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Fahr´ mal hin: Die Grüne Kutte, Noahs Segel – und eine Nacht im Sternenwagen


Rhön-Park-Hotel
Förstina
BIG-1zu5

DERMBACH / VACHA / GEISA / TANN – Thüringen stand unlängst auf dem Programm als Ziel eines Kurzurlaubs von SW1.News-Reporter Michael Horling und seiner Partnerin Petra Moritz. Er berichtet von dem höchst erlebnisreichen Ausflug, sie hat die meisten Fotos dazu gemacht.

Das ist ein Erlebnisbericht aus dem Sommer 2017.


AOK - Keine Kompromisse

„Wir hatten uns nach einer ungewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeit umgeschaut und sind dabei auf einen Sternenwagen gestoßen. Der steht in Bernshausen. Das gehört zu Urnshausen. Das wiederum liegt in der Nähe von Dermbach im Südlichen Wartburgkreis. Ja, ich geb´s zu, selbst ich musste nachschauen, wo das alles ist…


Südwestlich von Bad Salzungen und nordöstlich von Meiningen liegt dieser kleine Ort in der Thüringer Rhön. Rund 90 Minuten braucht man mit dem Auto von Schweinfurt aus, bis man das Landhotel „Zur Grünen Kutte“ erreicht. Das liegt Mitten im Ort, es gibt Zimmer dort und ein Ferienhaus. Doch etwas außerhalb auf einer Koppel einer echten Ranch, umringt von Pferden, steht der Sternenwagen.

2016 war der die „Innovation des Jahres“ in ganz Thüringen: Eine 20 qm große Luxusferienwohnung auf Rädern, dreigeteilt in ein kleines Schlafzimmer mit Doppelbett, verglastem Dach (um eben nachts die Sterne zu sehen), einem Wohnbereich mit Couch, Tisch, Küche, Kaminofen und Flachbildschirm-TV, und einem Bad mit Regendusche und Naturstein-Waschtisch. Kurzum: Man hat alles, was man braucht für einen Aufenthalt!

Als wir gegen 18 Uhr ankamen (weil wir vorher noch Kaltennordheim und Dermbach besichtigten und ein wenig einkauften – darunter vier Thüringer Bockbiere), war es furchtbar heiß. Also genossen wir ein von Zuhause mitgebrachtes und gekühltes Bockbier im Freien vor dem Wagen. Um dann später in der Grünen Kutte zu speisen. Zu einem Rhönräuber-Bier gab es eines der leckersten Jägerschnitzel aller Zeiten und ein köstliches Steak – jeweils mit Pommes und Salat.

Gut genährt und bester Laune nutzten wir einen der längsten Tage dieses Jahres, um noch einen rund einen Kilometer entfernten an einem Hang und im Wald gelegenen Erdfallsee zu besichtigen: Die „Bernshäuser Kutte“ (oder auch „Grüne Kutte“ nach der das Landhotel benannt wurde) ist sicherlich kaum jemandem in und um Schweinfurt ein Begriff. Doch diesen 45 Meter tiefen (!) See muss man mal gesehen haben – und noch besser: Ihn umrunden. Auch wenn das schon ein bisschen Trittsicherheit voraussetzt. Aber nach zwei Bieren ist man ja gemeinhin höchst trittsicher! 😉

Wir wählten einen etwas längeren Weg zurück und kehrten so erst zum Einbruch der Dunkelheit zu unserem Sternenwagen heim. Nun war es schön kühl, und mit geöffneten Fenstern stellte sich schnell ein angenehmes Raumklima ein. Wie fast immer nach einem erlebnisreichen Tag schliefen wir schnell ein und wachten erst auf, als es schon wieder hell wurde. Sterne sahen wir nur ein paar Minuten, bis uns die Augen zufielen.

Weil es morgens ab 9 Uhr schon sehr warm war und der Wagen sich aufheizte, fiel uns nach dem Frühstücken und dem Duschen das Auschecken einigermaßen leicht. Zumal wir einiges vor hatten: Station eins war der Luftlinie höchsten zwei Kilometer entfernte Schönsee, ein Badegewässer mit Ferienhäusern und Campingplatz ringsum. Wie auch bei der Kutte muss man aufpassen, dass man nicht die jeweils zwei vorgelagerten Seen für das Ausflugsziel hält. Dann wäre man nämlich enttäuscht. Wir hielten es rund eine Stunde dort auf einer Decke und lesend aus und starteten am Mittag dann in die weiteren Vorhaben.

Bad Salzungen stand auf dem Plan: Diese fast 16.000 Einwohner zählende Kreis- und Kurstadt nennt den Burgsee im Stadtzentrum als eine Art Wahrzeichen. Wer ihn umrundet, ist dann auch gleich in der kleinen, aber feinen Fußgängerzone, an deren anderem Ende sich mit dem Goethe-Park ein 22 Läden zählender, zweistöckiger Einkaufscenter befindet. Zur Erinnerung: Es war heiß – und dort gab´s Eis.

Als nächste Station hatten wir uns das Erlebnisbergwerk Merkers vorgenommen. Leider waren wir etwas zu spät dran, weil nur zwei Mal am Tag eine Einfahrt für Besucher möglich ist. Doch die Besichtigung dauert auch drei Stunden. In einem Raum in 500 Metern Tiefe findet regelmäßige Konzerte statt. Viele Stars waren schon hier wie Chris de Burgh, die Hooters, Peter Schilling, Roger Hodgson, BAP, Mike & the Mechanics, Karat oder Anastacia. Jan Josef Liefers kommt demnächst. 2016 gastierte hier DSDS mit Juror Dieter Bohlen.

Weiter gings: Nach Vacha fast an die Grenze zu Hessen. Das „Tor zur Rhön“ muss man nicht gesehen haben, kann man sich aber mal anschauen. Die Historische Innenstadt zwischen Marktplatz und Schulstraße mit einigen Fachwerkhäusern wirkt dennoch relativ verschlafen. Kurios: Es gibt direkt nebeneinander gleich zwei alte Spielzeugläden. Scheinbar werden in dieser Region noch fleißig Kinder gezeugt.

Nächste Station: Geisa, eine 1200 Jahre alte Stadt mit historschem Kern, mit aber einer Attraktion etwas außerhalb: Point Alpha, eine Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte an der ehemaligen Grenze. Eintritt 6 Euro, was wir uns schenkten, weil die Zeit davon lief, weil drei Busladungen Gäste aus Korea gerade ankamen (ob die wohl wissen wollen, wie man ein geteiltes Land wieder vereint…?) und weil man auch ohne Eintritt den einstigen Grenzverlauf ablaufen kann und einiges sieht.

Über Franken reisten wir in Thüringen ein, über Hessen wieder aus: In Tann hielt der Horling´sche / Moritz´sche Wagen nochmals an. Stadtkirche und Stadttor sind die markantesten Gebäude des Luftkurortes, Grenzmuseum und Museumsdorf machen den Ort zu einem der beliebtesten Reiseziele der Region. Aber auch hier gilt: Kurz mal durchlaufen reicht eigentlich – und schon hat man so gut wie alles gesehen. Aus einem Dorf in der Nachbarschaft stammt übrigens der Ex-Fußball-Nationalspieler Sebastian Kehl, der vor einigen Wochen als Losfee dem FC Schweinfurt 05 für Pokalrunde eins den SV Sandhausen bescherte…

Also nichts wie weg und nochmals zurück nach Thüringen: Der Ellebogen ist ein über 800 Meter hoher Berg, der mit dem Eisenacher Haus und dem Thüringer Rhönhaus zwei Gastwirtschaften bietet und bald den Aussichtsturm „Noahs Segel“ mit einer Rutsche und einem Ausstellungsgebäude. Anfang August wird feierlich eröffnet. Wir reisten weiter, nun nach Bayern, über Mellrichstadt ins schöne Oberstreu, wo der Biergarten des Brauhauses ja jeden Mittwochabend geöffnet hat. Das „Blonde“, das helle, naturtrübe Lagerbier hatten wir dort noch nicht getestet. Nun aber. Es ist vielleicht sogar noch eine Spur süffiger als das dunkle Vollbier.



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