuth
Sa. 26.01.2013 11:30 Uhr ERV Knaben – SG Höchstadt/Würzburg
So. 27.01.2013 12:00 Uhr ERV Jugend – EV Dingolfing

Weitere Infos gibt es unter www.ervsw-nachwuchs.de



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