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Bayerischer Popkulturpreis für den Stattbahnhof Schweinfurt und das Festival Ab geht die Lutzi


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SCHWEINFURT / ROTTERSHAUSEN – Ralf Duggen aus Würzburg erhält auf Vorschlag des Landtagsabgeordneten Volkmar Halbleib den vom Verband für Popkultur in Bayern e.V. (VPBy) seit 1991 verliehenen Bayerischen Popkulturpreis in der Kategorie Pop-Raute, für sein Lebenswerk, das Umsonst & Draussen e.V. und sein Engagement im Dachverband der Würzburger Kulturträger.

In der Kategorie Ökologische Nachhaltigkeit geht der Preis an das Modular Festival Augsburg für deren Vorreiterrolle und der Preis Soziale Nachhaltigkeit an das Festival “Ab geht die Lutzi” in Rottershausen. Der Preis für das Festival des Jahres geht an das Festival “Der Krater Bebt” in Megesheim und zum Club des Jahres wurde der Stattbahnhof Schweinfurt gekürt.


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Alle Preise sind mit jeweils 2.000 € dotiert und werden finanziert durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (Pop-Raute, Ökologische Nachhaltigkeit und Festival des Jahres), die Club-Dotierung von München Ticket GmbH und die Soziale Nachhaltigkeit von fritz-kola. Die Preisverleihung wird am 30. November 2022 um 16:00 Uhr im BR Funkhaus München durch Staatsminister Markus Blume erfolgen.


In seinem Vorschlag betont der Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib Ralf Duggens langjähriges Engagement in der freien Kulturszene und seinen unermüdlichen Einsatz in der Popkultur, sei es als Geschäftsführer des Umsonst&Draussen e.V. oder als 1. Vorstand im Dachverband freier Würzburger Kulturträger. Halbleib betont in seiner Begründung: „Damit erweist er der Popkulturszene der Region Würzburg einen großen Dienst, er gibt unbekannten Bands eine große Bühne und ermöglicht gleichzeitig durch den Gratis-Eintritt allen Teilen der Bevölkerung Zugang zur kulturellen Teilhabe.“

In der Kategorie Ökologische Nachhaltigkeit erhält das Modular Festival auf Vorschlag des Büros für Nachhaltigkeit der Stadt Augsburg den Bayerischen Popkulturpreis. Das Modular Festival ist im Bereich ökologischer Nachhaltigkeit und klimafreundliches Veranstalten Vorreiter und Vorbild für Bayern und darüber hinaus und gibt seine Erkenntnisse und Erfahrungen kostenlos an alle Interessierten weiter. Das hob die Jury in ihrer Entscheidung hervor.

Der Landkreis Bad Kissingen schlug das Festival “Ab geht die Lutzi” für die Kategorie Soziale Nachhaltigkeit vor, die sich während der corona-bedingten Pause den Themen Inklusion und Barrierefreiheit widmeten. Das Festival hat den Schwerpunkt auf Barrierefreiheit gelegt und gemeinsam mit Menschen mit Behinderung ein Konzept entwickelt: „Nicht zuletzt stellen die Organisator:innen ihr erworbenes Wissen und daraus folgende Erkenntnisse zur Barrierefreiheit auf lokaler Ebene für weitere Vorhaben zur Verfügung und dienen damit gewissermaßen als Botschafter:innen für das Thema Barrierefreiheit und Kultur in der Region.“ Der Preis soll außerdem als Ansporn dienen, im Bereich Soziale Nachhaltigkeit weiterzumachen.

Auf Vorschlag der Landtagsabgeordneten Eva Lettenbauer erhält „Der Krater Bebt“ in Megesheim in der Kategorie Festival des Jahres den Popkulturpreis. Lettenbauer hebt hervor: „Das „Krater bebt Festival“ findet seit über 3 Jahrzehnten statt und verbindet für mich in vorbildlicher Weise Musik, Regionalität, Ehrenamt, Vereinsarbeit, Inklusion und Nachhaltigkeit. Es ist ein besonderes Erlebnis für tausende Besucher:innen aus dem Landkreis Donau-Ries sowie weit über dessen Grenzen hinaus.“

In der Kategorie Club des Jahres entschied sich die Jury für den Stattbahnhof aus Schweinfurt. Der Vorschlag kam vom Bundestagsabgeordneten Markus Hümpfer, der seinen Vorschlag begründete: „Für die alternative Musikszene in Nordbayern ist das Kulturhaus ein Ort zum Stattfinden, zum Leute-Treffen und zum Ausleben von Musik und Kultur. Seit mehr als zwei Generationen kommen Jugendliche hier zusammen, um sich zu treffen, auszutauschen und natürlich um einzigartige Live-Konzerte zu erleben.“ Die besondere Bedeutung des Clubs für Schweinfurt und die Region sowie das jahrelange Engagement in der bayerischen Popkulturszene wurden auch in der Jury positiv hervorgehoben.

Als Juroren fungierten aus der Politik die Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Oetzinger (CSU), Kerstin Radler (Freie Wähler), Sanne Kurz (B’90/Grüne), Volkmar Halbleib (SPD) und Christoph Skutella (FDP). Die Medien vertraten Edi van Beek (Musikchef BAYERN 3), Thomas Moser (ROCK ANTENNE), Dietmar Schwenger (MUSIKWOCHE), die freie Journalistin Michaela S. Pollock und Michael Zirnstein (Süddeutsche Zeitung). Die Stimmen aus dem Musikbusiness kamen von Deirdre Weiss-Laughton (Eskapaden Booking), Luisa Albrecht (corner.company), Stefan Kienle und Elnaz Amiraslani (Initiative Barrierefrei Feiern), Jakob Döring (Feierwerk Fachstelle Pop München), Claudia Appel (Beastie Butterfly), Isabelle Glaser (Büro für Popkultur Augsburg), Peter Pfeffer (München Ticket GmbH), Benjamin Kindler (fritz-kola), Andreas Jäger (Popularmusikberater Bezirk Mittelfranken), Oliver Alexander (41065 Musikverlag), Tom Büscher (F.A.M.E. Recordings), Axel Ballreich (LiveKomm Deutschland / Concertbüro Franken), Alba Wilcczek (BR Kultur, DJ), Bernd Strieder (VPBy) sowie dem Bayerischen Rockintendanten Bernd Schweinar. Insgesamt wurden 40 Vorschläge mit über 230 Seiten für alle vier Kategorien eingereicht, aus der die 28-köpfige Jury auswählen durfte.


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