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Wladimir Slintchenko und sein Wechsel zum Würzburger FV: Der Mann vom Zaun geht um zu spielen


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SCHWEINFURT – Er ist mit 25 Jahren im besten Alter, viel zu jung aber freilich, um als Fußballer auf der Bank zu sitzen. Nur Stammspieler in der Reserve zu sein, das reicht Wladimir Slintchenko nun nicht mehr. Der Innenverteidiger und leidenschaftliche Zaunjubler verlässt aber auch aus schulischen Gründen den FC 05 und wechselt zum WFV. Bei uns kommt er nun ausführlich zu Wort.

Herr Slintchenko, Sie wechseln nach dieser Saison von ihrem Heimatverein FC Schweinfurt 05 zum Würzburger FV. Kurz gefragt: Warum?
Wladimir Slintchenko: Im April habe ich nach meinem abgeschlossenen Bachelorstudium nun auch einen Master in Würzburg angefangen. Aufgrund von Vorlesungen und Prüfungsvorbereitung bin ich hier zeitlich sehr eingespannt. Da ich nicht mehr regelmäßig am Trainingsbetrieb in Schweinfurt teilnehmen kann, habe ich mich für einen Wechsel zum Würzburger FV entschieden, da ich hier die Möglichkeit habe, Studium und Fußball unter einen Hut zu bringen.


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Ist Ihr Studium in Würzburg der Hauptgrund oder die Perspektive, wieder spielen zu können?
Wladimir Slintchenko: Ich habe für mich entschieden, meinen Fokus in näherer Zukunft auf das Studium zu richten. Das war der ausschlaggebende Grund für den Wechsel. Die sportliche Situation hat diese Entscheidung nur noch bekräftigt.


Sechs Einsätze in dieser Saison für den FC 05: Fragt man sich da, ob man überhaupt noch gebraucht wird?
Wladimir Slintchenko: Sechs Einsätze sind für meine Ansprüche natürlich viel zu wenig. Das Jahr 2012 war für mich leider ein Seuchenjahr. Ich war durch einen Kreuzbandanriss und durch eine Erkrankung am Peifferschen Drüsenfieber lange außer Gefecht. In der Vorbereitung fing ich bei null Prozent an, war sicherlich noch keine ernsthafte Alternative für die erste Elf. Erst nach und nach habe ich meine 100-prozentige Fitness erlangt. Nach kleinen Anlaufschwierigkeiten hat sich unsere Defensive zur besten der Liga entwickelt und so war es auch für mich sehr schwer, hier meinen Platz zu finden. Es gab keinen Grund für den Trainer, einen der beiden Innenverteidiger auszutauschen. Letztendlich gehören zu einer Mannschaft jedoch mehr als die ersten Elf. Unsere gute Saison ist bestimmt auch auf unsere starke Bank zurückzuführen.

Wie sehr fühlen Sie sich noch als Teil der Schnüdel-Mannschaft in diesen Wochen?
Wladimir Slintchenko: Es ist natürlich keine befriedigende Situation für mich, den Großteil der Saison von der Bank aus zu verfolgen. Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft Erfolg und das steht immer noch über einzelnen Personen.

Wäre ein Wechsel für Sie nach Großbardorf oder zu den Würzburger Kickers ausgeschlossen gewesen?
Wladimir Slintchenko: Ja. Bei einem Verein muss mich die Philosophie, das Umfeld und die Mannschaft überzeugen. Das ist beim Würzburger FV der Fall. Ein Wechsel zu den oben genannten Vereinen wäre alleine schon aus Anstandsgründen gegenüber unseren Fans nicht in Frage gekommen.

Kann es wieder eine Rückkehr irgendwann zum FC 05 geben?
Wladimir Slintchenko: Das kann ich im Moment wirklich nicht sagen, da ich nicht weiß, wohin es mich in zwei Jahren beruflich verschlägt. Außerdem wäre es gegenüber dem WFV auch nicht fair, jetzt schon von einer Rückkehr nach Schweinfurt zu sprechen. Mich freut es jedoch sehr zu wissen, dass die Türen für mich in Schweinfurt immer offen sind.

Was sind Ihre Ziele die nächsten Tage?
Wladimir Slintchenko: Über allem steht natürlich der Aufstieg in die Regionalliga. Ich könnte mir keinen schöneren Abschied vorstellen. Außerdem streben wir die Meisterschaft an, da wir am Ende der Saison nicht von einem Verzicht einer anderen Mannschaft profitieren wollen. Ich bin davon überzeugt, dass wir diese Ziele auch erreichen werden.

Wird der FC 05 am Donnerstag mit Ihnen in Kirchschönbach mit der U 23 Meister und ohne Ihren Einsatz am Samstag oder Mittwoch nächster Woche in Aubstadt oder Memmelsdorf den Aufstieg feiern?
Wladimir Slintchenko: Die Meisterschaft mit der U23 ist, ohne überheblich klingen zu wollen, nur noch Formsache. Schließlich brauchen wir nur noch einen Punkt aus den restlichen Spielen. Ich bin auch davon überzeugt, den fehlenden Zähler am Donnerstag in Kirchschönbach zu holen. Da ich bereits einige Spiele in der U23 gemacht habe, will ich nun auch die Meisterschaft mit dem Team feiern. Am besten natürlich mit zahlreicher Fanunterstützung. Ob ich nun in Aubstadt oder Memmelsdorf zum Einsatz komme, ist nicht meine Entscheidung. Über Siege in diesen Spielen und einen eventuellen Aufstieg würde ich mich trotzdem genauso freuen, wie wenn ich auf dem Feld stünde.

Gibt es sonst noch etwas, das Sie uns mitteilen möchten?
Wladimir Slintchenko: Abschließend möchte ich mich gerne herzlichst bei allen Fans und Weggefährten der letzten zwölf Jahre bedanken. Auch die verständnisvollen Reaktionen und der Zuspruch, den ich in den letzten Tagen erfahren habe, hat mich wirklich sehr gefreut. Ich werde mit Sicherheit immer gerne an die Zeit in Schweinfurt zurückdenken.

Na dann, alles Gute für die letzten Wochen im Dress der Grün-Weißen und dann viel Erfolg, beim WFV und beim Studium!

(Das ganz ausführliche Interview mit Wladimir Slintchenko, drei weitere Fragen und Antworten, ein Steckbrief und seine Top-5 sind auf dem fränkischen Fußballportal anpfiff.info veröffentlicht)


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